Haderthauer will Asyl- und Integrationspolitik verschärfen

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Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU)

München - Die CSU will in der neuen Konstellation mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ihre Asyl- und Integrationspolitik verschärfen.

Sie verspreche sich vom neuen Innenminister „ganz wichtige Weichenstellungen“, sagte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) dem Münchner Merkur (Dienstagsausgabe). Unter anderem schloss sie die Aufnahme von Flüchtlingen aus Nordafrika aus. "Wir dürfen nicht die Illusion wecken, dass wir sämtliche nordafrikanische Bürger aufnehmen können. Gerade jetzt werden genau die, die fliehen, in ihrer Heimat gebraucht, um dort eine funktionierende Demokratie aufzubauen."

In der Integrationsdebatte will Haderthauer einen neuen Anlauf starten, das Nachzugsalter für Ehegatten von 18 auf 21 Jahre zu heben. „Das ist das wirksamste Mittel gegen das Phänomen der ,Importbräute‘ und muss Bestandteil des Gesetzes gegen Zwangsheiraten werden“, forderte Haderthauer. Sie verlangte von Migranten, binnen eines Jahres Deutsch zu lernen. Das gelte auch für junge Mütter. „Kleine Kinder zu haben, darf keine Ausrede mehr sein, um Integrationskurse zu verweigern.“

Friedrich hatte zu Amtsantritt klargestellt, der Islam gehöre historisch nicht zu Deutschland. Haderthauer unterstützte diese Aussage. Zurecht weise Friedrich darauf hin, "dass der Islam uns historisch nicht geprägt hat. Er war nie Antrieb unserer Kultur. Die Aufklärung und das Christentum, nicht der Islam, sind die Wurzeln unserer Werte." Haderthauer kritisierte die muslimischen Verbände in Deutschland: „Die Verbände, die sich da zu Wort melden, nehmen doch jede Gelegenheit wahr, um bewusst misszuverstehen. Ich erlebe übrigens, dass gerade die gut integrierten Zuwanderer sich von diesen Stimmen nicht vertreten fühlen.“

mm

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