Härtere Strafen für Diskriminierung gefordert

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Christine Lüders

Berlin - Seit fünf Jahren gibt es den gesetzlichen Diskriminierungsschutz in Deutschland. Doch die Strafen sind noch immer viel zu lasch, sagt die Antidiskriminierungs-Beauftragte Christine Lüders.

Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes in Deutschland verlangt die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, härtere Strafen bei Benachteiligung. Das Gleichbehandlungsgesetz müsse in einigen Punkten verbessert werden, sagte Lüders der “Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe).

Gemäß den europäischen Vorgaben müssten Sanktionen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. “Wenn jemand illegal von Diskotheken oder Fitnessstudios abgewiesen wird, dann tun dem Betreiber 100 Euro Strafe nicht weh.“ Auch bei Diskriminierung im Berufsleben sollten die Entschädigungen höher ausfallen, forderte Lüders. Bei einer offen rassistischen Ablehnung eines Stellenbewerbers etwa sollten mindestens sechs Monatsgehälter statt bisher drei gezahlt werden müssen.

dapd

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