NSA-Spähaktionen

Ströbele: Snowden weiß "viel mehr"

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Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele (r) überreicht Edward Snowden die Ehrenurkunde des Whistleblower-Preis 2013

Berlin - Hans-Christian Ströbele hat Edward Snowden getroffen. Der Geheimdienst-Enthüller könnte nach Ansicht des Grünen-Politikers bei einer Befragung in Deutschland viele offene Spionagefragen klären.

Der Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden könnte nach Ansicht des Grünen-Politikers Hans-Christian Ströbele bei einer Befragung in Deutschland viele offene Spionagefragen klären. „Er kann Zusammenhänge schildern, die wir nicht wissen oder nicht wissen können“, sagte Ströbele am Freitag in den ARD-„Tagesthemen“. Snowden wisse „viel mehr“ als in den bislang veröffentlichten Dokumenten stehe. Das Ausmaß der von Snowden aufgedeckten Spähaktionen ist in vielen Bereichen weiterhin unklar.

Da sich die Führung des US-Geheimdienstes NSA sicher nicht befragen lasse, könne Snowden die Bedeutung der Dokumente aus erster Hand erläutern, argumentierte Ströbele. Der Bundestagsabgeordnete hatte Snowden am Donnerstag überraschend in Moskau getroffen. Dabei erklärte der von seinem Heimatland USA gesuchte Enthüller Snowden seine grundsätzliche Bereitschaft zur Aussage in Deutschland, die er allerdings an Sicherheitsgarantien knüpfte.

Snowden hatte vor Monaten offengelegt, dass auch Deutschland Ziel der Spähaktionen von britischen und US-Geheimdiensten ist. Die Bundesregierung teilte zudem in der Vorwoche mit, sie habe Informationen erhalten, nach denen das Mobiltelefon von Kanzlerin Angela Merkel möglicherweise durch US-Dienste überwacht werde.

dpa

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