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Wegen Nahles‘ Abgang

„Ära Merkel und Seehofer hinter sich lassen“: „heute journal“-Kommentator zieht deutlichen Schluss

Wulf Schmiese bedankt sich in seinem Kommentar bei Andrea Nahles.
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Wulf Schmiese bedankt sich in seinem Kommentar bei Andrea Nahles.

Das ZDF widmete dem Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende einen Kommentar im heute journal. In diesem wurde auch über die Zukunft der GroKo gesprochen.

Mainz - Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD erhielt die 48-Jährige von mehreren Seiten auch Lob für ihre mutige, wenn auch überraschende Entscheidung. Auch im Kommentar des heute journals kam Nahles am Sonntag nicht sonderlich schlecht weg. Redaktionsleiter Wulf Schmiese sprach den Kommentar in der Sendung am Sonntagabend ein und bedankte sich bei der scheidenden SPD-Chefin. 

Kommentar im heute journal: „Danke Andrea Nahles“ 

„Danke Andrea Nahles. Als das Land Sie brauchte, da haben Sie mit Ihrer SPD die große Koalition fortgesetzt, weil es keine brauchbare Mehrheit gab“, leitete der 52-Jährige seinen Beitrag ein und betonte damit, das Nahles das Wohl Deutschlands über das Ihrer Partei gestellt habe. „15 Monate hat dieses Bündnis seit der letzten Bundestagswahl regiert und wenn wir ganz ehrlich sind: gar nicht so schlecht“, so Schmieses Fazit zu der laufenden Legislaturperiode. 

Ein Fazit, das allerdings nur deswegen so positiv ausfalle, weil die SPD nicht zum ersten Mal selbstlos agiert habe, so der Kommentator: „Seit 100 Jahren ist sie immer wieder als Helfer in der Not eingesprungen, hat Vaterland vor Partei gestellt und musste dafür stets schwerste innerste Kämpfe aushalten“, sagte Schmiese. 

Kommentator Schmiese stellt GroKo infrage - Union mit Angst vor Neuwahlen

Andrea Nahles ergehe es nun nicht besser als einer ganzen Reihe von SPD-Vorsitzenden seit Friedrich Ebert. Für die Zukunft der Großen Koalition sieht der Reaktionschef des heute-journals jedoch eher schwarz: „Die Union setzte dennoch auf den Fortbestand dieser Großen Koalition. Sie will an einer Partei als Partner festhalten, der nicht einmal mehr die eigene Vorsitzende noch traut.“

Schmiese ist der Meinung, dass die Union Angst vor Neuwahlen habe, da sie in diesen von den Grünen überflügelt werden könnte. Sein Kommentar schließt dennoch mit einer klaren Forderung - nämlich der nach einem Ende der Großen Koalition. „Die jetzige Regierungskoalition sollte nun rasch beendet werden. Die wunde SPD muss sich in Ruhe neu aufstellen und die CDU wie auch CSU muss die Ära Merkel beziehungsweise Seehofer hinter sich lassen“, meint der 52-Jährige und malt so ein Szenario der Erneuerung in der deutschen Regierung. 

Inzwischen steht jedoch fest, wer zumindest kommissarisch den Parteivorsitz der SPD übernehmen wird.

fd

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