IG-BCE-Chef für Atom-Ausstieg nach rot-grünem Beschluss

Neumünster - Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliades will sich in der neuen Ethikkommission zur Atomenergie für eine "Rückkehr in Richtung des rot-grünen Ausstiegsbeschlusses" einsetzen.

Grundlage einer neuen Energiepolitik müsse ein "Dreieck aus Versorgungssicherheit, preislichem Realismus und ökologischer Vertretbarkeit" sein, sagte Vassiliades auf einer Tagung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) am Wochenende in Neumünster.

Ziel des von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingesetzten Rates sei es, die Schlüssigkeit eines "Atomausstiegs mit Augenmaß" zu belegen und der Politik Ratschläge im Umgang mit verschiedenen Technologien an die Hand zu geben. Die rot-grüne Bundesregierung hatte im Jahr 2000 im Atomkonsens beschlossen, die deutschen Kernkraftwerke innerhalb von zwei Jahrzehnten schrittweise vom Netz zu nehmen.

Vassiliades sagte, die Wirtschaft in Deutschland sei auf Energie und Intelligenz angewiesen. Er plädierte für eine auch steuerlich begünstigte Innovations- und Erfindungsoffensive in der Energiepolitik, die Anstrengungen wie bei der Mondlandung erfordere. Solche Energietechnologien könnten ein neuer Exportschlager werden, der Arbeitsplätze sichere und neue schaffe.

dpa

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