Korruptionsbekämpfer fordern

Verwandtenaffäre: Alle Abgeordneten sollen zahlen

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Edda Müller, Vorsitzende der Antikorruptionsorganisation Transparency International

Berlin - In der Verwandtenaffäre in Bayerns Landtag und Regierung geraten nun auch die einfachen Abgeordneten einschließlich der SPD unter verstärkten Rückzahlungsdruck.

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International verlangte am Montag, dass nicht nur Kabinettsmitglieder öffentliche Gelder zurückzahlen, sondern alle Abgeordnete, die Verwandte beschäftigt hatten. „Ich bin erschüttert über das Ausmaß der Vetternwirtschaft in Bayern“, erklärte die Vorsitzende Edda Müller.

Eine Beteiligung aller Fraktionen an den Rückzahlungen würde neben 56 CSU-Abgeordneten vor allem 21 Sozialdemokraten treffen, darunter die frühere Landesvorsitzende und Bundesfamilienministerin Renate Schmidt. Bisher haben sich fünf CSU-Kabinettsmitglieder auf Order von Ministerpräsident Horst Seehofer bereiterklärt, Gelder zurückzuzahlen, die sie seit ihrer Berufung ins Kabinett ihren Ehefrauen für die Mitarbeit im Büro gezahlt hatten.

Affären: Diese Politiker sind NICHT zurückgetreten!

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lby

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