Linke: Wahlziele nicht erreicht

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Linke-Spitzenkandidat Harald Wolf.

Berlin - Der Berliner Spitzenkandidat der Linken, Harald Wolf, hat eingeräumt, dass seine Partei die selbst gesteckten Wahlziele nicht erreicht hat. Einen positiven Aspekt fand er dennoch.

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“Wir haben unser Ergebnis vom letzten Mal nicht verbessern können und wir haben auch keine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-roten Koalition“, sagte Wolf am Sonntagabend in Berlin. Die Linke habe ihr Ergebnis aber gegenüber den Umfrageergebnissen der letzten Wochen und Monate steigern können. Dies sei nur möglich gewesen durch das Engagement der Wahlkämpfer.

Die Linke-Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch äußerte sich enttäuscht zum Machtverlust ihrer Partei in Berlin. Die Berliner Linke habe einen engagierten Wahlkampf geführt und sei dabei von vielen aus der Bundespartei unterstützt worden, sagte Lötzsch im ZDF. Die Gründe für die Verluste müssten nun analysiert werden. “Da muss man kritisch hinschauen“, sagte Lötzsch.

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Der Fraktionschef der Linke im Bundestag, Gregor Gysi, hat der Berliner Piratenpartei für ihren Erfolg bei der Abgeordnetenhauswahl Anerkennung gezollt. Seine Partei müsse wieder lernen, auch für junge Leute attraktiv zu werden, wie es die “Piraten“ vorgemacht hätten, sagte er am Sonntagabend im RBB-Fernsehen. Zugleich räumte Gysi ein, dass es in den vergangenen Monaten “zu viel Selbstbeschäftigung“ gegeben habe. Ebenfalls geschadet hätten der Linkspartei “ein paar Fehläußerungen“ zur Berliner Mauer.

Berlins Sozialsenatorin Carola Bluhm hat den Vorsitzenden der Bundespartei eine Teilschuld am Ergebnis bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zugeschoben. Sie fühle sich nicht ausreichend unterstützt von der Bundesspitze, sagte Bluhm am Sonntag im ZDF. Dies sei aber nur ein Aspekte. “Wir haben nicht genug Wähler erreicht. Das gilt es in den nächsten Tagen zu analysieren“, betonte Bluhm.

dapd/dpa

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