Medien: USA planen fast vollständigen Irak-Abzug

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Washington - Die USA wollen ihre Truppen nach amerikanischen Medienberichten in diesem Jahr doch fast vollständig aus dem Irak abziehen. Eine Idee soll damit vom Tisch sein.

Die Idee, mehrere Tausend Soldaten für längere Zeit in dem Land stationiert zu lassen, sei vom Tisch, schrieb die “New York Times“ am Sonntag unter Berufung auf namentlich ungenannte US-Regierungsbeamte. Grund für den vorzeitigen Rückzug sei die Weigerung der Iraker, den US-Truppenmitgliedern nach dem Jahreswechsel weiter gesetzliche Immunität zu gewähren.

Damit würde Washington eine Kehrtwende vollziehen. Noch vor wenigen Wochen hieß es, dass 3000 bis 4000 US-Militärangehörige im Irak bleiben könnten. Sie sollten als Ausbilder für die irakischen Sicherheitskräfte arbeiten. Nun sei nur noch von wenigen Ausbildern die Rede, die in dem Land verbleiben könnten, berichtete auch der US-Fernsehsender CNN. Das Weiße Haus und das Pentagon teilten laut der “New York Times“ zu den jüngsten Meldungen mit, es sei noch keine definitive Entscheidung gefallen.

Laut einem Abkommen beider Länder müssen die USA die verbliebenen knapp 50 000 Soldaten bis zum Jahresende bis auf wenige hundert abziehen. Seit Monaten laufen in der irakischen Regierung Beratungen darüber, ob sie das auslaufende Mandat für die US-Truppen im Land verlängern soll. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die irakischen Sicherheitskräfte allein noch nicht in der Lage sein könnten, bewaffneten Gruppen und Terroristen die Stirn zu bieten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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