Schröder nach Babypause wieder im Dienst

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist zehn Wochen nach der Geburt ihres ersten Kindes an ihren Schreibtisch in Berlin zurückgekehrt (Archivbild).

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat am Montag nach vierzehnwöchiger Babypause wieder ihre Arbeit als Ressortchefin in Berlin aufgenommen.

Die 34-Jährige ist die erste Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit Nachwuchs bekommen hat. Vater der Ende Juni geborenen kleinen Lotte Marie ist der Parlamentarische Innen-Staatssekretär Ole Schröder (CDU).

Die Ministerin will am Mittwoch vor der Bundespressekonferenz über ihre politischen Pläne bis zur Bundestagswahl 2013 berichten. Eine Sprecherin des Ministeriums wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, ob Schröder am ersten Arbeitstag ihr Kind mit ins Büro gebracht habe.

Von Schröder werden vor allem Aussagen dazu erwartet, ob die schwarz-gelbe Koalition noch in dieser Wahlperiode ihre Ankündigung realisiert, ein Erziehungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich für diejenigen Eltern einzuführen. Das Geld würde erhalten, wer sein Kleinkind ausschließlich zu Hause betreut und keine Krippe in Anspruch nimmt. Die FDP lehnt die Pläne ab. Dagegen pocht die CSU auf Erfüllung der Koalitionsvereinbarung.

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Caren Marks, hatte am Wochenende die Koalition aufgefordert, ihre Pläne aufzugeben und das Geld - veranschlagt werden Kosten von jährlich rund 2 Milliarden Euro - besser in den Ausbau von Krippen und Kitas zu stecken.

Die familienpolitische Sprecherin der Unions-Fraktion, Dorothee Bär (CSU), wies die Forderung am Montag zurück. Das Betreuungsgeld verhindere keine Bildungschancen. “In der Wissenschaft ist es inzwischen unbestritten: Bindung geht der Bildung voraus“, sagte Bär. Für die Ein- und Zweijährigen, für die es das Betreuungsgeld geben solle, stehe das Bedürfnis nach verlässlicher Bindung im Vordergrund.

Die CSU-Politikerin: “So wie wir bei knapper Haushaltskasse die finanzielle Unterstützung für den Ausbau der Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen nicht infrage stellen, werden wir auch unser Versprechen gegenüber den Eltern einhalten, die in der staatlichen Kinderbetreuung nicht den besten und alleinigen Weg für ihr Kind sehen.“

Mit der Rückkehr der Familienministerin nahm auch Schröders neuer Sprecher Christoph Steegmans seine Arbeit auf. Zuvor war Steegmans Vize-Regierungssprecher. Die bisherige Sprecherin des Ministeriums, Stefanie Augter, war auf eigenen Wunsch nach Brüssel in die Vertretung der Bundesrepublik bei der Europäischen Union gewechselt.

Das ist Ministerin Kristina Schröder

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dpa

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