Münchner Bürger sollen neuen Konzertsaal mitbezahlen

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Wolfgang Heubisch (FDP) hofft auf das freiwillige Engagement der kunstinteressierten Bürger in München.

München - Der Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch will den neuen Münchner Konzertsaal mit ungefähr 20 Prozent von den Bürgern bezahlen lassen - allerdings nicht über Steuern.

Zur Finanzierung des geplanten neuen Konzertsaals in München sollen die Münchner Bürger und Unternehmen freiwillig viele Millionen beisteuern. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hofft auf einen Beitrag von 20 Prozent der Baukosten, wie er am Freitag in München sagte. Einen Kostenvoranschlag für den Konzertsaal gibt es noch nicht, doch wird allgemein von einem dreistelligen Millionenbetrag ausgegangen. Ende des Jahres soll die Machbarkeitsstudie vorliegen. „Ohne das Engagement der Bürger wird das nicht über die Bühne gehen“, sagte Heubisch. In Hamburg hätten die Bürger 64 Millionen Euro für die neue Elb-Philharmonie gespendet.

Heubischs Lieblingsstandort wäre die Isar-Insel, auf der das Deutsche Museum steht. „Das wäre eine besondere Stelle Münchens, die visuell ziemlich mies dasteht“, sagte der FDP-Politiker.

Dabei gibt es allerdings zwei große Probleme: Zum Einen hält der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) den Konzertsaal für überflüssig. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht heute Leute haben, die nur rückwärtsgewandt sind“, sagte Heubisch über die Gegner des Projekts. „Ich frage mich, ob wir nicht manchmal ein bisschen saturiert sind.“ Und im Landtag sind vor allem die fränkischen CSU-Abgeordneten nicht begeistert, dass München ein weiteres teures Aushängeschild bekommen soll. Den Franken versichert Heubisch, dass er kein Münchner, sondern ein gesamtbayerischer Kunstminister sei: Ein großes Anliegen sei ihm die Sanierung des Bayreuther Festspielhauses: „Da müssen wir dringend was machen.“

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