Auch Merkel schon betroffen

Pannenserie bei Regierungsfliegern: Regierung hat Vermutung wegen Ursache - Steinmeier erneut betroffen

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Ein Jet vom Typ Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundesregierung (Archivbild).

Merkel, Steinmeier und Maas - sie alle hatten schon mit Problemen bei Regierungsfliegern zu kämpfen. Jetzt spekuliert die Bundesregierung über mögliche Gründe.

Update vom 2. Juni 2019: Die Pannenserie mit Regierungsfliegern reißt nicht ab: Wegen eines Risses in der Cockpitscheibe eines Regierungsfliegers hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einem Privatjet zur Grundgesetz-Feier nach Karlsruhe reisen müssen. Das sagte eine Sprecherin der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit einen Bericht der Bild am Sonntag.

Nach Angaben der Zeitung kostete der Umstieg auf das Privatflugzeug 30.000 Euro. Den Betrag wollte die Sprecherin zunächst nicht kommentieren, erklärte aber, das Bundesverteidigungsministerium habe die Kosten der veränderten Anreise übernommen. Zur Feier des 70. Jahrestags des Grundgesetzes hatte Steinmeier am 23. Mai in Karlsruhe im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts gesprochen.

Pannenserie bei Regierungsfliegern: Stecken Sabotage oder Cyberattacken dahinter?

Update vom 1. Juni 2019: Seit Monaten kommt es immer wieder zu Problemen bei deutschen Regierungsfliegern. Im Januar konnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer Flugzugpanne  nicht wie geplant von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen. Angela Merkel musste schon auf Linienflugzeuge ausweichen und auch Außenminister Heiko Maas hatte schon öfters Verspätungen, weil die Maschine nicht starten konnte. 

Wegen der anhaltenden Pannenserie wird nach Informationen der Düsseldorfer„Rheinischen Post“ innerhalb der Bundesregierung über mögliche Sabotage oder Cyberattacken als Ursache spekuliert. Das Unternehmen Lufthansa Technik, das für die Wartung zuständig ist, hat zwar technische Erklärungen für die Probleme, aber der Unmut in der Regierung steigt trotzdem weiter. 

Nach Notlandung von Regierungsjet: Lufthansa überprüft Tochterfirma

Update vom 26. April 2019: Nach der Notlandung einer Regierungsmaschine vor knapp zwei Wochen in Berlin untersucht die Lufthansa, inwieweit die Wartungsarbeiten eines Tochterunternehmens mit dem Vorfall zusammenhängen. Man habe die Berichte über die möglichen Ursachen sehr genau gelesen und nehme diese „sehr ernst“, erklärte ein Sprecher von Lufthansa Technik am Freitagabend auf Anfrage. „Wir werden die Wartungsarbeiten an der Maschine durch die Lufthansa-Tochtergesellschaft Lufthansa Bombardier Aviation Services (LBAS) auf das Gründlichste überprüfen.“ Als erstes hatte der „Spiegel“ über das Statement berichtet.

Die Besatzung der Regierungsmaschine der Bundeswehr war mit der Notlandung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld nur knapp einem Unglück entgangen. Die Global 5000 der Flugbereitschaft war am 16. April nach einer umfangreichen Inspektion nur Minuten nach dem Start in unkontrollierte Flugbewegungen geraten und bei der Notlandung abwechselnd mit beiden Flügeln über den Boden geschrammt. Sie hätte einen Tag später Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Stuttgart bringen sollen.

Spekulationen über die Ursache des Beinahe-Absturzes wollte Lufthansa Technik nicht kommentieren. „Wir können und dürfen uns dazu weiter nicht äußern. Die Untersuchungen werden vom „General Flugsicherheit“ der Bundeswehr geführt“, sagte der Sprecher. „Wir sind auch unabhängig von den behördlichen Nachforschungen dabei, die Arbeit bei unserem gemeinsam mit Bombardier und Execujet betriebenen Tochterunternehmen LBAS auf das Gründlichste zu untersuchen.“

Auch ein Sprecher der Luftwaffe wollte sich auf Anfrage unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu Berichten über die mögliche Ursache des Vorfalls äußern.

Update vom 19. April, 16.53 Uhr: Die Regierungsmaschine der Flugbereitschaft, die am Dienstag bei einer Notlandung in Berlin-Schönefeld nur knapp einem Unglück entgangen ist, wurde dabei nach einem „Spiegel“-Bericht schwer beschädigt. Bundeswehr-Techniker hätten an dem Flugzeug vom Typ Global 5000 „erhebliche strukturelle Beschädigungen“ durch Knick- und Stauchungsschäden an beiden Tragflächen festgestellt, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf interne Papiere der Bundeswehr. Möglicherweise sei der Rumpf verzogen, jedenfalls habe sich bei der Bruchlandung die Kabinenverkleidung gelöst.

Das Flugzeug war nach Angaben der Luftwaffe gerade bei einer mehrwöchigen Wartung beim Hersteller in Schönefeld gewesen und auf dem Weg zurück nach Köln, als eine Funktionsstörung angezeigt wurde. Die Piloten entschieden sich zur Umkehr. Bilder zeigen, dass der an sich als zuverlässig geltende Jet kurz vor der Landung in starker Schräglage und nicht stabil war. Er schrammte nach Angaben der Luftwaffe mit beiden Tragflächen den Boden. Ein Sprecher der Luftwaffe sprach später von einer „fliegerisch brenzligen Situation“.

Update vom 17. April 2019, 11.34 Uhr: Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack- Zimmermann hat nach der Notlandung einer Regierungsmaschine der Luftwaffe eine Überprüfung der mit der Wartung beauftragten Unternehmen gefordert. „Es muss schnellstens geklärt werden, wie es unmittelbar nach einer Inspektion überhaupt zu einer solchen „Funktionsstörung“ hat kommen können“, sagte sie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuvor hatten andere Pannen der Flugbereitschaft Schlagzeilen gemacht.

Die Scheinwerfer gehörten jetzt auf die Lufthansa Technik und das Unternehmen Bombardier gerichtet, die für die Wartung dieser Maschinen verantwortlich seien, forderte Strack-Zimmermann. „Wenn ein Fahrzeug aus der Werkstatt kommt und schwere technische Probleme hat, ist nicht der Halter schuld, sondern die Werkstatt“, sagte sie. „Lufthansa Technik und Bombardier müssen sich nun knallharte Fragen gefallen lassen, denn offensichtlich wurde nur dank der professionellen Crew eine Katastrophe verhindert.“

Die Global 5000 der Flugbereitschaft war am Dienstag nach einer umfangreichen Inspektion und Minuten nach dem Start in Berlin-Schönefeld in unkontrollierte Flugbewegungen geraten und bei der Notlandung abwechselnd mit beiden Flügeln über den Boden geschrammt. Sie hätte am heutigen Mittwoch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Stuttgart bringen sollen.

18.25 Uhr: Die Gründe für die Notlandung einer Regierungsmaschine der Flugbereitschaft am Dienstagmorgen auf dem Airport Schönefeld bei Berlin sind auch Stunden danach noch unklar geblieben. Es habe „unkontrollierte Flugbewegungen“ des Businessjets der Luftwaffe gegeben, sagte der Kommandeur Fliegende Gruppe der Flugbereitschaft, Oberstleutnant Stefan Schipke, auf dem Flughafengelände. Nähere Details seien noch nicht geklärt.

Ein Sprecher der Luftwaffe fügte hinzu, dass nun ein Schadensbild erstellt und der Flugschreiber ausgelesen werde. Das Flugzeug musste am Dienstag kurz nach dem Start in Schönefeld Richtung Köln umkehren und notlanden. Es hatte gerade einen 30-Monats-Checkup beim Hersteller in Schönefeld hinter sich, als eine Funktionsstörung angezeigt wurde. Das Flugzeug ist vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier, mit dem auch Regierungsmitglieder reisen.

17.37 Uhr: Bei der Notlandung einer Regierungsmaschine der Flugbereitschaft hat es am Dienstag in Berlin keine Verletzten gegeben. Die Besatzung habe den Zwischenfall ohne körperliche Schäden überstanden, sagte der Kommandeur Fliegende Gruppe der Flugbereitschaft, Oberstleutnant Stefan Schipke, auf dem Flughafen. An Bord seien zwei Piloten und eine Flugbegleiterin gewesen. Die Untersuchungen liefen. Zunächst sei nicht geplant, alle Flugzeuge des Typs „Global 5000“ am Boden zu lassen. Die Maschine hatte kurz nach dem Start unkontrollierte Flugbewegungen ausgeführt und bei der Notlandung mit beiden Flügeln den Boden geschrammt.

Flugbetrieb in Berlin-Schönefeld wieder aufgenommen 

1 3.02 Uhr: Nach einer Störung durch einen havarierten Luftwaffen-Jet ist der Flugbetrieb am Berliner Flughafen Schönefeld wieder aufgenommen worden. Das teilte der Berlin Airport Service am Dienstagmittag via Twitter mit. Verzögerungen seien aber weiterhin möglich. Reisende sollten die Informationen vor Ort berücksichtigen.

Ein Jet der Flugbereitschaft der Bundeswehr hatte nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umkehren müssen und hatte Probleme bei der Landung in Berlin-Schönefeld gehabt. „Die Maschine hatte mit beiden Tragflächen Bodenberührung. Und eine kontrollierte Landung war nicht mehr möglich“, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur.

Am Flughafen Berlin-Schönefeld: Regierungsflieger „knapp Unglück entgangen“

12.16 Uhr: Ein Jet der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist nach Darstellung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nur knapp einem Unglück entgangen. Die Luftwaffenbesatzung habe es geschafft, „den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern“, sagte von der Leyen am Dienstag. Der Jet vom Typ Global 5000 war am Morgen auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld gelandet und hatte dabei mit beiden Tragflächen den Boden berührt.

12.04 Uhr: Der Flughafen Berlin-Schönefeld bleibt nach der problematischen Landung eines Bundeswehr-Jets voraussichtlich bis zum Mittag geschlossen. Das Flugzeug solle umgehend abtransportiert werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung am Dienstagvormittag. Danach müsse die Start- und Landebahn auf Schäden und gefährliche Gegenstände kontrolliert werden. Er rechne mit einer Wiedereröffnung der Bahn gegen Mittag. Die betroffenen Passagiere mussten sich in Geduld üben, da zunächst keine Starts möglich waren. Sämtliche Landungen wurden laut DFS nach Berlin-Tegel umgeleitet.

11.41 Uhr: Das Flugzeug war nach den Worten eines Luftwaffen-Sprechers in Schönefeld für eine Wartung gewesen. Es war eigentlich auf dem Weg nach Köln, wo es stationiert ist. Warum das Flugzeug kehrtmachen musste, blieb unklar. Der Sprecher sprach zunächst nur von Funktionsstörungen.

Chaos am Flughafen Berlin-Schönefeld: Regierungsflieger von Landebahn abgekommen

Berlin - Die Abfertigung am Flughafen Berlin-Schönefeld ist am Dienstagvormittag gestoppt worden. Grund sei ein defektes Flugzeug auf der Start- und Landebahn, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft auf Anfrage. Nähere Informationen gab es zunächst nicht. Der Sprecher verwies darauf, dass man die Umstände nun klären wolle. Die Abfertigung sei kurz nach 9.30 Uhr eingestellt worden, sagte der Sprecher. Die Flughafengesellschaft twitterte, Maschinen würden im Anflug umgeleitet. 

Regierungsflieger berührt in Schönefeld mit Tragflächen den Boden

Wie die Bild jedoch erfahren haben will, handelt es sich bei der Maschine um ein Flugzeug der Luftwaffe, das von der Landebahn abgekommen sei. Demnach blockiere die Maschine der Bundesregierung nun die Landebahn. Offenbar muss der beschädigte Flieger nun abgeschleppt werden. 

Die Bundeswehr selbst veröffentlichte bereits die Ursache des Zwischenfalls. Demnach berührte das Flugzeug mit beiden Tragflächen den Boden, Passagiere oder Politiker seien jedoch nicht an Bord gewesen. Vielmehr habe der Flieger mit Funktionsstörungen zu kämpfen gehabt. "Die Maschine hatte mit beiden Tragflächen Bodenberührung. Und eine kontrollierte Landung war nicht mehr möglich", erklärte ein Sprecher der Luftwaffe gegenüber der dpa. Die Crew wurde in einem Krankenhaus untersucht, ob es Verletzte gibt, ist noch unklar. 

Vor wenigen Tagen gab es bereits eine Reifenpanne bei einem Regierungsflieger. Im Januar war auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von einer Flugzugpanne betroffen. Er konnte nicht wie geplant von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen.

Lesen Sie auch: Am Sonntag läuft im Ersten nicht wie gewohnt Anne Will nach dem Tatort. Die Talk-Show entfällt.

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles steht die SPD vorerst ohne Führung da. Am Montagvormittag trifft sich der Parteivorstand, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Video: Berlin kauft neue Regierungsflieger für 1,2 Milliarden Euro

Auch bei zwei Kampfjets der Bundeswehr kam es kürzlich zu einer Panne.Zwei Eurofighter kollidierten bei Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern.

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