Schäuble verteidigt Anleihekäufe der EZB

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Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die notfalls unbegrenzten Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank verteidigt. Er habe Vertrauen in die Behörde.

„Würde sie eine Summe nennen, wäre es eine Einladung an die Spekulanten dagegen zu spekulieren“, sagte Schäuble im Deutschlandfunk. Die Zentralbank handele unabhängig und erfülle ihren Auftrag seit zehn Jahren zuverlässig. „Ich habe Vertrauen in die EZB.“ Er respektiere aber auch den Widerstand von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gegen das Programm.

Die Finanzminister der Euroländer treffen sich derzeit im zyprischen Nikosia, um über Krisenländer wie Spanien und Griechenland zu beraten. Bei Spanien geht es um die Frage, ob das Land als erstes Mitglied der Eurozone sich an die Euro-Rettungsfonds wendet und auf stützende Anleihekäufe durch die EZB setzt.

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Die EZB hatte vor gut einer Woche den Weg für notfalls unbegrenzte Käufe von Staatsanleihen von Euro-Krisenstaaten wie Spanien und Italien freigemacht, wobei die Staaten Hilfen bei den Euro-Rettungsfonds beantragen müssen. Letzteres ist mit Auflagen verbunden. Dann würde die EZB die Notenpresse anwerfen und bereits gehandelte Staatspapiere kaufen, allerdings nur mit ein bis drei Jahren Laufzeit.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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