Dramatischer Hilferuf aus Transporter

Kind rettet mit SMS Flüchtlingen das Leben

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Mit einer SMS aus einem Transporter heraus hat ein Junge Flüchtlingen das Leben gerettet

London - Mit einer SMS-Nachricht aus dem Inneren eines Lastwagens hat ein afghanischer Junge sich und 14 weitere Flüchtlinge womöglich vor dem Erstickungstod gerettet.

"I ned halp darivar no stap car no oksijan in the car no signal iam in the cantenar. Iam no jokan valla." So lautete der dramatische Hilferuf des Siebenjährigen. Übersetzt: Ich brauche Hilfe, Der Fahrer stoppt den Wagen nicht. Kein Sauerstoff im Wagen. Kein Signal. Ich bin in einem Container. Ich mache keinen Witz. Ich schwöre."

Ahmed, der im Flüchtlingslager in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais gelebt habe, sei in dem Laster illegal auf dem Weg nach Großbritannien gewesen,teilte die Hilfsorganisation „Help Refugees“ am Samstag mit. Als er im Laderaum kaum noch Luft bekam, habe er eine SMS an zwei Helferinnen in Calais abgesetzt. Diese hätten die britische Polizei verständigt, die dann das Handy orten konnte und die 15 Flüchtlinge rettete.

Die glückliche Rettung sei einerseits der Fähigkeit des Jungen zu verdanken, die gefährliche Lage zu erfassen, schrieb die Organisation. Genauso wichtig sei, dass ihm die Helferinnen ein Handy mit Guthaben und Notfallnummern gegeben und ihm eingeschärft hätten, sie bei Gefahr zu kontaktieren. „Das erste, was ich tat, war, die Rettungsdienste anzurufen, die Polizei einzuschalten und ihr zu sagen, dass es um Leben und Tod geht“, sagte eine der beiden Helferinnen der BBC.

Nach Angaben der Polizei wurden 14 Menschen wegen illegaler Einreise sowie ein Mann wegen des Verdachts festgenommen, sie nach Großbritannien geschmuggelt zu haben. Für den Jungen wurden demnach "Schutzmaßnahmen" eingeleitet.

dpa/AFP/wes

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