Waffenruhe im Juli gescheitert

Steinmeier warnt Türkei vor "Überreaktion" im PKK-Konflikt

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Türkische Soldaten fahren mit einem gepanzerten Fahrzeug durch die Straßen von Diyarbakir.  Foto: dpa/Archiv

Berlin - Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die türkische Regierung im Konflikt mit der kurdischen Untergrundorganisation PKK zur Mäßigung aufgerufen.

"Wir verfolgen mit Sorge von Woche zu Woche eine weitere Eskalation der Gewalt", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Bei allem Verständnis für eine angemessene Reaktion auf terroristische Angriffe hoffe ich doch, dass die Regierung in Ankara sich darum bemüht, die Lage zu beruhigen und auf Überreaktionen verzichtet."

Die Waffenruhe zwischen der PKK und der Regierung war im Juli gescheitert. Inzwischen kommt es vor allem im Südosten des Landes fast täglich zu tödlichen Anschlägen und Gefechten. In der Türkei finden am 1. November Neuwahlen statt, nachdem Koalitionsgespräche gescheitert waren.

Steinmeier sagte, Deutschland habe ein Interesse an einem Gelingen der Wahlen und innerer Stabilität in der Türkei. "Alle zur Wahl stehenden Parteien müssen Gelegenheit haben, sich mit ihren politischen Vorstellungen vor der anstehenden Parlamentswahl zu präsentieren." Bei der Wahl im Juni hatte die AKP ihre Parlamentsmehrheit verloren, die Kurdenpartei HDP übersprang erstmals die Zehn-Prozent-Hürde.

dpa

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