Stromtrasse Suedlink

Bouffier: "Unfreundlicher Akt" seitens der CSU

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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Wiesbaden - Die CSU will die Stromtrasse Suedlink vor allem durch Baden-Württemberg und Hessen führen. Volker Bouffier bezeichnete diesen Vorstoß nun als "unfreundlichen Akt" und versprach Kontra.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat im Streit um den Verlauf der Stromtrasse Suedlink nachgelegt. Den Vorschlag aus Bayern, die Trasse hauptsächlich durch Baden-Württemberg und Hessen führen zu lassen, bezeichnete er am Montag im Privatsender Hit Radio FFH als einen „unfreundlichen Akt gegenüber den Nachbarländern“. „Wir werden das nicht mitmachen“ sagte er zu dem CSU-Vorstoß. Bouffier rechnet jedoch nicht damit, dass sich die Bayern durchsetzen können. Die hessischen Grünen sprachen in einer Mitteilung von einem abenteuerlichen Vorschlag und warfen der CSU Egoismus vor.

Die rund 800 Kilometer lange Stromtrasse Suedlink soll künftig den Strom aus Windparks im Norden in den Süden Deutschlands transportieren. Die Planungen für den Verlauf der Stromleitung lösen seit langem Streit und Diskussionen aus. Ein CSU-Vorstoß sieht nun vor, die Trassenstrecke nach Westen zu verschieben, so dass Baden-Württemberg und Hessen stärker betroffen wären. Kritiker befürchten, dass die Gleichstromtrasse mit bis zu 75 Meter hohen Masten Lebensqualität und Tourismus schaden wird. Sie bezweifeln die Notwendigkeit des Netzausbauvorhabens. Suedlink soll nach Angaben von Tennet mehr als 20 Milliarden Euro kosten.

dpa

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