Stuckrad-Barre lässt ihn kiffen

FDP-Mann Lindner raucht im TV einen Joint

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Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Lindner (48) kifft in der TV-Show "Stuckrad-Barre" (Tele 5).

Berlin - So liberal hat sich noch kein FDP-Politiker im Fernsehen gegeben: Martin Lindner (48), hat in der TV-Show "Stuckrad-Barre" testweise an einem Joint gezogen. Die Kritik folgt auf dem Fuße.

Der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP, reagierte ganz cool, als ihm in der Tele 5-Sendung vom Moderator Marihuana angeboten wurde. Fachmännisch überprüfte er den Joint, roch daran - und bezweifelte zunächst dessen Echtheit. Dann die Überraschung: Der FDP-Spitzenpolitiker bot sich als Testkiffer an.

Ist der echt? FDP-Spitzenpolitiker Martin Lindner riecht bei "Stuckrad-Barre" (Tele 5) an einem Joint.

Aus Nichtraucherschutzgründen verließen dann Stuckrad-Barre und Lindner spontan das Studio, um an der frischen Luft den Test zu machen. Nach einem langen Zug nickte der FDP-Mann anerkennend: "Tatsächlich. Echt!"

Auf die Frage Stuckrad-Barres, wie es ihm jetzt ginge, antwortete Lindner: "Saugut!" Offenbar kann der wirtschaftpolitische Sprecher seiner Partei aber seine Vorliebe für Gras nicht ganz offen ausleben: "Die Drogenbeauftragte ist Mitglied der FDP, ich muss mich hier zurückhalten."

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), hat Lindner wegen seines öffentlichen Marihuanakonsums getadelt. Lindner habe als Abgeordneter „eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion“, sagte Dyckmans am Donnerstag in Berlin. „Eine Verharmlosung des Cannabiskonsums in der Öffentlichkeit sendet ein völlig falsches Signal aus.“

Cannabis sei eine illegale Droge und unterliege dem Betäubungsmittelgesetz, betonte Dyckmans. Außerdem sei Cannabis „gesundheitlich eben nicht unbedenklich“, es gingen gerade für Jugendliche und junge Erwachsene erhebliche gesundheitliche Gefahren aus. Dies belegten gestiegene Behandlungszahlen in den Suchthilfeeinrichtungen.

Ob der Joint tatsächlich Marihuana enthielt, konnte Lindner dennoch nicht sagen. „Dafür fehlt mir die Erfahrung. Ich kann es aber nicht ausschließen.“ Auf die Frage, ob er auch inhaliert habe, antwortete Linder: „Natürlich nicht!“ Der Politiker nahm es locker: „Das ist eine Spaß-Sendung.“

Offenbar tat der verblüffende Sendungseinstieg dem FDP-Granden gut - in Benjamin von Stuckrad-Barres Latenightshow ließ er sich im Anschluss zu einem gemeinsamen politischen Workout mit Liegestützen und Sit-Ups einladen - und nahm in einem "FDP-Callcenter" wütende Anrufe entgegen.

Publikum feiert Lindner für Einsatz

Wie entspannt Lindner dabei blieb, zeigt das Ergebnis einer Live-Umfrage im 'Stuckrad-Barre'-Publikum: Fast 40 Prozent der Zuschauer wünschen sich Martin Lindner sofort als Nachfolger des glücklosen Vorsitzenden Rösler an die Spitze der FDP.

Zu sehen ist Lindners Auftritt am Donnerstag um 23.10 Uhr auf Tele 5.

fro/dpd

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