Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Appell von Svenja Schulze

Ministerin fordert: Fleischkonsum wegen Ukraine-Krieg einschränken

Plenarsitzung im Bundestag in Berlin Svenja Schulze (Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
+
Entwicklungsministerin Svenja Schule im Bundestag. (Archivfoto)

Der Getreidepreis steigt wegen des Ukraine-Krieges deutlich an. Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze warnt. 

Berlin – Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze (SPD*) hat an die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland appelliert, weniger Fleisch zu essen und damit den Hunger in der Welt zu reduzieren. „60 Prozent des weltweit produzierten Maises wird an Tiere verfüttert, in der EU ist es bei Weizen ähnlich“, sagte Schulze den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). „Es würde der Getreideversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern mittel- und langfristig sehr helfen, wenn wir in den reichen Ländern weniger tierische Produkte essen würden.“

„Wenn wir in Deutschland die Schweinefleischproduktion um 30 Prozent reduzieren würden, wäre eine Ackerfläche von einer Million Hektar frei – etwa ein Zehntel der Ackerfläche in Deutschland. Darauf könnte man fünf Millionen Tonnen Getreide anbauen“, betonte Schulze weiter. Längerfristig würde sich so weltweit die Versorgungslage verbessern.

Ukraine-Konflikt: Svenja Schulze appelliert, weniger Fleisch zu essen

Wegen des Ukraine-Konflikts* sind die Weizenpreise stark gestiegen. Die Ukraine* und Russland* gehören zu den Haupt-Exporteuren des Getreides. Entwicklungshilfeorganisatoren warnen wegen des voraussichtlichen Ernteausfalls durch den Krieg vor Hunger und politischer Instabilität in Entwicklungsländern.

Unterdessen bekräftigte Schulze ihre Forderung, im geplanten Ergänzungshaushalt deutlich mehr Geld für ihr Ressort vorzusehen. Die bisher beabsichtigte Kürzung des Entwicklungsetats passe „eindeutig nicht“ zur gegenwärtigen Lage. Es gebe derzeit eine „noch nie dagewesene Häufung von Krisen“, betonte sie. „Der russische Angriff auf die Ukraine kommt ja zur Corona-Pandemie*, zum Artensterben und zum Klimawandel noch dazu - und all das ist wiederum verbunden mit Ernährungskrisen und Fluchtbewegungen“, sagte Schulze.

Svenja Schule (SPD): Akuthilfe für die Ukraine

„Ich erwarte deshalb, im Ergänzungshaushalt zusätzliche Mittel für die Abfederung der Folgen des Ukraine-Kriegs für die Entwicklungszusammenarbeit zu bekommen“, sagte sie. Schulze sagte, dass ihr Ressort inzwischen 80 Millionen Euro aus laufenden Programmen für die Akuthilfe für die Ukraine umgeschichtet habe. Mit dem Geld wird der Ministerin zufolge unter anderem das UN-Kinderhilfswerk Unicef unterstützt, das Menschen auf der Flucht versorgt und psychologisch betreut. (marv/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Kommentare