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News-Ticker

Ukraine-Krieg: Weiterhin keine Fluchtkorridore für zivile Bevölkerung

In Lwiw sind Raketen eingeschlagen. In Kiew soll es Explosionen gegeben haben. Sichere Fluchtmöglichkeiten gibt es nicht. Die Lage im Ukraine-Krieg im Live-Ticker.

+++ 15.10 Uhr: Den zweiten Tag in Folge konnten von ukrainischen und russischen Truppen keine Fluchtkorridore für Zivilistinnen und Zivilisten in umkämpften Regionen errichtet werden. „Aus Sicherheitserwägungen wurde heute die Entscheidung getroffen, keine humanitären Korridore zu eröffnen“, teilte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Montag laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Am Sonntag (17.04.2022) seien diesbezüglich lange Verhandlungen geführt worden – allerdings ohne Ergebnis. Wereschtschuk warf der russischen Seite vor, Fluchtrouten zu beschießen. Zuletzt konnten am Samstag (16.04.2022) etwa 1500 Menschen über Evakierungskorridore in sichere Gebiete gerettet werden.

Eine Mutter umarmt ihre Tochter, während sie auf einen Bus warten, um aus der Stadt Slowjansk im Bezirk Donezk nach Riwne im Nordwesten der Ukraine zu fliehen.

Im seit Wochen umkämpften Mariupol geht der ukrainische Polizeichef Michajlo Werschinin von rund 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern aus, die in der Hafenstadt festsitzen. Die humanitäre Katastrophe ist katastrophal. Russische Truppen ließen die noch verbliebenen Menschen, im Gegenzug für Lebensmittel, Trümmer wegräumen sowie Leichen bergen und in Massengräbern beerdigen, behauptete Werschinin.

Ukraine-Krieg: Sechs Tote und elf Verletzte bei Raketenangriffen auf Lwiw

+++ 12.30 Uhr: Bei Raketenangriffen auf die westukrainische Großstadt Lwiw (s. Update v. 09.10 Uhr) sind nach dortigen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, auf seiner Facebook-Seite. Die Rettungskräfte seien im Einsatz, sagte er. Über die Anzahl der Raketen gibt es unterschiedliche Angaben. Sadowyj sprach von fünf Einschlägen, Gebietsgouverneur Maxym Kosyzkyj von vier Raketen. Drei davon hätten Militärobjekte getroffen, eine sei auf ein ziviles Objekt, einen Reifenservice, abgeschossen worden, teilte er mit. Daneben sollen auch ein Hotel und rund 40 Autos beschädigt worden sein.

Ukraine-Krieg: Straßenkämpfe in Kleinstadt im Gebiet Luhansk

+++ 11.00 Uhr: Die russischen Streitkräfte sind nach ukrainischen Angaben in die Kleinstadt Kreminna im Gebiet Luhansk einmarschiert. „In der Nacht konnte der Feind bis Kreminna vorstoßen, nur festsetzen konnte er sich dort nicht. Die Kämpfe direkt in der Stadt halten an“, teilte der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, auf seiner Facebook-Seite mit. Kreminna sei neben der Stadt Rubischne, um die seit eineinhalb Monaten erbittert gekämpft werde, derzeit der größte Krisenherd, so Hajdaj. Russische Panzertechnik sei in großem Umfang in die Stadt eingefahren. Zudem berichtete Hajdaj über den massiven Beschuss der Stadt, durch den mehrere Wohnhäuser und ein Sportkomplex beschädigt worden seien.

+++ 10.00 Uhr: Bei den Raketenangriffen am Morgen in der westukrainischen Stadt Lwiw sind nach Angaben des Gouverneurs mindestens sechs Menschen getötet worden (s. Update v. 9.10 Uhr).

Ukraine-Krieg: Russland mit Vorbereitungen für Ost-Offensive fast fertig

+++ 09.45 Uhr: Das russische Militär hat nach ukrainischen Angaben seine Vorbereitungen für eine neue Offensive im Donbass fast beendet. „Im östlichen Einsatzgebiet schließen die Streitkräfte der russischen Föderation die Bildung einer Angriffstruppe ab“, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. „Die Hauptanstrengungen unternimmt der Feind im Bereich der Ortschaften Lyman, Kreminna, Popasna und Rubischne, zudem hat er versucht, die volle Kontrolle über Mariupol herzustellen“, hieß es weiter.

Ukraine-Krieg: Russland startet Raketenangriffe

+++ 09.10 Uhr: Die russische Armee hat nach ukrainischen Angaben am Morgen Raketenangriffe auf die westukrainische Stadt Lwiw (Lemberg) gestartet (s. auch Update v. 08.30 Uhr). Bürgermeister Andrij Sadowyj schrieb nun auf seiner Facebook-Seite von „fünf gezielten Raketenschlägen gegen Lwiw“. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr seien bereits vor Ort.  Ein Anwohner im Südwesten von Lwiw berichtete der Nachrichtenagentur AFP, er habe dicke graue Rauchwolken gesehen, die hinter Wohnhäusern in den Himmel gestiegen seien. Berichte über Schäden und Opfer gibt es noch nicht. Medienberichten zufolge herrscht in Lwiw immer noch Luftalarm. Weitere Angriffe werden nicht ausgeschlossen.

Unterdessen berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Bei Angriffen in der Region Dnipropetrowsk im Süden des Landes sind laut Medienberichten zwei Menschen verletzt worden.

+++ 08.30 Uhr: In der westukrainischen Stadt Lwiw sowie in der südlichen Region Dnipropetrowsk hat es laut Behörden am Morgen mehrere Explosionen gegeben. Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, sprach von fünf Raketen, die in der Stadt eingeschlagen seien. Über Opfer und Schäden gab es zunächst keine Informationen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert Waffen

Update vom Montag, 18.04.2022, 07.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Verzögerungen bei Waffenlieferungen an sein Land kritisiert. Angesichts einer erwarteten neuen Offensive russischer Truppen bedeute dies „eine Erlaubnis für Russland, das Leben von Ukrainern zu nehmen“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Er nannte keine Länder beim Namen. Jedoch hatte es zuletzt in Deutschland Streit in der Ampel-Koalition über die Lieferung schwerer Waffen gegeben. Politiker von Grünen und FDP hatten Bundeskanzler Olaf Scholz Zaudern vorgeworfen.

Ukraine-Krieg: Kampf um Mariupol dauert an

+++ 20.43 Uhr: Der Kampf um die belagerte südukrainische Hafenstadt Mariupol dauert auch nach dem Verstreichen eines russischen Ultimatums an. Der ukrainische Generalstab berichtete am Sonntagabend von russischen Raketen- und Bombenangriffen auf die Stadt mit früher mehr als 400 000 Einwohnern. Dabei kämen auch Überschallbomber vom Typ Tu-22M3 zum Einsatz. Besonders in der Nähe des Hafens und des Stahlwerks Asowstal gebe es Angriffsversuche.

Regierungschef Denys Schmyhal sagte dem US-Sender ABC, die Stadt sei nicht gefallen. Die ukrainischen Soldaten würden in Mariupol „bis zum Ende kämpfen“. Außenminister Dmytro Kuleba berichtete im US-Sender CBS, die eigenen Truppen seien „im Grunde eingekreist“ von russischen Truppen, die Mariupol dem Erdboden gleichmachen wollten. Wörtlich sagte Kuleba: „Die Stadt existiert nicht mehr.“

Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt harte Gegenwehr an

+++ 18.06 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts des befürchteten russischen Großangriffs im Osten des Landes harte Gegenwehr angekündigt. „Wir werden unser Territorium nicht aufgeben“, sagte Selenskyj dem US-Nachrichtensender CNN laut englischer Übersetzung in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. Die Schlacht in der Region Donbass könne den Verlauf des gesamten Krieges beeinflussen. Die Ukraine müsse sich daher behaupten.

+++ 16.00 Uhr: Die verbliebenen ukrainischen Kämpfer in Mariupol werden sich nach Angaben der Regierung in Kiew auch nach Ablauf eines russischen Ultimatums nicht ergeben. Die letzten Verteidiger der strategisch wichtigen Hafenstadt „werden bis zum Ende kämpfen“, sagte Regierungschef Denys Schmyhal am Sonntag (17.04.2022) dem US-Fernsehsender ABC.

Russland hatte den ukrainischen Kämpfern eine Frist bis Sonntagmittag gestellt, um ihre Waffen niederzulegen und die Stadt zu verlassen. Die russische Armee gibt an, nach wochenlangen Kämpfen die Kontrolle über Mariupol übernommen zu haben. Etwa 400 ukrainische Kämpfer befanden sich demnach zuletzt aber noch in den Stahlwerken der Hafenstadt.

+++ 13.00 Uhr: Im ostukrainischen Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Zivilisten durch russischen Beschuss mit Artillerie und Raketen getötet worden. 31 Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Oleh Synjehubow, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Insgesamt hätten die russischen Truppen 23 Mal Teile der Gebietshauptstadt Charkiw und Ortschaften im Gebiet beschossen. Zudem gab es einen Raketenangriff. Synjehubow warnte die Einwohner von Charkiw davor, ohne triftigen Grund ins Freie zu gehen.

+++ 11.45 Uhr: Die in Mariupol kämpfenden ukrainischen Truppen wollen sich nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums nicht ergeben. Die Einheiten, darunter 400 ausländische Söldner, hätten sich in dem Stahlwerk Asowstal verschanzt, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau. „Im Fall einer weiteren Gegenwehr werden sie alle vernichtet“, sagte Konaschenkow. Nach russischen Angaben sollen in dem Werk etwa 2500 Kämpfer sein, die die Stadt gegen eine komplette Eroberung verteidigen wollen.

Ukraine-Krieg: Bürgermeister im Kiewer Gebiet meldet Raketenangriff

+++ 10.05 Uhr: In der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist in dem Ort Browary nach Behördenangaben bei einem russischen Raketenangriff ein Teil der Infrastruktur getroffen worden. Es könne zu Unterbrechungen bei der Wasser- und Stromversorgung kommen, sagte Bürgermeister Ihor Sapaschko in einem Video. Der Rathauschef rief in seinem Nachrichtenkanal bei Telegram die Menschen in der Stadt rund zwölf Kilometer nordöstlich von Kiew auf, die Ruhe zu bewahren.

Derweil teilten die Behörden in der Hauptstadt Kiew mit, dass es dort ruhig geblieben sei – abgesehen vom Luftalarm. Anders als am Vortag habe es keine neuen Explosionen gegeben. Ein Sprecher der Stadt betonte, es sei zu früh, von einer sicheren Lage zu sprechen.

Ukraine-Krieg: Russland setzt Luftangriffe auf Mariupol fort

+++ 07.10 Uhr: Die russische Armee hat ukrainischen Angaben zufolge Luftangriffe auf die Hafenstadt Mariupol fortgesetzt. Das teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Sonntag mit. Angriffe seien auch im Bereich des Hafens erfolgt, hieß es weiter. Russische Einheiten bereiteten sich zudem „vermutlich“ auf eine Marineoperation zur Landung in Mariupol vor.

Ukraine-Krieg: Lage in Mariupol äußerst angepannt

Update vom Sonntag, 17.04.2022, 06.00 Uhr: In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol ist die Lage laut Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerst ernst. In einer Videobotschaft in der Nacht zu Sonntag beschuldigte Selenskyj Moskau, bewusst zu versuchen, alle Menschen in Mariupol auszulöschen.

Derweil rief die russische Armee die ukrainischen Streitkräfte in Mariupol zur Aufgabe auf. Unter Berücksichtigung der „katastrophalen Situation“ im Stahlwerk Asowstal biete man den eingeschlossenen ukrainischen Kämpfern sowie „ausländischen Söldnern“ an, die Feindseligkeiten einzustellen und am Sonntag ab 6.00 Uhr Moskauer Zeit (5.00 Uhr MEZ) die Waffen niederzulegen, hieß es in einer Mitteilung von Generaloberst Michail Misinzew aus dem russischen Verteidigungsministerium. Allen, die ihre Waffen niederlegten, sei ihr Leben garantiert.

Ukraine-Krieg: Tote nach Angriffen auf Charkiw – Sjewjerodonezk zu 70 Prozent zerbombt

Update vom Samstag, 16.04.2022, 05.30 Uhr: Die Stadt Sjewjerodonezk in der Region Luhansk wurde offenbar bereits zu 70 Prozent durch Bombardierungen zerstört. Das teilte Olexandr Strjuk, Chef der örtlichen Militärverwaltung, mit. Insbesondere Straßen seien erheblich beschädigt, zudem funktioniere die Wasserversorgung nicht mehr. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen sollen Busse mit Flüchtenden beschießen

+++ 14.00 Uhr: Die ukrainische Regierung berichtet, dass russische Truppen Busse voller flüchtender Menschen in der Ostukraine beschießen. Dabei soll es bereits sieben Tote gegeben haben. 27 weitere Menschen sollen durch den Angriff russischer Soldaten in der Ortschaft Borowa im Kreis Isjum verletzt worden sein, teilte zudem die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw mit. Ermittlungen wegen Mordes seien bereits eingeleitet worden, hieß es. Das berichtet unter anderem das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland hat sich bisher nicht dazu geäußert.

+++ 06.30 Uhr: Russlands Kriegsschiff „Moskwa“ sinkt nach einem mutmaßlichen Raketenangriff der Ukraine. Der Kreml beschwichtigt, die USA sprechen von einem „schweren Schlag“.

Update vom Freitag, 15.04.2022, 05.00 Uhr: In den Städten Kiew und Cherson haben sich in der Nacht auf Freitag offenbar schwere Explosionen ereignet. Übereinstimmenden Berichten ukrainischer Medien zufolge wurde unter anderem der Luftalarm ausgelöst. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet zudem, dass es auch in Luhan und Saporischschja Detonationen gegeben haben soll. In Kiew soll es deshalb zeitweise einen Stromausfall gegeben haben. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen. Wer hinter den mutmaßlichen Explosionen steckt, ist unklar.

Ukraine-Krieg: Russisches Kriegsschiff „Moskwa“ in Flammen

Erstmeldung vom Donnerstag, 14.04.2022, 07.00 Uhr: Das russische Kriegsschiff „Moskwa“ ist laut russischen Staatsmedienberichten bei einer Explosion von Munition „schwer beschädigt“ worden. „Infolge eines Feuers ist Munition auf dem Raketenkreuzer ‚Moskwa‘ detoniert. Das Schiff wurde schwer beschädigt“, teilte das russische Verteidigungsministerium den Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti zufolge am Donnerstag mit. Die Ukraine hatte zuvor gemeldet, das wichtigste Schiff der russischen Schwarzmeerflotte beschossen zu haben.

Es sei eine Untersuchung zur Ursache des Feuers eingeleitet worden, hieß es laut den Agenturen in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Die Besatzung des Schiffs sei in Sicherheit gebracht worden. Der Gouverneur der südukrainischen Region Odessa, Maxym Martschenko, hatte zuvor erklärt, die „Moskwa“ sei mit ukrainischen Raketen vom Typ „Neptun“ attackiert worden. Der ukrainische Präsidentschaftsberater Olexij Arestowytsch erklärte, das „Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte“ stehe in Flammen.

Die „Moskwa“ war zu Sowjetzeiten in der ukrainischen Stadt Mykolajiw gebaut worden und laut russischen Medienberichten 1983 in Betrieb gegangen. Im Jahr 2015 war das Kriegsschiff mit seiner 510-köpfigen Besatzung laut Tass im östlichen Mittelmeer im Einsatz gewesen, um von dort aus den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien abzusichern.

(tu/as/ktho/as/ms/cs mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Petros Giannakouris/dpa

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