„Ins Stocken geratenen Verhandlungen“

China will, dass USA und Nordkorea  Dialog über atomare Abrüstung fortsetzen

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Xi Jinping (r), Präsident von China, und Ri Yong Ho, Außenminister von Nordkorea, geben sich in der Großen Halle des Volkes die Hand.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat die USA und Nordkorea aufgefordert, die ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine atomare Abrüstung Nordkoreas fortzusetzen.

Peking - Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, traf Xi am Freitag in Peking mit dem nordkoreanischen Außenminister Ri Yong Ho zusammen. Bei dieser Gelegenheit habe Xi die Hoffnung geäußert, dass Washington und Pjöngjang ihre "legitimen Interessen" zum Ausdruck bringen, damit der Prozess der Friedensgespräche für die koreanische Halbinsel weiterhin "positive Fortschritte" machen könne.

Peking hofft auf die Beibehaltung des Dialogs

Ri sagte demnach, Nordkorea bleibe der atomaren Abrüstung der Halbinsel verpflichtet. Das chinesische Außenministerium erklärte nach einem Treffen zwischen Ri und dem chinesischen Außenminister Wang Yi, Peking hoffe auf die Beibehaltung des Dialogs zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und den Vereinigten Staaten, damit die im Juni vereinbarten Ziele erreicht werden könnten.

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un waren imJuni in Singapur zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengetroffen. Kim willigte dabei in eine "Denuklearisierung" seines Landes ein. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt. Beide Seiten streiten seither über die Auslegung der Vereinbarungen.

Trump hofft auf ein zweites Gipfeltreffen mit Kim

Trump beriet am vergangenen Wochenende am Rande desG20-Gipfels in Argentinien nach eigenen Angaben mit mehreren Staats- und Regierungschefs über Nordkorea. Bei seinem Abendessen mit Xi habe dieser zugesichert, in der Frage zu "100 Prozent" mit den USA zusammenzuarbeiten. Trump fügte hinzu, er hoffe auf ein zweites Gipfeltreffen mit Kim zu Beginn des Jahres 2019.

Pjöngjang lehnt eine vollständige nukleare Abrüstung ohne Gegenleistungen ab und drohte mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms, sollte die US-Regierung die Wirtschaftsblockade gegen Nordkorea nicht aufheben.

AFP

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