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Verband warnt

Flüchtlingskinder brauchen 50.000 neue Lehrer

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Junge Flüchtlinge in einer Schulklasse (Archivbild).

Passau - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus aus Niederbayern, fordert deutlich mehr Lehrer für Flüchtlingskinder.

Die bisher von den Bundesländern geplanten 7835 zusätzlichen Lehrerstellen seien nur „ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte Kraus der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Auch die von der Kultusministerkonferenz errechneten gut 20 000 Lehrer würden auf Dauer nicht ausreichen.

„Über kurz oder lang werden wir 400 000 bis 500 000 schulpflichtige Flüchtlingskinder in Deutschland haben. Da ist man schnell bei einer Größenordnung von bis zu 50 000 Lehrern, die benötigt werden“, mahnte Kraus.

Die Länder hatten im Oktober ihre Gesamtkosten für die Schulbildung von Flüchtlingskindern 2014/15 auf mindestens 2,3 Milliarden Euro beziffert. Bei rund 325 000 Schülern unter den Asylbewerbern würden voraussichtlich über 20 000 Lehrer mehr benötigt, so die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brunhild Kurth. Trotz der Länderzuständigkeit im Schulbereich müsse der Bund mehr Hilfe leisten.

Der Deutsche Lehrerverband ist nach eigenen Angaben die Dachorganisation von 160 000 Lehrern, die in Bundesverbänden organisiert sind.

dpa

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