Verkehrsminister will Preisbremse für Benzin

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Erfurt - Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) will sich im Bundesrat für eine Preisbremse für Spritpreise stark machen. Er hat auch schon einen konkreten Plan, wie er den Konzernen Einhalt gebieten will.

Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) will sich im Bundesrat für die Idee stark machen, Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen zu dürfen. Er werde sich für die Einführung einer solchen Preisbremse einsetzen, teilte Carius am Dienstag in Erfurt mit.

In der Koalition gibt es schon seit längerem entsprechende Überlegungen. Die Verbraucherschutzbeauftragte der Unionsfraktion, Mechthild Heil (CDU), fordert eine Regelung nach österreichischem Vorbild, wonach Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise anheben, aber so oft senken dürfen, wie sie wollen. Im November hatte Heil sich in der „Berliner Morgenpost“ mit Blick auf entsprechende gesetzliche Regelungen optimistisch gezeigt. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Verkehrsminister Peter Ramsauer (beide CSU) hätten in dieser Frage bereits Unterstützung signalisiert.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

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Zuletzt hätten die Tankstellen oft mehrmals täglich an der Preisschraube gedreht, kritisierte Carius. Die Landesregierung werde einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Bundesrat einreichen. Parallel zur Preisbremse sollen Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber verpflichtet werden, ihre aktuellen Preise im Internet zu veröffentlichen. „Damit schaffen wir größtmögliche Transparenz für die Verbraucher.“ Die derzeitige Preiskalkulation belaste vor allem Logistikunternehmer, Handwerker, Pendler und Familien.

Carius unterstützt auch das vom Bund angekündigte Verbot von Preis-Kosten-Scheren. Danach darf ein Unternehmen mit überlegener Marktmacht von kleineren Unternehmen keine höheren Preise fordern, als es selbst auf dem Markt anbietet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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