Energiepolitik

Zeil: Gaswerk Irsching "bleibt am Netz"

München - Die drohende Stillegung des Gaskraftwerks Irsching will die Staatsregierung abwenden: "Das Gaskraftwerk 5 bleibt auf jeden Fall am Netz", sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil.

Zeil will Aus für Gaskraftwerk Irsching verhindern

München (dpa/lby) - Die bayerische Regierung will die Stilllegung eines der effektivsten Gaskraftwerke der Welt im oberbayerischen Irsching verhindern. „Das Gaskraftwerk Irsching 5 bleibt auf jeden Fall am Netz. Und zwar auch dann, wenn die Betreiber E.ON, N-Ergie, Mainova und HSE die Anlage stilllegen wollen“, sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Dienstag in München. Laut Gesetz könne der Netzbetreiber den Erhalt der Betriebsbereitschaft anordnen, „wenn ein Kraftwerk für die Systemstabilität unverzichtbar ist. Das ist bei Irsching der Fall“, erklärte er.

Zum Atomausstieg werden Gaskraftwerke gebraucht, um Schwankungen bei der Wind- und Sonnenenergie abzufedern. Wegen des Einspeise-Vorrangs für Ökostrom lassen sich Gaskraftwerke aber kaum noch wirtschaftlich betreiben. Zeil forderte, sie künftig unabhängig von der produzierten Strommenge zu bezahlen. Die Kraftwerksbetreiber wollten die Öffentlichkeit verunsichern und Druck auf die Politik ausüben. Aber „die Versorgungssicherheit Bayerns eignet sich nicht als politischer Spielball“.

Die Staatsregierung wollte eigentlich sogar vier neue Gaskraftwerke bauen lassen, um künftig fehlenden Atomstrom zu ersetzen. Aber es sind keine Investoren in Sicht. Irsching 5 leistet 860 Megawatt - fast so viel wie ein kleines Atomkraftwerk.

dpa

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