Wunschnachfolger steht fest

Kubicki: Rösler muss weg, wenn...

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Wolfgang Kubicki (rechts) will eine Neuausrichtung der FDP - mit oder ohne den aktuellen Parteichef Philipp Rösler

Hamburg - Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hat sich für eine Neuausrichtung seiner Partei ohne den bisherigen Chef Philipp Rösler ausgesprochen.

An der Spitze der Liberalen sähe der Rechtsanwalt am liebsten den nordrhein-westfälischen Landeschef Christian Lindner. “Er ist für mich der geborene neue Bundesvorsitzende“, sagte Kubicki dem Magazin “Stern“ laut Vorabbericht. Menschen begeistern könnten auch Fraktionschef Rainer Brüderle oder Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Kubicki fürchtet, dass seine Partei bei der Bundestagswahl 2013 ohne Chancen ist, sollte die FDP bei den Landtagswahlen in Niedersachsen im Januar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. “Dann muss etwas passieren.“ Auf die Frage, ob die Partei dann einen neuen Bundesvorsitzenden brauche, sagte Kubicki: “Mehr als das: Dann brauchen wir vor allem eine neue politische Ausrichtung.“ Er plädierte für eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl 2013. “Mit Peer Steinbrück als Kanzler könnte ich mir ein Ampelbündnis sofort vorstellen.“

Keine Kampfansage an Rösler?

Kubicki will seine Kritik am Zustand der Bundespartei nicht als Kampfansage an Parteichef Philipp Rösler verstanden wissen. “Die Frage nach einer Ablösung Philipp Röslers stellt sich nicht“, sagte Kubicki am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Wechsel in den Bundestag nicht ausgeschlossen

Er denke intensiv über eine Kandidatur für den Bundestag nach, sagte Kubicki dem Magazin “Stern“ laut Vorabbericht. “Und wenn ich mich dafür entscheide, heißt das auch, dass ich auf dem Parteitag im Mai nicht wieder nur als Kurfürst aus der Provinz für den Vorstand kandidiere, sondern fürs Präsidium.“ Kubicki war bereits von 1990 bis 1992 und Ende 2002 Bundestagsabgeordneter.

dapd/dpa

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