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Kanzlerin sollte Anfang Juli befragt werden

Merkel sagt ZDF-„Sommerinterview“ ab - radikaler Bruch mit Tradition

Aus für Tradition: Merkel sagt „Sommerinterviews“ ab - Das ist der Grund
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Solche Bilder wird es künftig nicht mehr geben: Angela Merkel im Jahr 2015 bei ihrem „Sommerinterview“ für den Sender RTL

Jedes Jahr in den warmen Monaten absolvierte Kanzlerin Angela Merkel die obligatorischen „Sommerinterviews“ fürs TV. Doch damit ist 2019 Schluss.

Berlin - Seit gut 30 Jahren gibt es die Sommerinterviews im ZDF, in den vergangenen Jahren war Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dabei eine feste Größe. Nun ist damit Schluss - zumindest für Merkel.

Denn die Kanzlerin bestreitet in diesem Jahr erstmals nicht mehr die traditionellen Sommerinterviews von ARD und ZDF. Ein Regierungssprecher erklärte am Donnerstag in Berlin, die Sommerinterviews seien "im Grundsatz" den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien vorbehalten. Daher habe Merkel nach der Abgabe des CDU-Vorsitzes entschieden, erstmals darauf zu verzichten.

Keine „Sommerinterviews“ mit Merkel - aber eine „Sommerpressekonferenz“

Die Kanzlerin werde aber auch in diesem Jahr "selbstverständlich gerne" eine Einladung zu einer Sommerpressekonferenz in der Bundespressekonferenz annehmen, fügte der Regierungssprecher hinzu. Ein Termin hierfür ist noch nicht bekannt.

Für die CDU stellt sich in diesem Sommer die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer den Fragen, wie das ZDF auf Anfrage mitteilte. Den Angaben zufolge wird sie am 7. Juli interviewt. Möglich scheint, dass sie sich dann bohrenden Fragen wird stellen müssen: Der Fortbestand der GroKo ist fraglich, der CDU könnten auch Wahlniederlagen in Ostdeutschland drohen.

„Sommerinterviews“ im ZDF: Steinmeier macht den Auftakt - SPD-Vertreter noch nicht bestimmt

Den Auftakt der Sommerinterviews im ZDF macht den Angaben zufolge am 30. Juni Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Am 14. Juli wird CSU-Chef Markus Söder befragt, eine Woche später Grünen-Chef Robert Habeck, es folgen Linken-Chefin Katja Kipping, AfD-Chef Jörg Meuthen und Mitte August FDP-Chef Christian Lindner. Wer für die SPD zum Gespräch kommt, war zunächst unklar - die Partei hat nach dem Rückzug von Andrea Nahles derzeit ein Übergangs-Führungstrio aus Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel. Die Aufgabe hat letztlich Schwesig übernommen.

Auch beim Sommerinterview der ARD wird Merkel nicht mehr auftreten. Als Interviewpartner sind nach Angaben des Senderverbunds für die CDU Kramp-Karrenbauer, für die FDP Parteichef Lindner und für die im Umfragehoch befindlichen Grünen die Ko-Vorsitzende Annalena Baerbock vorgesehen. Bei der Linken wird Fraktionschef Dietmar Bartsch befragt, bei der AfD Ko-Chef Alexander Gauland, für die SPD ist Schwesig angefragt. Vor dem ZDF-”Sommerinterview” erklärte Christian Lindner, die aktuelle Klimaschutzdebatte sei ihm “ohne die Preise zu benennen” zu abstrakt.

AFP/fn

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