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Diskussion entbrannt

Unverschämt oder erlaubt: Darf ich Essen vom Kreuzfahrtschiff einpacken?

Viele Kreuzfahrtpassagiere nehmen sich Lebensmittel vom Buffet mit, um sich für Landgänge zu versorgen. Bei manchen sorgt das für Entsetzen.

Leckere Gerichte, Brot, Obst und Gemüse: Das Buffet auf Kreuzfahrtschiffen lässt keine Wünsche offen. Bei all dem Überfluss an Lebensmitteln spielen viele Gäste mit dem Gedanken, sich einen kleinen Snack für später einzupacken – zum Beispiel für einen Landgang. Schließlich lässt sich somit ganz einfach etwas Geld sparen. Aber ist das überhaupt erlaubt?

Kreuzfahrt: Warum die Mitnahme von Buffet-Essen problematisch ist

Diese Frage stellte sich kürzlich ein Kreuzfahrtreisender selbst – und beschloss, die Angelegenheit auf dem Diskussionsforum Reddit anzusprechen. „Dürfen wir unsere persönlichen Plastikbehälter mit Essen vom Buffet füllen?“, wollte er dort von den anderen Nutzern wissen. „Wir werden das Schiff verlassen und es erkunden, aber wir wollen Essen vom Schiff mitnehmen und es für später am Tag einpacken, wenn wir unterwegs sind“, erklärt er seinen Plan.

Essen von einem Kreuzfahrt-Buffet auf einem Teller mit Blick auf Meer.

Mit seiner Idee könnte der hungrige Kreuzfahrtpassagier allerdings auf ein Problem stoßen. Zwar würde in der Regel niemand etwas sagen, wenn man sich am Buffet – in Maßen – Lebensmittel mitnimmt, so ein Nutzer. Allerdings: „An vielen Kreuzfahrtzielen ist es nicht erlaubt, Lebensmittel vom Schiff mit an Land zu nehmen, insbesondere Obst, Samen, Nüsse usw.“, so der Hinweis. Vor Ort können nämlich verschiedene Regeln und Zollvorschriften zur Einfuhr von Lebensmitteln gelten, wie auch das Online-Portal Cruisetricks.de schreibt.

Abgesehen davon ist das Essen am Kreuzfahrt-Buffet in der Regel nicht zur Mitnahme gedacht, wie Seetours, eine Vertriebsmarke von Aida, anmerkt. Die meisten Reedereien würden das Packen von Lunchpaketen unterbinden, weil Ausflüge keinen Bestandteil der Pauschalreise darstellen – und eine Kreuzfahrt ist rechtlich gesehen genau das. „Mit anderen Worten: Buffet essen so viel Sie mögen ja, aber nur zu bestimmten Zeiten im Restaurant.“

Ebenfalls nicht erlaubt: Lebensmittel aufs Kreuzfahrtschiff bringen

Umgekehrt dürfen auch keine Lebensmittel von Land mit an Bord genommen werden. Bei der Kreuzfahrtreederei Aida ist es laut Bordordnung zum Beispiel „grundsätzlich nicht erlaubt, Lebensmittel (insbesondere alle Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte, Milchprodukte, Obst und Gemüse) an Bord zu bringen.“ Ausnahmen gibt es lediglich für industriell vom Hersteller verpackte Trockenware, Gewürze oder Süßigkeiten.

Kreuzfahrtpassagiere sollten sich also auf ihrer Reise gut bei ihrer Reederei informieren, welche Waren und Lebensmittel mit und von Bord genommen werden dürfen. Bei manchen Landausflügen ist je nach Dauer eine Mahlzeit bereits inkludiert – lesen Sie sich den Programmablauf also genau durch. Ist das nicht der Fall, müssen Sie sich an Land selbst mit Verpflegung versorgen. Viele Reedereien bieten aber auch ein spezielles Lunchpaket gegen Aufpreis an, wie Seetours schreibt.

Gut versorgt unterwegs: Das gehört in die Reiseapotheke

Verschiedene Medikamente, Verbandszeug und Sonnencreme liegen ausgebreitet auf einem Tuch.
Im Urlaub in wärmeren Gegenden ist es am schönsten, die meiste Zeit barfuß zu laufen. Da hat man sich leicht eine kleine Verletzung zugezogen. Denken Sie also unbedingt an den Verbandskasten. © Imago
Eine Frau gibt sich Augentropfen in die Augen.
Zu viel Zug von der Klimaanlage und schon droht eine Bindehautentzündung. Dem beugen Augentropfen vor. © Imago
400mg Filmtabletten von der Firma Zentiva.
Schmerztabletten helfen gegen Kopfweh und andere Leiden. © Bernd Feil/Imago
Weiße Tabletten in der Packung.
Etwas falsches am üppigen Buffet erwischt? Mit einem Mittel gegen Übelkeit vermeiden Sie unschöne Urlaubsmomente. © Sven Weber/Imago
Eine Frau hält sich mit einer Hand den Bauch und in der anderen Hand eine weiße Pille.
Das Gleiche gilt für Durchfallerkrankungen. Als Mittel gegen Durchfall sind vor allem Kohletabletten ratsam. Sie befördern durchfallerregende Keime aus dem Darm. © Andriy Popov/Imago
Ein Mann erhält eine Impfung in den rechten Oberarm.
Impfungen sind schon vor der Abreise wichtig. Gehen Sie auf Nummer sicher und nehmen Sie Ihren Impfpass mit auf die Reise. © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Frau in Sandalen trägt an jeder Ferse ein Pflaster.
Blasenpflaster für unterwegs sind gerade dann sinnvoll, wenn Sie längere Touren und Wanderungen unternehmen. Es empfiehlt sich auch, ein kleines Päckchen Pflaster für Kratzer und Abschürfungen einzustecken. © Imago
Flüssige Medizin wird auf einen Löffel gegeben.
Halspastillen und Hustensaft sind ebenso wichtige Begleiter auf Reisen. Vor allem dann, wenn es im Urlaubsland kälter als erhofft ist. © Imago
Junge Frau trägt Sonnenschutz auf ihre Haut auf.
Kühlendes Spray und Mittel gegen Sonnenbrand gehören zu den Basics im Urlaub. © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Eine Mücke befindet sich der Haut.
Mittel gegen Juckreiz sind wichtig, ebenso ein Spray gegen Mücken und andere Insekten. © Imago
Taschentücher und ein Nasenspray befinden sich auf einem Tisch.
Ein Nasenspray verschafft bei Schnupfen  Erleichterung. © Sascha Steinach/Imago

Essen vom Kreuzfahrt-Buffet mitnehmen: Kritik von Usern

Auch aus moralischer Sicht finden manche Reddit-Nutzer die Idee verwerflich, sich Essen vom Buffet mit an Land zu nehmen. „Wow, ich kann mir ehrlich gesagt nichts Geschmackloseres vorstellen“, schreibt einer davon. „Nehmen Sie ruhig eine Schachtel Müsliriegel mit, wenn Sie Hunger haben und kein Essen in Sicht ist, aber solche Praktiken sind genau der Grund, warum Venedig keine Kreuzfahrtschiffe mehr in seinen Häfen anlegen lässt. Die Passagiere kamen von Bord, brachten ein Picknick mit, besichtigten die Sehenswürdigkeiten, ließen ihren Müll in der Stadt zurück, gaben so wenig Geld aus, wie sie nur konnten, und segelten wieder ab, wobei sie die Stadt noch abgenutzter zurückließen als zuvor, ohne wirklich viel dazu beizutragen.“

Tatsächlich dürfen große Kreuzfahrtdampfer, die bestimmte Abgasnormen überschreiten, seit gut einem Jahr nicht mehr am Zentrum der Lagunenstadt anlegen. Mit dieser Maßnahme wurde knapp verhindert, dass die historische Altstadt Venedigs vom UNESCO-Welterbekomitee als bedrohtes Welterbe eingestuft wird.

Rubriklistenbild: © Inna Talan/Imago

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