Deutsche Weltmeister im Fruchtsaft trinken

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Frankfurt - Deutschland ist ein echter Saftladen! Die Deutschen sind nämlich Weltmeister im Fruchtsaft trinken. Und greifen hier immer lieber zu regionalen Sorten.

Weltweit verzeichnen nichtalkoholische Getränke das größte Wachstum im Getränkebereich. Ein Trend, der zu einer immer größeren Produktvielfalt im Markt führt. Neben den großen Ernährungstrends "Wellness" und "Functional Food" nimmt das Thema Regionalität auch bei Fruchtgetränken an Bedeutung zu. So testen die Experten des Testzentrums Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in diesem Jahr zahlreiche Fruchtgetränke aus regionalen Obstsorten.

Insgesamt bewerten die Experten die Qualität von 659 Produkten, darunter Fruchtsäfte, Nektare, Schorlen und Smoothies. Aber auch Obst- und Fruchtweine sowie Gemüsesäfte stellen sich dem Expertenurteil. Im Mittelpunkt der DLG-Prüfung am 2. und 3. Mai steht das sensorische Profil des Getränks, also sein Genusswert. Der sensorische Qualitätstest wird durch Analysen im Labor ergänzt. Produkte, die die DLG-Tests bestehen, erhalten eine DLG-Prämierung in Gold, Silber oder Bronze. Die Ergebnisse der Internationalen Qualitätsprüfung werden im Internet unter www.DLG.org/fruchtgetraenketest ab Ende Mai veröffentlicht.

Apfelsaft ist der Hit

Apfel gehört neben Orange zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen im Segment der alkoholfreien Getränke. Es gibt weltweit eine Vielzahl verschiedener Apfelsorten mit süß-mildem bis säuerlich-spritzigem Charakter. Deutschland ist mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 37 Litern Weltmeister bei dem Konsum von Fruchtsaft. Allein 8,5 Liter Apfelsaft trinkt der deutsche Verbraucher im Durchschnitt pro Jahr.

Grund für die Beliebtheit des Apfels liegt in seinem erfrischenden, leicht säuerlichen Geschmack, der bei Verbrauchern auf eine hohe Akzeptanz stößt. Das saftige Fruchtfleisch des Apfels eignet sich hervorragend zur Saftproduktion, für einen Liter Saft benötigt man knapp drei Pfund Äpfel.

Interessant wird die geschmackliche Palette durch die große Anzahl einheimischer und internationaler Apfelsorten. Wie viele es davon gibt, kann nur geschätzt werden. Weltweit hat man über 5.500 Apfelsorten registriert. Allein in Deutschland soll es mehr als 2.000 verschiedene Sorten geben, die klangvolle Namen wie "Morgenduft" oder "Glorie von Holland" tragen. Mit dem Trend zum regionaltypischen Produkt werden aber auch alte, vom Aussterben bedrohte Sorten wiederentdeckt und rekultiviert.

Trend zu Regionalität und Natürlichkeit

Der Trend bei Fruchtgetränken zu Natürlichkeit und Regionalität führt zu einer steigenden Nachfrage nach heimischen Früchten wie Birne oder Mirabelle, darunter auch Sorten, die in "Vergessenheit" geraten sind, wie beispielsweise Quitte oder Rhabarber. "Wenn der eigene Obstgarten zur Rückzugsfläche vom Alltagsstress wird, hat dies Einfluss auf Geschmackspräferenzen und somit auch auf Produktkonzepte", weiß Thomas Burkhardt, Projektleiter Getränke im DLG-Testzentrum Lebensmittel, zu berichten.

Neben dem wachsenden Interesse an regionalen Produkten lässt sich auch weiterhin ein ungebrochener Zitrus-Trend mit den Klassikern Zitrone, Orange und Grapefruit beobachten. Gefragt sind zudem Exoten wie Dalandan oder Kalamansi. Daneben steigen auch die so genannten "Superfruits" in der Gunst der Verbraucher. Dazu zählen vorwiegend rote Früchte und Beeren wie Granatapfel, Açaí, Yangmei, Cranberries oder Blaubeeren. Diese Geschmackstrends prägen nahezu alle Getränkekategorien und sind auch bei den Lebensmitteln und im gesamten Food-Bereich zu beobachten.

(Pressemitteilung DLG e.V.)

Quelle: rosenheim24.de

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