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Meinung

Amoklauf in den USA: Eine nationale Schande

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Friedemann Diederichs

Entsetzen, Trauer und der Ruf nach Konsequenzen. Das sind die Reaktionen auf den Schul-Amoklauf in Texas. Reaktionen, die sich regelmäßig wiederholen. Denn derartige Massenmorde sind mittlerweile ein unauslöschbarer Teil der DNA der USA geworden.

Wie immer gibt es auch jetzt laute Rufe, dass die Politik endlich handeln müsse. Es brauche schärfere Waffengesetze sowie eine Früherkennung und Behandlung von mental instabilen Menschen, die zu solchen Bluttaten fähig seien, heißt es.

Doch wie sieht die Realität im Land aus, in dem statistisch gesehen auf 100 Bürger 121 Waffen kommen? Wer – wie der Amokschütze von Uvalde – 18 Jahre alt ist und nicht beim FBI mit signifikanten Vorstrafen registriert ist, kann problemlos ein Schnellfeuergewehr kaufen, mit dem sich in ein bis zwei Minuten eine ganze Schulklasse auslöschen lässt. Auch für den Erwerb schusssicherer Westen, wie sie jetzt der Täter trug, gibt es keine Beschränkungen. Und würde man tatsächlich das Mindestalter für Waffenkäufe heraufsetzen, gäbe es auf dem schwarzen Markt noch immer endlosen Nachschub.

Selbst wer in Internet-Foren oder Gesprächen Gewaltfantasien offenbart, ist damit noch lange nicht vom Waffenbesitz ausgeschlossen. Ohnehin werden Hinweise von Polizei und FBI oft nicht ernst genommen. Und auch ein Handeln des Staates in diesen Fällen würde nicht sicherstellen, dass sich eine zu allem entschlossene Person keine Waffe besorgen kann. Das ist die brutale und deprimierende US-Wirklichkeit. Eine nationale Schande.

Politik@ovb.net

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