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Meinung

Bad Aibling im Herzen um ein Armutszeugnis bereichert: Die Schmiererei ins Positive kehren

Norbert Kotter
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Norbert Kotter

Ein verunstaltetes Plakat in der Bad Aiblinger Innenstadt, das einen angesehenen Mediziner zeigt, der engagiert für eine Impfung gegen Corona wirbt. Es ist kein Musterbeispiel für eine gesittete Auseinandersetzung um die Frage, welchen Nutzen ein paar Milliliter Serum im Kampf gegen die Pandemie haben. Im Gegenteil.

Die Stadt ist in ihrem Herzen um ein Armutszeugnis bereichert. Es macht wieder einmal deutlich: Die Niveaulosigkeit, mit der manche Gegner einer Impfkampagne ihr Handwerk betreiben, schreckt immer öfter nicht vor einer Verrohung der Sprache, Sachbeschädigung und schlimmstenfalls auch Gewalt zurück.

Im Kern ist die Schmiererei nichts anderes als die hässliche Fratze jener Form von Respektlosigkeit, die pures Gift für eine demokratische Streitkultur birgt.

Die schweigende Mehrheit sollte ein Zeichen setzen und solch primitive Aktionen nicht mehr länger tatenlos hinnehmen. In Rosenheim und Wasserburg haben mutige Bürger bereits Online-Erklärungen zur Corona-Politik auf den Weg gebracht. Sie werben für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und rufen zugleich zum Schutz unserer Demokratie und des Rechtsstaates auf.

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So ein Impuls aus der Mitte des Bürgertums stünde auch der Kurstadt nicht schlecht zu Gesicht. Das Plakat als Auslöser für eine solche Initiative – das wäre eine passende Reaktion auf das verabscheuungswürdige Handeln. Ein Eigentor der Schmierfinken, dem es nicht an Charme fehlen würde.

norbert.kotter@ovb.net