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Meinung

Europa schnürt 6. Sanktionspaket: Öl – Putins nächste Schlappe

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis

Europa steuert auf ein Ölembargo gegen Russland zu - doch an den Märkten explodiert der Preis für das schwarze Gold nicht etwa, sondern er fällt. Wie ist das möglich?

Nun, Europas enorme Anstrengungen, sich aus Putins Energie-Schwitzkasten zu befreien, waren effektiver als vor zwei Monaten noch gedacht. Europas Versorgung mit Kohle und Öl ist auch ohne Lieferungen aus Russland gesichert.

China hat dabei unfreiwillig geholfen: Das Riesenreich steckt wegen seiner fatalen Corona-Politik in einer dramatischen Lockdownkrise, die seine Wirtschaft ruiniert und den globalen Energiehunger dämpft. Für das bis zum Hals in Schwierigkeiten steckende Pekinger Regime wird Putins Krieg immer mehr zur Belastung. Für den Kreml sind das schlechte Nachrichten. Die nächsten. Putin hat den Widerstand der Ukrainer unter- und die Schlagkraft des eigenen Militärs überschätzt, er hat sich in der Einheit des Westens getäuscht und auch in dessen Entschlossenheit, sich seiner Aggression entgegenzustellen.

Außenministerin Annalena Baerbock hat, ermutigt durch Europas Vorankommen bei der geopolitischen Energiewende, die westlichen Kriegsziele nun ergänzt: Es gehe jetzt auch darum, Putin so zu schwächen, dass dieser künftig keine Angriffskriege mehr führen kann. Anders als die Unterzeichner der Künstler-Resolution, die die Ukrainer zur Kapitulation auffordern, hat Baerbock verstanden, dass ein Sieg Putins Deutschlands Sicherheit viel mehr bedroht als das Standhalten der Verteidiger, weil er die Tür öffnen würde zu weiteren Überfällen.

Um Putin in Schach zu halten, braucht es kurzfristig Waffen. Auf längere Sicht helfen Sanktionen, weil sie Russlands Kriegskassen leeren.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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