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Meinung

Haushaltsentwicklung: Warum Wasserburg eine Übergangsjacke trägt

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Die Zeit der großen Sprünge ist vorbei. Der Wasserburger Stadtrat hat einen unspektakulären Haushalt verabschiedet. Er passt in die Zeit.

Wasserburg muss sich nach der Decke strecken: Das zeigt der Haushalt für 2022. Viel ist nicht drin für visionäre Projekte. Ein unspektakulärer Etat – weil viele Maßnahmen aufgelistet sind, die bereits begonnen wurden ( Zentraldepot ), die noch in der Planung sind (neues Feuerwehrhaus in der Altstadt) oder von anderen Entscheidungen abhängen (Erweiterung der Grundschule am Gries, erst möglich nach der Verlegung des Wertstoffhofes ).

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Das Jahr 2022 ist in Wasserburg vergleichbar mit einer Übergangsjacke. Wir ziehen sie an, wenn der Winter noch nicht ganz vorbei ist, der Sommer noch nicht da. Wir mögen sie nicht, brauchen sie aber. Das gilt auch für den Wasserburger Haushalt. Er wirkt langweilig, nur zwischen den Zeilen ist Aufbruchsstimmung herauszulesen – wenn der Blick auf das Investitionsprogramm der nächsten Jahre fällt, in dem viele große Projekte stehen. Sogar solche mit visionärer Kraft wie die Planung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Kapuzinerinsel.

Abwarten, heißt es also. Das passt in die Zeit. Wir befinden uns in einer Warteposition. Wir sind verunsichert, fragen uns, wie es weitergeht mit der Pandemie, sehnen uns nach neuer Hoffnung und neuem Schwung ohne den Bremsklotz Corona.

Deshalb ist der Wasserburger Etat, der weniger als sonst verspricht für 2022, aber viel für danach, irgendwie doch ein Corona-Haushalt – obwohl die Pandemie sich kaum ausgewirkt hat auf die Einnahmen. Kein Wunder, dass das C-Wort sogar in den Reden der Fraktionen eine große Rolle gespielt hat.