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Meinung

Kanzlerin Merkel zu Besuch in Washington: Vom Wert der Beziehungspflege

Marcus Mäckler online rahmen
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Marcus Mäckler

An herzlichen Worten fehlte es nicht. US-Präsident Joe Biden überschüete seinen deutschen Gast mit Lob, Kanzlerin Angela Merkel gab dem „lieben Joe“ reichlich Komplimente zurück. All das war aufrichtig gemeint und erwartbar.

Zweck des Besuchs war ja nicht nur, Merkel vor Ende ihrer Amtszeit noch mal die große Washingtoner Bühne zu geben, sondern auch ein Signal zu senden: Das alte transatlantische Bündnis rauft sich erkennbar zusammen.

Wer solche Treffen nach der Anzahl ihrer harten Ergebnisse bewertet, mag das (zu) mager finden. Das Gegenteil ist der Fall. Denn in Zukunft wird es mehr denn je auf die Fähigkeit der Partner ankommen, in den großen Fragen grundsätzlich in die gleiche Richtung zu marschieren – die Flut in Deutschland kam insofern wie ein Ausrufezeichen mit Blick auf den dringenden Handlungsbedarf beim Klimawandel daher. Beziehungspflege war also wichtiger als Arbeitsnachweise in (zweifellos wichtigen) Einzelfeldern. Dass sich Merkel und Biden etwa im Streit um Nord Stream 2 doch noch einigen würden, glaubte eh niemand.

Künftig wird es ohne die uneitle Kanzlerin gehen müssen, das merkte auch Biden wehmütig an („Werde Sie vermissen“). Wer ihr nachfolgt, wird sich auf zweierlei einstellen müssen: freundschaftliche Zugewandtheit im Generellen, aber auch ehrliche, kritische Worte im Einzelnen. Das ist nicht die schlechteste Ausgangsposition.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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