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Kommentar zu den Pariser Anschlägen

Was uns heute Hoffnung machen kann

Terror in Paris
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Ein Poster mit der Aufschrift «Vive la France! - Vive l'Europe! - Vive l'Humanite!» (Es lebe Frankreich! - Es lebe Europa! - Es lebe die Menschlichkeit!) liegt am 14.11.2015 von weißen Rosen umrahmt vor der Botschaft von Frankreich auf dem Pariser Platz in Berlin.

Wir alle sind geschockt, traurig und sprachlos. Wie kann es nun weitergehen nach den Terroranschlägen vom 13. November? Ein Kommentar von Marcel Görmann:

Die Anschläge in Paris sollten unseren Lebensstil treffen. Ausgeübt von Menschen, die den Tod mehr liebt

Marcel Görmann, Online-Redakteur

en als das Leben. Die an ein besseres Jenseits glaubten, im Paradies belohnt für ihre Taten. Dafür, dass sie Menschen grausam abschlachteten. 

Und deshalb kann die einzige Antwort am Tag danach nur sein, dass wir uns nicht einschüchtern und verängstigen lassen. Das Leben feiern. Nicht den Tod, wie diese Islamisten. Weiterhin Paris und andere Weltstädte als Touristen besuchen, uns in Cafés mit Freunden treffen, in Konzerte und zu Fußballspielen gehen.

Was macht Hoffnung nach den Anschlägen? Die Helfer! Egal, welche Tragödie sich abspielt, immer gibt es sogleich Menschen, die für ihre Mitmenschen da sind. Sanitäter, Polizisten, aber auch spontane Freiwillige. 

Gestern etwa gab es über Twitter gleich den Hashtag #PorteOuverte – offene Tür. Pariser baten anderen Übernachtungsmöglichkeiten an, wenn sie nicht mehr zu ihrem Hotel oder in ihre eigene Wohnung kamen. Ein sicheres Dach über den Kopf in dieser Terrornacht. Obwohl sie gar nicht wissen konnten, welche Fremden dieses Angebot annehmen würden.

Das sind jene sozial eingestellte sogenannten "Gutmenschen", die nun in den Sozialen Netzwerken, nur wenige Stunden nach den Anschlägen, beschimpft werden. Dafür, dass Sie angeblich eine Mitschuld daran tragen, dass dieser Terror nach Europa kommt. Dabei wollen diese Flüchtlingshelfer lediglich Menschen aus Syrien oder Afghanistan unterstützen, die genau solchem Terror zu entkommen versuchen.

Der IS muss bekämpft werden von der internationalen Staatengemeinschaft, ebenso gewaltbereite Islamisten in Europa durch die Sicherheitsbehörden. Doch die Ideologie, die hinter diesen Terroranschlägen steckt, können wir nur dadurch auslöschen, dass wir zeigen und ermöglichen, dass das Diesseits attraktiver ist als das Jenseits. Deshalb ist blinder Hass die falsche Reaktion.

Kommentar von Marcel Görmann (marcel.goermann@ovb24.de)

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