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Meinung

Maskenpflicht in Bayern: Ein Prosit der Widersprüchlichkeit

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier

Die Pandemie hat mit ihren Infektionswellen ständige Anpassungen der Politik nötig gemacht. Nur eine Konstante ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren geblieben: die seltsame Willkürlichkeit und Widersprüchlichkeit einzelner Regeln.

Man erinnert sich daran, wie man anfangs nicht alleine auf einer Bank sitzen durfte oder dass für Ladenöffnungen eine Grenze von 800 Quadratmetern galt. Heute gibt es nur noch eine Hand voll Maßnahmen in Bayern, aber selbst die geben Rätsel auf.

Künftig muss man in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen – also dort, wo viele Alte, Geschwächte und Vorerkrankte unterwegs sind – nur noch eine OP-Maske tragen. Im ÖPNV dagegen gilt weiter FFP2-Pflicht, was der Gesundheitsminister mit dem Neun-Euro-Ticket begründet. Selbst wenn man die Fortsetzung einer Pflicht befürwortet, stellt sich die Frage: Wäre die Lockerung nicht genau anders herum deutlich sinnvoller?

Doch es gibt viel grundsätzlichere Zweifel an der politischen Glaubwürdigkeit. Am Dienstag postete Markus Söder in sozialen Netzwerken wieder Bilder aus einem Bierzelt. Trudering diesmal. Ein maskenfreies Prosit der Gemütlichkeit! Mitte März noch hatte sich Söder mit Händen und Füßen gegen die Lockerungen der Bundesregierung gewehrt. „Team Blindflug“, schimpfte er. Jetzt genießt auch die CSU die Freiheiten, um zugleich anderswo die Pflicht zu verlängern. Für die Akzeptanz bei möglichen Verschärfungen im Herbst ist das kontraproduktiv. 

Mike.Schier@ovb.net

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