Hinweis der Redaktion: Das Wetter in den heimischen Bergen vom 17.- 19. September

Es wird herbstlich frisch. Freitag und Samstag noch meist trocken und sonnig. Sonntag dann regnerisch.

Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von der Aschenau auf den Inzeller Kienberg 

Der Streicher - Rauschbergs kleiner Bruder

Der Rauschberg aus circa 20 Kilometern Entfernung: Rechts Vorderer und Hinterer Rauschberg, links Zenokopf und Streicher. Dazwischen der Kienbergsattel.
+
Der Rauschberg aus circa 20 Kilometern Entfernung: Rechts Vorderer und Hinterer Rauschberg, links Zenokopf und Streicher. Dazwischen der Kienbergsattel.

Ruhpolding – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Wanderparkplatz Aschenau auf den Inzeller Kienberg.

Der Rauschberg – wie eine Wand steht er zwischen Ruhpolding und Inzell. Besonders bekannt sind Vorderer und Hinterer Rauschberg, nicht zuletzt wegen der Erschließung mit der Seilbahn und den Kunstwerken von Angerer dem Jüngeren. Doch nicht nur diese beiden Gipfel gehören zum Rauschbergmassiv: Ostwärts finden sich einige weitere Gipfel, die die 1000-Meter-Marke knacken. Auf zwei von diesen soll es heute gehen: Den Streicher und den Zenokopf. 

Wander-Tipp: Vom Wanderparkplatz Aschenau auf den Streicher 

Das Rauschbergmassiv aus circa 20 Kilometern: Rechts der Vordere und Hintere Rauschberg, in der Mitte der Kienbergsattel und links der Streicher und der Zenokopf.
Das Rauschbergmassiv aus circa 20 Kilometern: Rechts der Vordere und Hintere Rauschberg, in der Mitte der Kienbergsattel und links der Streicher und der Zenokopf. © Simon Schmalzgruber
Wir starten am Wanderparkplatz Aschenau.
Wir starten am Wanderparkplatz Aschenau. © Simon Schmalzgruber
Dreieinviertel Stunden sind für die Tour angeschrieben.
Dreieinviertel Stunden sind für die Tour angeschrieben. © Simon Schmalzgruber
Nur wenig steil sind die ersten Meter.
Nur wenig steil sind die ersten Meter. © Simon Schmalzgruber
Wir biegen rechts ab.
Wir biegen rechts ab... © Simon Schmalzgruber
nun geradeaus
...nun geradeaus... © Simon Schmalzgruber
...und wieder rechts!
...und wieder rechts! © Simon Schmalzgruber
Nun drüber...
Nun drüber... © Simon Schmalzgruber
...und wieder drüber...
...und wieder drüber... © Simon Schmalzgruber
...und jetzt links!
...und jetzt links! © Simon Schmalzgruber
Wir steigen in einen Canyon ein.
Wir steigen in einen Canyon ein. © Simon Schmalzgruber
Und wieder links. Es folgt ein steilerer, aber wenig ereignisreicher Aufstieg...
Und wieder links. Es folgt ein steilerer, aber wenig ereignisreicher Aufstieg... © Simon Schmalzgruber
...zum Kienbergsattel auf 1.430 Metern.
...zum Kienbergsattel auf 1.430 Metern. © Simon Schmalzgruber
Wir biegen wiederum links ab.
Wir biegen wiederum links ab. © Simon Schmalzgruber
Der Gipfel ist in Sicht!
Der Gipfel ist in Sicht! © Simon Schmalzgruber
Berg Heil!
Berg Heil! © Simon Schmalzgruber
Blick ins Alpenvorland...
Blick ins Alpenvorland... © Simon Schmalzgruber
...rüber zum Rauschberg, im Hintergrund Kaisergebirge und Hochgern/Hochfelln...
...rüber zum Rauschberg, im Hintergrund Kaisergebirge und Hochgern/Hochfelln... © Simon Schmalzgruber
...zum Dürrnbachhorn...
...zum Dürrnbachhorn... © Simon Schmalzgruber
...Sonntagshorn und Reifelberg...
...Sonntagshorn und Reifelberg... © Simon Schmalzgruber
...den Leoganger Steinbergen mit dem Birnhorn...
...den Leoganger Steinbergen mit dem Birnhorn... © Simon Schmalzgruber
...den Berchtesgadener Alpen mit Watzmann, Hochkalter und Reiter Alm...
...den Berchtesgadener Alpen mit Watzmann, Hochkalter und Reiter Alm... © Simon Schmalzgruber
...und rüber zu unserem nächsten Ziel, dem Zenokopf.
...und rüber zu unserem nächsten Ziel, dem Zenokopf... © Simon Schmalzgruber
...dahinter die Salzkammergutberge und der Untersberg...
...dahinter die Salzkammergutberge und der Untersberg... © Simon Schmalzgruber
...links davon das Salzburger Becken.
...links davon das Salzburger Becken. © Simon Schmalzgruber
Weiter geht‘s mit dem Teisenberg...
Weiter geht‘s mit dem Teisenberg... © Simon Schmalzgruber
...dem Tachinger...
...dem Tachinger... © Simon Schmalzgruber
...und dem Chiemsee...
...und dem Chiemsee... © Simon Schmalzgruber
...sowie der Großen Kreisstadt Traunstein.
...sowie der Großen Kreisstadt Traunstein. © Simon Schmalzgruber
Nur ein paar Stoamandln markieren den Weiterweg zum Zenokopf.
Nur ein paar Stoamandln markieren den Weiterweg zum Zenokopf. © Simon Schmalzgruber
Durch dichte Vegetation...
Durch dichte Vegetation... © Simon Schmalzgruber
...ans Ziel!
...ans Ziel! © Simon Schmalzgruber
Blick zum Chiemsee...
Blick zum Chiemsee... © Simon Schmalzgruber
...zum Tachinger und Waginger See...
...zum Tachinger und Waginger See... © Simon Schmalzgruber
...zum Staufen...
...zum Staufen... © Simon Schmalzgruber
...den Salzkammergutbergen mit Traunstein, Höllengebirge, dem Schafberg und rechts hinten das Tote Gebirge mit dem Großen Priel.
...den Salzkammergutbergen mit Traunstein, Höllengebirge, dem Schafberg und rechts hinten das Tote Gebirge mit dem Großen Priel... © Simon Schmalzgruber
...und dem Dachstein.
...und dem Dachstein. © Simon Schmalzgruber
Außerdem schön zu sehen: Der Hohe Göll.
Außerdem schön zu sehen: Der Hohe Göll. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick  

Berg/Gipfel: Streicher, 1.594 Meter, Zenokopf, 1.603 Meter Chiemgauer Alpen 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 850 Höhenmeter

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Aschenau, 83324 Ruhpolding, kostenlos 

Gehzeit: Circa zweieinhalb bis dreieinviertel Stunden

Schwierigkeit: leicht

Einkehrmöglichkeiten: keine

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, Stöcke und Orientierungsvermögen

Wann sollte man aufpassen? Besonders beim Weiter-Weg zum Zenokopf ist der Weg nicht sofort sichtbar und nur Stoamandln geben Orientierung. Wer sich leicht verirrt, sollte es beim Streicher belassen. 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Abgesehen von der etwas kniffligen Wegfindung weiter zum Zenokopf ist die Tour im Grunde eine perfekte Einsteigertour: Zu keinem Zeitpunkt befindet man sich in abschüssigem und ausgesetztem Gelände und auch der Zeitrahmen ist mit maximal dreieinviertel Stunden aufwärts ein humaner. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Auch Familien mit Kindern ist der Streicher zu empfehlen, sofern der Aufstieg nicht als zu lang empfunden wird. 

Für Hunde geeignet? 3/5: Quellen sind beim Aufstieg eher rar, das könnte für Hundebesitzer problematisch werden, aber ansonsten kommen auch Vierbeiner mit Herrchen voll auf ihre Kosten! 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 3/5 Punkte: Starker Bewuchs schränkt vor allem am Zenokopf die Sicht ein, zudem verhindern die höheren Berge rundrum eine Sicht auf die Zentralalpen. Aber immerhin ergibt sich ein schöner Blick zum Chiemsee, ins Alpenvorland, zu den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen sowie zu den Salzkammergutbergen. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt  

Ein Berg für alle: Dadurch, dass ein breiter Forstweg mit nur mäßiger Steigung bis knapp unter den Gipfel führt, kann der Tour getrost das Prädikat “kinderwagengeeignet” verliehen werden. Und auch ohne Kinderwagen kommt man mit nur wenig Anstrengung hinauf. 

Als Wintertour geeignet: Sofern man etwas Trittsicherheit mitbringt, ist diese Tour auch als Wintertour geeignet. 

Ruhe: Auch wenn der Streicher ein relativ beliebter Berg ist, so tummeln sich dort und vor allem am Zenokopf keine Menschenmassen, die mit der Seilbahn hinaufgekarrt werden. Eine Empfehlung ist die Tour also auch für diejenigen, die keinen Rummelplatz oben am Gipfel haben wollen.  

Für wen die Tour nix ist  

Wer kein elementares Orientierungsvermögen besitzt, sollte diese Tour nicht in Angriff nehmen. Für alle anderen gilt: 

Marsch Marsch! 

Wir starten unsere Tour am verhältnismäßig kleinen Parkplatz Aschenau, der an schönen Tagen schnell voll werden kann. Der frühe Vogel pflückt also den Wurm! Kaum aus dem Auto ausgestiegen und ausgerüstet, finden wir uns schon im Wald wieder. Ein breiter und nur wenig steiler Forstweg führt uns zum Bergfuß. Verirren können wir uns nicht, denn durch die hervorragende Beschilderung wissen wir immer, wo’s langgeht! Eine gute Dreiviertelstunde später hätten wir die Möglichkeit, rechts über die Roßgasse zum Vorderen und Hinteren Rauschberg aufzusteigen, doch das behalten wir uns für ein anderes Mal vor! Ziemlich ereignislos, aber immerhin ein bisserl steiler schrauben wir uns Serpentine für Serpentine nach oben und ehe es wir uns versehen, sind wir schon auf dem Kienbergsattel auf 1.430 Metern.

Am Gipfel ergibt sich ein schöner Blick zum Chiemsee.

Wir halten uns links und der breite Forstweg schmälert sich allmählich, bis er sich schließlich gänzlich im Hochplateau verliert. Wir tauchen nochmal in den Wald ein und eine gute halbe Stunde später stehen wir schon auf dem Streicher-Gipfel! Von dort aus bietet sich noch die Möglichkeit, auf den höchsten Punkt des Inzeller Kienbergs, den 1.603 Meter hohen Zenokopf, weiterzumarschieren, allerdings ist der Weg nicht immer gleich ersichtlich, insofern sollte man schon Orientierungsvermögen mitbringen. 

Die Abstiegsroute ist auf jeden Fall die gleiche wie die Abstiegsroute. 

Simon Schmalzgruber

Kommentare