Über den „Jagasteig“ auf die Hörndlwand

Dolomitenflair, ohne weit zu fahren - Abwechslungsreicher Aufstieg mit toller Aussicht

+
Vom gegenüberliegenden Gurnwandkopf ist der riffartige Charakter der Hörndlwand gut zu erkennen.

Ruhpolding – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es von Seehaus auf die Hörndlwand.

Im Zuge der Auffaltung der Alpen entstanden mehrere Großräume: Einerseits die Zentralalpen und die Flysch-Zone, andererseits die Südlichen und die Nördlichen Kalkalpen. Während in den Südlichen Höhen von über 3.000 Metern keine Seltenheit sind, ragen unsere heimischen Berge nicht mal mehr über 2.000 Meter. Und dennoch gibt es zwei Berge, die sich so anfühlen, als wäre man mitten in den Dolomiten unterwegs: Einerseits die Kampenwand, die durch Seilbahntouristen aber regelrecht überrannt wird. Andererseits die Hörndlwand, wo zwar eine Seilbahn fehlt, sie aber an schönen Tagen trotzdem gut besucht ist. Und auf die geht’s heute hinauf!


Die Wanderung im Überblick

Berg/Gipfel: Hörndlwand, Chiemgauer Alpen, 1.684 Meter

Höhenmeter der Wanderung: 1.136 Höhenmeter.


Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz Seehaus, zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl, kurz vor dem Förchensee, kostenlos.

Gehzeit: Zwei bis dreidreiviertel Stunden.

Schwierigkeit: Es gibt sowohl eine mittelschwere (rot) als auch eine schwere Variante, um auf die Hörndlwand zu kommen. Besonders bei zweiter Variante müssen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorhanden sein.

Einkehrmöglichkeiten: Brander Alm, 1.135 Meter (zwei Minuten Umweg).

Wann sollte man aufpassen? Besonders nach Niederschlägen, aber auch sonst ist der Boden feucht, Ausrutschgefahr! Außerdem wird es spätestens am Gipfelanstieg ausgesetzt, somit ist Trittsicherheit gefragt!

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 3/5 Punkte: Vergleichsweise lang und technisch anspruchsvoll: Eigentlich ist die Tour wenig geeignet für Anfänger. Dadurch, dass die Hörndlwand aber auch nicht allzu schwierig ist, kann sie dennoch von Mutigen in Angriff genommen werden.

Für Familien mit Kindern geeignet? 3/5: Sportliche Familien haben kein Problem, auf den Berg zu kommen, weniger sportliche sollten zumindest über die einfachere Route übers Ostertal aufsteigen.

Für Hunde geeignet? 5/5: Sofern der Hund nicht zur kleinsten Sorte gehört, ist die Tour auf die Hörndlwand für die Vierbeiner eine Attraktion: Unzählige Male kommt man an Quellbächen vorbei, die Hund wie Herrchen eine Erfrischung versprechen. Allerdings: Trittsicherheit sollte gegeben sein.

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 4/5: Zugspitze, Großglockner, Dachstein, Chiemsee: All diese prominenten Gestalten sind vom Gipfel aus nicht zu sehen. Dafür bei guter Sicht ein tolles Panorama aufs Alpenvorland, die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen sowie die Hohen Tauern und die Zillertaler Alpen. Bei sehr guter Sicht ist sogar ein Ausblick bis zum Bayerischen Wald und nach München möglich!

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Tiefblicke: Nicht nur die Weitsicht ist auf der Hörndlwand toll, sondern auch der Tiefblick: Neben der Chiemgau-Arena sind beispielsweise die Orte Ruhpolding, Traunstein, Traunreut, Burgkirchen, Burghausen und München zu erkennen!

Abwechslung: Während der Weg zur Brander Alm hinauf zu den wohl tollsten Almaufstiegen im Chiemgau gehört, ist der Weg Alles in Allem kontrastreich: So wird man auf Forststraße, moderat ansteigenden Pfaden, schrofigem Gelände und zuletzt am Grat einen abwechslungsreichen Charakter der Tour vorfinden.

Dolomiten-Flair: Was in Südtirol und im Trentino keine Seltenheit ist, ist es weiter nördlich schon: Nur an der Kampen- und an der Hörndlwand kommen die unzähligen versteinerten Korallen und Muscheln derart zutage. Da die Kampenwand aber oftmals einem Rummelplatz gleicht, ist es an der Hörndlwand etwas ruhiger und somit eine Tour empfehlenswert für diejenigen, die es nicht allzu laut haben wollen.

Auf Los geht's los!

Wir starten am Parkplatz Seehaus auf 748 Metern. Dieser Ortsteil Ruhpoldings ist für seinen vielen Niederschlag bekannt, 2009 war er gar der regenreichste Ort Deutschlands. Doch heute haben wir Kaiserwetter erwischt! Durch die vielen Autos hindurch und an den Häusern rechts vorbei gelangen wir bald an ein Schild, das diese Region als Naturschutzgebiet ausweist. 

Am Wasser können wir kurz rasten.

Außerdem teilt sich hier der Weg in einen leichteren, aber längeren und in einen kürzeren und schwierigeren Weg. Da wir aber vorhaben, später noch einen „schwarzen“ Weg zu gehen, gehen wir auch hier die schwierigere Variante. Auf Forstwegen geht es nun für gut zehn Minuten recht monoton dahin. 

Dann biegen wir links ab und wechseln auf einen schmaleren Steig, der uns nun etwas steiler nach oben bringt. Bald schon folgt die erste von mehreren Brücken, die wir auf dem Weg zur Brander Alm überwinden müssen. Eine gute Viertelstunde nach der ersten folgt auch schon die zweite Brücke. Mal näher, mal weniger nah am Bach schrauben wir uns weiter nach oben, hin und wieder ergeben sich Rastmöglichkeiten direkt am Wasser. Aber Achtung: Da wir in Quellgebiet unterwegs sind, kann auch der Weg gut und gerne mal nass und matschig sein!

Auf dem Weg zur Bergwachtdiensthütte zeigt sich der Ostgipfel von seiner eindrucksvollsten Seite.

Eine Dreiviertelstunde nach der ersten Brücke sind die letzten erreicht, diese sind auch am schönsten gelegen. Und weit zur Brander Alm ist es auch nicht mehr! Zehn Minuten sind angeschrieben und nachdem wir weiter auf den markanten Felsdorn des Ostgipfels zugewandert sind, ist sie auch schon fast erreicht. An einer Weggabelung halten wir uns noch rechts, schließlich wollen wir nicht übers Ostertal zum Gipfel. Kurz vor der Alm biegen wir wiederum links ab und es geht wieder etwas steiler nach oben. Bald treten wir in den Wald ein, ab hier sind unsere Orientierungskünste gefragt. 

Zum Glück ist der Weg aber gut beschildert, sodass ein Verlaufen schwer ist. An einem werden wir nicht recht viel später gefragt, ob wir leichter übers Ostertal oder schwerer über den „Jagasteig“ nach oben wollen. Wir nehmen zweitere Variante, auch, weil zu erwarten ist, dass dieser Weg ruhiger ist. Durch den Bergwald und auf dem matschigen Weg kämpfen wir uns Richtung Bergwachtdiensthütte vor. Immerhin werden wir für die Mühen mit einem eindrucksvollen Blick auf den Felszahn des Ostgipfels belohnt. An der Bergwachtdiensthütte angekommen geht nun der eigentliche „Jagasteig“ los: Ungeübte sollten spätestens jetzt wieder umkehren! 

Von Seehaus auf die Hörndlwand

Aus dem Alpenvorland sind die Gipfel der Hörndlwand kaum zu voneinander zu trennen, dabei gibt es mit dem Ostgipfel, dem Hauptgipfel (1.684 Meter), dem westlich gelegenen Vorgipfel (1.682 Meter), dem Obinger Kreuz und dem Gurnwandkopf (1.691 Meter) gleich fünf Punkte, die mit einem (Gipfel-)Kreuz versehen sind. © Simon Schmalzgruber
Wir starten am Parkplatz Seehaus auf 748 Metern Höhe. © Simon Schmalzgruber
Dreieinviertel Stunden sind hier angeschrieben, allerdings kann man je nach Fitness-Stand auch bis zu eineinhalb Stunden abziehen. © Simon Schmalzgruber
An den letzten Häusern vorbei... © Simon Schmalzgruber
...werden wir alsbald auf den Schutzstatus dieses Gebiets hingewiesen. © Simon Schmalzgruber
Wir überqueren einen Zufluss der Weißen Traun. Dies wird nicht das letzte Mal sein, dass wir ihm begegnen. © Simon Schmalzgruber
Der Weg ist noch breit, dafür aber auch recht eintönig. © Simon Schmalzgruber
Nun müssen wir aber links abbiegen. © Simon Schmalzgruber
Die erste von mehreren Brücken, die wir auf dem Weg zur Brander Alm überqueren werden. © Simon Schmalzgruber
Nur moderat ist die Steigung auf dem Weg. © Simon Schmalzgruber
Gleich werden wir die nächste Brücke überqueren. © Simon Schmalzgruber
Laut Wegweiser sind wir schon eine Dreiviertelstunde unterwegs! © Simon Schmalzgruber
Zeit für eine kurze Rast am Rande des erfrischenden Quellwasserbachs. © Simon Schmalzgruber
Hier ist der Weg quellwasserbedingt ein wenig unter Wasser gesetzt. © Simon Schmalzgruber
Alleine sind wir an diesem wunderschönen Herbsttag mitnichten. © Simon Schmalzgruber
Ein letzter Blick zum Wasser, bevor es hinauf zur Brander Alm geht... © Simon Schmalzgruber
...welche in zehn Minuten erreicht ist. © Simon Schmalzgruber
Der Ostgipfel der Hörndlwand dominiert die Szenerie auf dem Schlussspurt zur Brander Alm. © Simon Schmalzgruber
Wollen wir über die Brander Alm gehen, müssen wir den rechten Weg einschlagen, links haben Ortskundige der Sackgassen-Warnung zum Trotz eine Abkürzung markiert. © Simon Schmalzgruber
Ein Nebengebäude der Brander Alm ist nun sichtbar, wir müssen aber kurz davor links abbiegen... © Simon Schmalzgruber
...denn zur Hörndlwand sind es nur mehr zweieinviertel Stunden! © Simon Schmalzgruber
Auf bekannten Pfaden geht es weiterhin nur mäßig steil voran. © Simon Schmalzgruber
Eine weitere Dreiviertelstunde ist laut Wegweiser absolviert! © Simon Schmalzgruber
Nun aber wirklich links! © S imon Schmalzgruber
Jetzt können wir entscheiden: Entweder einfacher über das Ostertal links oder sportlicher über den "Jagasteig" rechts... © Simon Schmalzgruber
...der gleich unser Orientierungsvermögen fordert. © Simon Schmalzgruber
Dafür zeigt sich der Hörndlwand-Ostgipfel von seiner vielleicht eindrucksvollsten Seite! © Simon Schmalzgruber
An der Bergwachtdiensthütte angekommen ist es noch eine Stunde bis zum Gipfel. © Simon Schmalzgruber
Hier nochmal deutlicher. © Simon Schmalzgruber
Ab jetzt ist schrofiges Gelände unser steter Begleiter. © Simon Schmalzgruber
Immer mehr nehmen Latschen jetzt überhand. © Simon Schmalzgruber
Im schuttigen Gelände ist Trittsicherheit gefragt und sollte nicht betreten werden, wenn es nass ist! © Simon Schmalzgruber
Mitunter müssen wir jetzt auch die Hände zu Hilfe nehmen. © Simon Schmalzgruber
Dafür werden wir nun mit ersten Blicken bis ins oberösterreichische Alpenvorland belohnt. © Simon Schmalzgruber
Der Gipfel ist bereits zum Greifen nah, allerdings müssen wir erst in einem ausladenden Rechtsbogen in die Scharte hinauf... © Simon Schmalzgruber
...die aber bald erreicht ist! © Simon Schmalzgruber
Nun müssen wir uns durch eine Latschengasse kämpfen. © Simon Schmalzgruber
Der Vorgipfel mit dem wunderschönen Gipfel ist bald erreicht... © Simon Schmalzgruber
...wie auch der 1.684 Meter hohe Hauptgipfel der Hörndlwand, der, obgleich er der Namensgeber des Bergmassivs ist, nicht den höchste Punkt darstellt. Das ist der benachbarte 1.691 Meter hohe Gurnwandkopf. © Simon Schmalzgruber
Vom Gipfel aus hat man einen schönen Blick zum Hochgern (1.748 Meter). Keine Angst, der Rauch kommt nur von einem Daxenfeuer! © Simon Schmalzgruber
Auf den Hochfelln (1.674 Meter) hat man ebenfalls freie Sicht. © Simon Schmalzgruber
Auf die westlichen Chiemgauer Alpen hat man auch einen schönen Blick, wie zum Beispiel auf Geigelstein (1.808 Meter), Weitlahnerkopf (1.611 Meter) und die gezackte Kampenwand (1.669 Meter) © Simon Schmalzgruber
In der Ferne ist gar die Landeshauptstadt München zu erkennen! © Simon Schmalzgruber
Ebenso haben wir einen Blick auf Nußdorf, die größte Stadt im Landkreis, Traunreut und den Schnaitseer Fernsehturm in der Ferne.. © Simon Schmalzgruber
...wie auch auf Traunstein, Kammer und Burgkirchen... © Simon Schmal zgruber
...sowie auf Ruhpolding... © Simon Schmalzgruber
...mit der bekannten Biathlon-Anlage. © Simon Schmalzgruber
Hinter dem Abtsdorfer See und dem mittlerweile stillgelegten Kraftwerk Riedersbach in Oberösterreich sind der Hausruck und die weit über 100 Kilometer entfernten Berge des Mühlviertels zu erkennen. © Simon Schmalzgruber
Außerdem anhand der vielen Windräder zu erkennen: Der Kobernaußer Wald bei Mattighofen. © Simon Schmalzgruber
Wer ganz genau hinsieht, kann den Rauch des ehemals zeitweise leistungsstärksten Kernkraftwerks der Welt, Isar 2 erkennen, das spätestens am 31. Dezember 2022 vom Netz gehen wird. © Simon Schmalzgruber
Ebenfalls gut zu erkennen: Der Tachinger See, die Industrieanlagen von Burghausen und er Bayerische Wald. © Simon Schmalzgruber
Rechts vom Staufen Massiv wird uns ein Einblick in die Welt der Salzkammergut-Berge gewährt: Schober (1.328 Meter), Traunstein (1.691 Meter) und das Höllengebirge... © Simon Schmalzgruber
...sowie zu Schafberg (1.782 Meter) und zum Zwölferhorn (1.521 Meter). © Simon Schmalzgruber
Ebenfalls beeindruckend: Die Nordabstürze von Sonntagshorn (1.961 Meter) und Reifelberg (1.909 Meter). © Simon Schmalzgruber
Eher versteckt zeigen sich von hier Watzmann mit Hocheck (2.651 Meter), Mittel- (2.713 Meter) und Südspitze (2.712 Meter) sowie der Hochkalter (2.607 Meter). © Simon Schmalzgruber
Freien Blick hat man wiederum auf die Hocheisgruppe (2.523 Meter). © Simon Schmalzgruber
Auch die spitze Schönfeldspitze (2.653 Meter) ist von hier nicht so dominant wie aus der Nord-Süd-Ansicht. © Simon Schmalzgruber
Über dem sichtbaren Gipfelkreuz des Dürrnbachhorns (1.776 Meter) erhebt sich das Birnhorn (2.634 Meter), höchster Gipfel der Leoganger Steinberge. © Simon Schmalzgruber
Auf die Loferer Steinberge ist ein freier Blick möglich: Das Große Ochsenhorn (2.511 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Breithorn (2.413  Meter), Reifhörner (2.488 Meter) und Mitterhorn (2.506 Meter)... © Simon Schmalzgruber
...sowie auf die Rothörner (2.409 Meter). © Simon Schmalzgruber
Hinter der Steinplatte (1.869 Meter) erheben sich die Hohen Tauern, in denen beispielsweise der Tauernkogel (2.988 Meter) über dem Felber Tauern auszumachen ist. © Simon Schmalzgruber
Hauptattraktion bleibt allerdings die "weltalte Majestät", der Großvenediger, der mit seinen 3.657 Metern der fünfthöchste Berg Österreichs und der dritthöchste Berg der Hohen Tauern ist. © Simon Schmalzgruber
Hinter dem pyramidenförmigen Kitzbüheler Horn erhebt sich die westliche Venedigergruppe... © Simon Schmalzgruber
...die quasi nahtlos in die gezackte Reichenspitzgruppe (3.303 Meter) in den Zillertaler Alpen übergeht. Dem links vorgelagert sind der Große Rettenstein (2.366 Meter) und das Fellhorn (1.765 Meter). © Simon Schmalzgruber
Neben der Maukspitze (2.231 Meter) im Wilden Kaiser zeigt sich in der Ferne der Olperer, mit seinen 3.476 Metern zweithöchster Berg der Zillertaler Alpen. © Simon Schmalzgruber
Dem Wilden Kaiser mit seinen schroffen Felstürmen ist allerdings noch ein ganzes Bild allein gewidmet! © Simon Schmalzgruber
Hinter dem wunderschönen Gipfelkreuz des Vorgipfels baut sich der Zahme Kaiser auf. © Simon Schmalzgruber
Links daneben zeigen sich Teile der Stubaier Alpen... © Simon Schmalzgruber
...rechts daneben das Karwendel. © Simon Schmalzgruber
Jetzt nehmen wir noch den schroffen Ostgipfel in Angriff, der allerdings Kletterfertigkeiten erfordert. © Simon Schmalzgruber
Auf unmarkiertem Wege geht es steil auf und ab. © Simon Schmalzgruber
Und wieder müssen wir steil absteigen. © Simon Schmalzgruber
Und wieder bergauf... © Simon Schmalzgruber
...aber der Gipfel ist nicht mehr weit. © Simon Schmalzgruber
Auf dem Ostgipfel ist es zum Glück wesentlich ruhiger als auf seinem Nachbarn. © Simon Schmalzgruber
Vom benachbarten Gurnwandkopf ist sehr gut der riffartige Aufbau der Hörndlwand zu erkennen. © Simon Schmalzgruber

Fotos

Nach einer kurzen Etappe durch den Felswald wechseln wir über in schrofiges und steiles Gelände, in dem mehr und mehr ausschließlich Latschenkiefern gedeihen können. Über teilweise schuttige Serpentinen werden nun schnell Höhenmeter gewonnen und erste Ausblicke nach Norden ergeben sich ebenfalls. Hier und da müssen wir auch die Hände zu Hilfe nehmen! 

Das wunderschöne Gipfelkreuz des etwas niedrigen Vorgipfels ist schon sichtbar, allerdings müssen wir noch in einem ausladenden Rechtsbogen zur Scharte hinaufsteigen. Dort angekommen ist es aber nicht mehr weit und in spätestens einer Viertelstunde durch enge Latschengassen haben wir zuerst den Vorgipfel und dann den Hauptgipfel erreicht. Bei tollem Panorama können wir rasten, oder wir kraxeln noch rüber zum Ostgipfel, auf dem wir mehr Ruhe haben. Dieser Weg ist unmarkiert und ausgesetzt und sollte deshalb nur von Erfahrenen begangen werden. Auf jeden Fall, wie man sich auch entscheiden mag, für den Abstieg sollte man die Route durchs Ostertal wählen, die weniger steil und ausgesetzt ist.

Die passende Bekleidung und Ausrüstung zum Wandern und für andere Outdooraktivitäten, finden Sie bei McTREK im Aicherpark Rosenheim.

Bitte beachtet die Regelungen, die für die Bekämpfung der Corona-Krise vorgeschrieben wurden. Alle Regeln und Vorschriften zum Thema "Wandern in Zeiten von Corona" findet Ihr in diesem Artikel.

Quelle: rosenheim24.de



Auf zu Geigelstein und Konsorten

Auf zu Geigelstein und Konsorten

Ein Feierabendhatscher über den Hochberg

Ein Feierabendhatscher über den Hochberg

Hinauf zum Weitlahnerkopf

Hinauf zum Weitlahnerkopf

Fantastische Fernsicht am Fellhorn

Fantastische Fernsicht am Fellhorn

Kommentare