Das Spiel fand ohne Zuschauer statt

„Es fehlte an Zugriff“: SVK unterliegt Türkspor Augsburg mit 4:1

Ohne Punkte musste der SVK seine Heimreise aus Augsburg antreten.
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Ohne Punkte musste der SVK seine Heimreise aus Augsburg antreten.

Augsburg - Der SV Kirchanschöring verlor am Samstag das Auswärtsspiel gegen Türkspor Augsburg mit 4:1. „Mit den ersten 25 Minuten bin ich nicht zufrieden“, sagte Thomas Zimmermann, der Cheftrainer Seppi Weiß an der Seitenlinie vertrat.

Der Ausflug zum Geisterspiel nach Augsburg hat sich für den SV Kirchanschöring nicht gelohnt. Mit 4:1 (1:1) verloren die Gelb-Schwarzen bei Türkspor Augsburg in der Bayernliga Süd im Stadion auf der Bezirkssportanlage im Stadtteil Haunstetten. Ungewohnt waren die Umstände, wie in den Vorbereitungsspielen waren nur Ordner, Betreuer und Pressevertreter dabei, ansonsten alle Türen der Anlage durch eine Corona-Vorgabe der Stadt Augsburg abgeriegelt.


Dinkelbach gelang vor der Pause der Ausgleich

Beim SVK war an diesem Nachmittag Thomas Zimmermann Chef auf der Kommandobrücke. Zimmermann vertrat Seppi Weiß und Markus Huber und musste nach einer Viertelstunde den ersten Gegentreffer miterleben. Da stürmte Emre Arik, nicht zum ersten Mal, über die linke Seite auf den Kasten von Stefan Schönberger zu. Der konnte zwar noch parieren, doch Yasin Yilmaz staubte den Abpraller links unten zum 1:0 ab (16.).


Minuten später scheiterte Tobias Schild an Torhüter Thomas Reichlmayr, der mit beiden Füßen das Leder abwehrte. In der 28. Minute konnte Luca Obirei einen Schuss von Arik zur Ecke lenken. Dem folgenden Eckball für die Fuggerstädter folgte ein schneller SVK-Konter, Schild narrte mit einer Drehung auf der rechten Seite drei Gegenspieler, flankte weit auf die linke Seite zu Christoph Dinkelbach, der aus der Distanz trocken ins kurze Eck aus zum 1:1 einschoss (30.).

Halbzeit zwei war wieder Schönberger gegen Arik zur Stelle (53.), Minuten später war der SVK-Torwart aber machtlos, als Yilmaz einen Freistoß von rechts aus 20 Metern über die Mauer hinweg zum 2:1 schlenzte (62.). Bevor sich die SVK-Spieler davon erholten, folgte die nächste kalte Dusche: Ein Pass von der linken Seite landete am rechten Sechzehner-Eck, natürlich bei Arik, der eiskalt rechts unten zum 3:1 einschoss (63.). Der SVK war am Anschlusstreffer durchaus dran, Manuel Omelanwsky setzte sich über links durch, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Torwart Reichlmayr (69.).

„Kirchanschöring hat uns das Leben schwer gemacht“

In der 76. Minute war Reichlmayr gleich zweimal Sieger, zunächst bei einem Schuss von Dinkelbach und beim folgenden Abstauber von Maxi Reiter, den er mit einer Reflexreaktion zur Ecke klärte. So kam es, dass die Fuggerstädter ihrerseits den Sack zumachten, allerdings durch ein Eigentor: Wieder setzte sich Arik im Doppelpass über rechts durch, flankte in die Mitte und bevor ein Augsburger ans Leder kam, beförderten die SVK Abwehrbeine die Kugel zum 4:1 ins Netz (86.).

Türkspor Coach Servet Bozdag, der gemeinsam mit Spielertrainer Matthias Strohmaier, die Mannschaft betreut, übte trotzdem leichte Kritik an seinem Team: „Wir hätten das 2:0 machen müssen, die Chancen dafür waren da. Nach dem Ausgleich müssen wir wieder hinterherlaufen. Durch das 2:1 hat der Gegner aufmachen müssen, da konnten wir das dritte und vierte Tor machen.“ Bozdag lobe die gute Leistung seines Keepers und hatte lobende Worte für den SVK. „Kirchanschöring hat uns das Leben schwer gemacht und hatten selbst ihre Chancen.“

„Mit den ersten 25 Minuten bin ich nicht zufrieden“

Auf SVK-Seite war natürlich niemand zufrieden. Der Freistoß zum 2:1 war laut Zimmermann nicht unbedingt der Knackpunkt, aber „super geschossen“. Trotz des folgenden 3:1-Rückstandes war die Mannschaft am Anschlusstreffer dran, „wer weiß, wie das weitergegangen wäre.“ Der fiel nicht und so mussten die Gelb-Schwarzen immer weiter aufmachen.

„Mit den ersten 25 Minuten bin ich nicht zufrieden. Da fehlte es an Zugriff und im Mittelfeld waren wir zu weit weg vom Mann. Danach haben wir uns gefangen, das hat zu Chancen geführt und der Gegner bekam entsprechend Probleme. Zur Pause waren wir guten Mutes, allerdings haben wir insgesamt zu wenig Zugriff aufs Spiel bekommen,“ so Zimmermann, dessen Mannschaft mit sichtlich hängenden Köpfen die Heimreise antrat.

Die Fakten zum Spiel

Türkspor Augsburg: Reichlmayr, Salifou, Jassern, Strohmaier, Merwald (88. Bursa), Arik (88. Yasar), Mitterhuber, Katanic, Goia (70. Duman), Imsak (60. Baydemir), Yilmaz.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Obirei, Peter, Dinkelbach, Deiter (90.+1 Birner), Schmitzberger (58. Omelanowsky), Daniel, Hofmann, Schild, Reiter, Gürcan.

Zuschauer: keine (ausgeschlossen).

Schiedsrichter: Kempf (München).

Tore: 1:0 Yilmaz (16.), 1:1 Dinkelbach (30.), 2:1 Yilmaz (62.), 3:1 Arik (63.), 4:1 Obirei (86./ET).

Rote Karte: - / -

Gelb-Rote Karte: - / Hofmann (88. Foulspiel/Meckern).

mw

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