Beinschuss-Direkt mit Yunus Karayün (SV Kirchanschöring)

"Möchte eine Saison erleben, in der wir uns nichts vorwerfen können!"

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Hat derzeit wieder alles im Griff mit seinen Gelb-Schwarzen - Kirchanschörings neuer Spielertrainer Yunus Karayün.
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Kirchanschöring - Nach einem unglaublich schwierigen Saisonstart in die Bayernliga hat sich der SV Kirchanschöring gefangen, in das Spieljahr gefightet - und steht derzeit minimal oberhalb der Relegationszone. Wie es dazu kam? Und was wir von den Anschöringern noch erwarten können? Wir sprachen mit dem neuen SVK-Coach Yunus Karayün.

Beinschuss: Yunus, ihr steht nach einem sehr schwierigen Saisonstart mit einer Derbyniederlage gegen Traunstein zu Beginn mit 20 Punkten aus 16 Spielen eigentlich ganz ansehnlich da im Kampf um den Klassenerhalt. Was war der Knackpunkt in dieser Saison, ab dem es angefangen hat besser zu laufen?

Yunus Karayün: Diese Punktezahl ist eine tolle Marke und ganz in Ordnung für unsere Verhältnisse. Wir müssen aber weiter sauber arbeiten, um natürlich noch mehr Zähler zu holen - damit wir so schnell wie möglich die 40er-Marke knacken. Dass es am Anfang schwierig wird, wussten wir doch alle. Vielleicht war der 2:0 Auswärtssieg in Ismaning so etwas wie ein „kleiner“ Knackpunkt.

Beinschuss: Ex-Trainer Patrick Mölzl, der mittlerweile den SV Wacker Burghausen coacht, holte Dich nach Kirchanschöring. Du warst Spieler unter den Co-Trainern Dominik Hausner und Stephan Schmidhuber (seit kurzem Cheftrainer beim SB Chiemgau Traunstein). Mal ehrlich, wie kommt es, dass im Moment so viele größere Vereine in den Landkreisen Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land immer irgendwie SVK-Historie haben?

Karayün: Das ist echt interessant. Vielleicht liegt das ja am Patrick - daran, dass er eine gute Nase für zukünftige Trainer hat (*lacht*). Die sich dann auch in der Region wiederfinden. Ich bin natürlich gespannt, wie es dem Stephan Schmidhuber ergehen wird. Aber allgemein ist das schon sehr interessant (*lacht erneut*).

Beinschuss: Wer Dich mit Özgür Kart und Harry Gruber samt Georg Bobenstetter so erlebt, der weiß, da agiert ein Trainerteam ohne weitere Ambitionen besonders „innig“. Was macht Euch alle als Team aus und wer macht eigentlich was?

Karayün: Wir sind sehr unterschiedlich als Typen, deshalb ergänzen wir uns sehr gut. Harry „vertritt“ mich an den Spieltagen und Özi ist eine große Unterstützung auf dem Platz, wenn er spielt - oder er ergänzt eben das Wirken vom Harry.

Beinschuss: Ihr beim SV Kirchanschöring seit ja richtig emsige Heimwerker. Das sorgte aber auch schon für Diskussionen: Stichwort Kabinen-Umbau. Der war nicht unumstritten - doch auch die Spieler, sagst Du, erkennen mittlerweile die Vorteile.

Karayün: Für mich ist es wichtig, dass die erste Mannschaft ihren eigenen Bereich hat. Ich weiß aber, dass dies nicht alle erfreut hat. So können wir aber einfach noch besser arbeiten. Die Spieler können sich, im Rahmen dessen wovon man hier sprechen kann, „nur auf den Fußball“ konzentrieren. Es ist immer alles vorbereitet, sowohl beim Training, als auch bei den Spielen. Natürlich ist nicht immer alles machbar, wir sind ja kein Proficlub - aber es läuft soweit recht gut.

Beinschuss: Yunus, mal ganz privat gefragt. Bayernliga-Spieler, Bayernliga-Coach - gerade bei einem kleineren, familiäreren Verein ist das ja nicht so ohne. Alleine vom Zeitaufwand. Hast Du noch genug Zeit für Deine "richtige" Familie? Was sagt Deine Frau dazu - und wie wirkt sich der SVK auf die Zeit mit Deinem Sohn aus?

Karayün: Mir ist die Zeit mit meiner Familie sehr wichtig - und die nehme ich mir auch. Da unterscheide ich, wann Sport, Familie oder Beruf dran ist. Natürlich muss da die Frau mitspielen - aber das ist doch bei jedem Spieler wichtig, dass die Frau oder Freundin mitmacht und das alles manchmal mit einem Augenzwinkern auf sich nimmt. Die leben den ganzen Fußball-Wahnsinn mit mir mit!

Beinschuss: Zurück zu Deinem Team und dem SVK 2017/18. Hand aufs Herz: Wo siehst Du Deine Mannschaft am Ende der Saison?

Karayün: Das ist eher eine Art "Wunschdenken". Wir arbeiten und planen lediglich von Woche zu Woche - alles andere ist hier bei uns gar nicht praktikabel. Weil nie alles so läuft, wie man sich das vornimmt oder plant. Wir wollen natürlich einen Relegations- oder Abstiegsplatz vermeiden - im Vordergrund aber steht, dass wir alles dafür gegeben haben. Sagen wir es so: Ich möchte eine Saison erleben, wo wir uns nichts vorwerfen können!

Beinschuss: Was muss beim SVK noch besser werden und wo siehst Du Prioritäten in Sachen Veränderungen, damit in Kirchanschöring noch länger als in diesem Jahr Bayernliga-Fußball zu sehen sein wird?

Karayün: Hier wird jeden Tag daran gearbeitet. Damit beschäftigen sich Abteilungsleitung und Trainerteam tagtäglich. Das beginnt und endet alles mit Unterstützern und Sponsoren. Die finanziellen Mittel bringen Vorteile, für den Verein bei Infrastruktur, Nachwuchsarbeit, Weiterbildung und Kaderplanung. Man darf nie vergessen, woher Kirchanschöring kommt und mit welchen Mitteln hier die letzten Jahre Bayernliga-Fußball betrieben wurde. Davor habe ich große Hochachtung!

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Am Samstag empfangen die Gelb-Schwarzen um 14:00 Uhr zu Hause im Stadion an der Laufener Straße den Tabellenführer SV Pullach.

Quelle: rosenheim24.de

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