Beinschuss-Interview der Woche

Denz erzielt das Tor des Monats: „Vor der Kamera zu stehen, ist nicht mein Ding“

Michael Denz vom TSV 1880 Wasserburg
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Sein Tor aus über 40 Metern im Toto-Pokal wurde zum Bayern-Treffer des Monats gewählt. Wasserburgs Michael Denz.

Wasserburg - Michael Denz hat allen Grund zur Freude. Das Traumtor des 26-Jährigen aus 40 Metern wurde zum Bayern-Treffer des Monats gewählt. beinschuss.de hat mit dem Mittelfeldspieler über die Bedeutung dieser Auszeichnung und den Dreh vor der Kamera gesprochen.

Sein Tor aus 40 Metern im Toto-Pokal gegen Hankofen-Hailing hat nicht nur den Kameramann überrascht, sondern auch ihn selbst. Nun wurde das Traumtor von Michael Denz vom Bayernligisten TSV 1880 Wasserburg zum „Bayern-Treffer des Monats“ September gewählt. Mit 30,5 Prozent aller abgegebenen Stimmen setzte sich der Mittelfeldakteur gegen seine fünf Konkurrenten durch und gewann das Voting vor Andre Huber (BSG Taufkirchen, 28,5 Prozent) und Yannick Deibl (DJK Schwebenried/Schwemmelsbach, 12,7 Prozent).


Am vergangenen Samstag erfolgte im Rahmen des Auswärtsspiels in Donaustauf die Pokalübergabe. Obendrein wurde ein Beitrag über ihn und seine Wasserburger Löwen gedreht, der in Blickpunkt Sport im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Dabei erzielte Denz beim 3:1-Sieg sogar noch einen Treffer vor der laufenden Kamera.


beinschuss.de hat mit Denz über seinen Treffer, die Pokalübergabe und das Drehen vor der Kamera gesprochen. Zudem verrät der 26-Jährige wo die Sieger-Trophäe in seiner Wohnung steht.

Hallo Herr Denz, war der Treffer aus 40 Metern so gewollt oder doch eher glücklich?
Michael Denz: Der war schon so geplant. Ich habe bereits beim Anstoß zur zweiten Halbzeit gesagt, dass ich sofort schießen will, weil der Torwart soweit vor dem Tor stand. Aber das habe ich am Ende doch nicht gemacht (lacht). Dann habe ich den Ball in der 59. Minute abgefangen und dachte mir, obwohl alle geschrien haben ich solle abspielen, ich probiere es einfach mal. Eigentlich sollte er keine Bogenlampe werden, aber es hat auch so gereicht. Es war das schönste Tor meine Karriere.
Sie haben gar nicht über den Treffer gejubelt. Warum?
Denz: Ich war etwas überrascht, dass der Ball dann tatsächlich ins Tor gegangen ist. Ich habe das erst später registriert, als alle schon gejubelt haben.
Wie fiel die erste Reaktion aus, als Sie erfahren haben, dass Sie gewonnen haben und wie erfolgte die Pokal-Übergabe?
Denz: Als der Anruf kam, dass ich das Tor des Monats erzielt habe, war ich positiv überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Vor dem Spiel kam dann Donaustaufs Torwart in unsere Kabine und übergab mit den Preis. Das war eine sehr schöne Geste von ihm.
Sie standen dann für einen Beitrag für Blickpunkt Sport vor der Kamera. Haben Sie da eine neue Berufung gefunden.
Denz: Nein überhaupt nicht (lacht). Vor der Kamera zu stehen, ist nicht wirklich mein Ding. Es war schon ein komisches Gefühl, aber am Ende war es trotzdem okay. Ich bin mit dem Beitrag zufrieden und habe ihn mir schon ein paar Mal angeschaut muss ich zugeben (lacht).
Normalerweise wird der Preis live in der Sendung übergeben? Finden Sie es schade, dass dies aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war?
Denz: Einerseits finde ich es schon schade, das wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen. Dann sieht man auch mal, was im Hintergrund einer solchen Sendung passiert. Zudem wäre es für das gesamte Teams, das ja dabei gewesen wäre, eine runde Sache gewesen. Anderseits hätte es live im Fernsehen zu einem bösen Versprecher von mir kommen können. Das blieb mir erspart (lacht).
Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung und wo steht die Trophäe?
Denz: Es ist schön, dass es so etwas für die Amateure gibt. Für mich ist das eine schöne Auszeichnung, die mich sehr ehrt. Daran werde ich mich immer erinnern und kann später davon erzählen. Der Pokal steht in meinem Wohnzimmer auf einem Regal über der Couch. Da geht man immer direkt vorbei und kann ihn sehen.
Gegen Donaustauf erzielten Sie erneut einen Treffer. Werden Sie jetzt zum Goalgetter?
Denz: In Wasserburg werde ich offensiver eingesetzt. Natürlich wäre es schön, wenn noch das ein oder andere Tor dazukommt, aber am Ende zählt für mich das Ergebnis. Deshalb ist es mir egal wer die Tore macht. Wir wollen unser Ziel erreichen und um den Aufstieg mitspielen.
Sie wechselten im Sommer vom VfR Neuburg zu den Löwen und haben sich schnell eingelebt. Wie kam das?
Denz: Zunächst kannte ich schon einige Spieler wie Maxi Hain oder Markus Grübl. Die anderen habe ich schnell kennengelernt, weil ich super aufgenommen wurde in die Mannschaft. Das Gefüge ist einfach super, das Umfeld ist top. Es macht richtig Spaß hier zu sein und ich fühle mich sehr wohl.
Danke für das Interview

ma

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