Wahnsinns-Spektakel in Bad Endorf

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Vor dem Spiel war beiden Mannschaften bewusst, dass ein Dreier für den weiteren Saisonverlauf sehr wichtig sein wird. Demzufolge waren beide Teams sofort präsent auf dem Platz und nahmen die Zweikämpfe an. Schon in der 2. Minute war dann leider das Spiel für Benedikt Inninger zu Ende, der sich bei einem Kopfballduell im Mittelfeld eine blutende Platzwunde zuzog und vom Krankenwagen abgeholt werden musste. Für ihn kam Josef Ott in die Partie. Seine Mitspieler wurden davon nicht abgelenkt, vor allem nicht Korbinian Linner. In der 7. und 12. Minute scheiterte er noch am Endorfer Keeper Johann Eder, doch in der 18. Minute konnte er das 1:0 für den DJK erzielen. Nachdem er an einigen TSV Verteidigern trickreich vorbei kommen konnte musste er den Ball nur noch trocken ins lange Eck schieben. Kurz darauf vergab Tobias Aicher einen Freistoß aus aussichtsreicher Position, der Ball flog knapp am Tor vorbei. Doch in der 34. Minute hatte der TSV einen Grund zum Jubeln. Der Ausgleich war wieder hergestellt. Hannes Thaller spitzelte eine Aicher-Freistoßflanke unglücklich ins eigene Tor, ohne sein Zutun wäre der Ball wohl an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus gerollt. Doch gegen dieses Geschenk hatten die Gastgeber nichts einzuwenden und in der 38. Minute hätte Aicher sogar noch zum 2:1 treffen können, doch er verfehlte das Tor abermals knapp. Eine Minute später lagen die Endorfer dann 1:2 zurück. Martin Stadler erzielte im Fallen sein erstes Tor in der Kreisliga, nachdem Josef Ott eine schöne Vorarbeit lieferte und ihm den Ball mustergültig servierte. Das war auch der Schlusspunkt in der ereignisreichen ersten Hälfte, in der die Gäste den Ton angaben. Die Hausherren kamen in den ersten 45 Minuten nur aus Standards zu aussichtsreichen Offensivaktionen.

Erste Aktion nach der Hälfte war ein unabsichtliches Handspiel eines DJK-Verteidigers im eigenen Strafraum, welches Schiedsrichter Volkan Kilic für einen Elfmeterpfiff reichte. Der Ball touchiert eine Griesstätter Hand aus kurzer Distanz. Tobias Aicher lies sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte eiskalt zum 2:2. Nur 4 Minuten später wurde dann auch den Gästen ein Strafstoß zugesprochen. Linner wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Ob diese Aktion für einen Elfmeter ausreichte war genau so fraglich, wie die Entscheidung kurz zuvor. Doch Kapitän Christoph Inninger tat es den Endorfern nicht gleich und scheiterte wegen seiner schwachen Ausführung an Eder. In der 57. Minute unterlief dann dem Griesstätter Torwart, Bastian Köll, ein folgenschwerer Fehler. Er musste einen schon sicher gefangenen Schuss von Martin Stowasser wieder auslassen und erreichte den rollenden Ball erst als dieser schon hinter der Linie im eigenen Tor war. So hieß es nun 3:2 für den TSV Bad Endorf, der somit die Partie nach zweimaligem Rückstand gedreht hatte.

In den folgenden Minuten entwickelte sich ein munteres Auf und Ab, aus dem für beide Seiten Tormöglichkeiten entstanden. Die beiden größten für die Gastgeber, Andreas Garhammer scheiterte an Köll und Martin Ganserer traf kurz darauf aus 20 Metern nur den Pfosten. Wenn eine dieser Chancen zum Tor geführt hätte, wäre dies wohl das K.O. für den Gast gewesen. Aber so konnte Linner in der 78. Minute in “Robben Manier” von der linken Seite an der 16- Linie nach innen ziehen und den Ball im langen Eck zum 3:3 versenken. Christoph Ganserer wurde direkt nach diesem Tor aufgrund Reklamierens mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Kurz darauf lies sich Florian Bortenlänger zu einem Ellenbogenschlag hinreißen, während seine Team dabei war einen Freistoß auszuführen, was einen weiteren Platzverweis mit Gelb-Rot zur Folge hatte. Aus diesem Freistoß erhielt der TSV einen Eckball zugesprochen welcher auf kurioser Weise zum 4:3 führte. Ausgerechnet Daniel Rafschneider, der in der Sommerpause von Endorf nach Griesstätt wechselte, fälschte den in den Strafraum getretenen Eckball unglücklich mit dem Rücken ab, von dem sich der Ball im Lattenkreuz senkte. Der auf der Linie stehende Verteidiger konnte das Gegentor nicht mehr verhindern, er erreichte den hohen Ball mit dem Kopf nicht.

Nun konzentrierte sich der TSV mit allen 9 verbliebenen Spielern auf das Verteidigen. Doch kurz nach Ende der regulären Spielzeit kam der unermüdliche Linner mit dem Glück des Tüchtigen an Eder vorbei und konnte den Ball aus spitzem Winkel über die Linie drücken, was das durchaus verdiente 4:4 für den Gast bedeutete. Danach gab es noch eine große Möglichkeit zum Siegtreffer für den DJK, doch dieses Erfolgserlebnis blieb dem Gast verwehrt und das so zustande gekommene Unentschieden hilft keinem der beiden Teams richtig weiter. Der TSV spielte effektiv und konnte aus wenigen Chancen vier Tore erzielen. Der DJK hat in der Kreisliga mittlerweile einige Erfahrungen sammeln können, welche die Mannschaft immer näher an den ersten Dreier heranführt.

Pressemitteilung TSV Bad Endorf

Quelle: rosenheim24.de

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