Eching gewinnt Fight gegen Anschöring

Eching/ Kirchanschöring (bt). Rein tabellentechnisch hat der SV Kirchanschöring in der Fußball-Landesliga Südost eine verschmerzbare 0:1-Niederlage beim TSV Eching kassiert, doch nicht nur aufgrund des späten Gegentreffers in der 85. Minute mussten sich die Gelb-Schwarzen am Ende mächtig ärgern. Besonders Sebastian Leitmeier trauerte der ein oder anderen Szene im Spiel nach, in der er mit seiner gut spielenden und dominierenden Equipe mehrmals in Front hätte ziehen können, doch irgendwie schien der Goalgetter im entscheidenden Moment einer Blockade zu unterliegen.

„Leiti“ schielt nämlich nach wie vor auf die Titelverteidigung der Torjägerkanone in der Landesliga Südost, die neben großer Anerkennung und einer weiteren Trophäe im Vitrinenkasten des Torjägers einen saftigen Preis bringt, der auch dem Team zu Gute käme. So wirkte es in Durchgang eins, in dem die Kirchanschöringer Crew besonders überzeugte, als würde Leitmeier vor dem Tor sich nicht mehr auf seinen Instinkt verlassen, sondern zu viel nachdenken.

So steuerte der Zweitplatzierte (drei Tore Rückstand vorm letzten Match zu Benajmin Held) der Torjägerwertung mehrmals aus verschiedenen Positionen alleine auf den Echinger Kasten zu, brachte die Kugel aber jeweils nicht im Tor unter. So blieb es am Ende dem „Anschöring“-Schreck vorbehalten, die Partie zu entscheiden: Fabijan Hrgota nutzte fünf Minuten vor Ende, in Folge eines Ballverlustes im Mittelfeld ein Missverständnis in der SVK-Hintermannschaft und ließ sich die Chance allein vor Keeper Dennis Kracker in gewohnter Manier nicht nehmen.

"Der Kader ist gut besetzt"

„Sehr sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, dass wir auswärts klar dominiert haben und besonders in Durchgang eins aber auch allgemein eine klasse Vorstellung abgeliefert haben. Und das mit einer mehr oder weniger Nottruppe“, so Coach Patrick Mölzl, der aufgrund der Personalsorgen Spieler ins Aufgebot nahm, die bisher beinahe gänzlich ohne Landesliga-Erfahrung waren (Michael Auer sammelte weitere Minuten, Max Felber kam sogar zu seinem Debüt).

„Uns zeigt das, dass der Kader gut ist und jeder auch wirklich spielen kann“, so der grundsätzlich positiv gestimmte Trainer. Als bestes Beispiel ist wohl Marinus Hillebrand zu nennen, der durch beständig gute Leistungen auch in der zweiten Mannschaft auch in Eching eine top Partie lieferte. „Wir haben sehr gut gespielt, teilweise leider nur bis zum Strafraum und wenn wir uns Top-Chance herausgespielt haben konnten wir heute auch diese nicht verwerten, das ist sehr schade – Besonders für die Jungs“, so Mölzl.

Spannung pur in der Schlussphase

Auch in Durchgang zwei behielten die Gelb-Schwarzen im Willi-Widhopf-Stadion prinzipiell die Oberhand, allerdings merkte man dem ein oder anderen im „Anschöringer“ Ensemble dann mit zunehmender Spieldauer doch an, dass der Tank nicht ganz voll ist. So bauten Einzelne ab, was eigentlich aber trotzdem zum Sieg hätte reichen müssen. Am ende jubelten aber die Schwarz-Weißen, die ihrem Ideal eines gepflegten Fußballs diesmal wenig gerecht wurden und viel mit langen Bällen operierten.

Fabijan Hrgota, wer sonst, machte dem SVK am Ende den Gar aus, wobei Debütant Max Felber zwei Minuten vor Ende in Folge eines Standards fast ausgeglichen hätte. Allerdings strich sein Linksschuss um Zentimeter am TSV-Kasten vorbei.

Pressemitteilung SV Kirchanschöring

Quelle: rosenheim24.de

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