Erlbach marschiert - Keine Blöße gegen Schlusslicht

Eine Stunde lang konnte der SV Hebertsfelden das Landesligaderby gegen den SV Erlbach offen gestalten, dann brachte ein Elfmeter die Niederbayern auf die Verliererstraße. Die mit den individuell besseren Fußballern bestückten Oberbayern aus Erlbach, gewannen vor 650 Zuschauern am Ende verdient mit 3:1

Die erste Großchance der Partie verzeichnete die Heimmannschaft, Simon Salzinger spielte auf Sebastian Spinner, dessen Pressschlag im Strafraum an die Latte klatschte. Im Gegenzug entschied Schiedsrichter Wolfgang Haslberger (TSV St. Wolfgang) auf Freistoß für Hebertsfelden. Klaus Malec konnte den Ball parieren, im Nachschuss erzielte Michael Vorwallner die nicht unverdiente Führung für den Tabellenletzten (12.). Auch in den Folgeminuten hatte Hebertsfelden mehr vom Spiel und versuchte die Führung auszubauen und dem so lange ersehnten Sieg mit einem zweiten  Treffer näher zu kommen. Doch zunehmend eroberte sich Erlbach ein Übergewicht. In der 33. Minute dann der Ausgleich durch einen Spielzug wie aus dem Lehrbuch. Peter Schreiner spielte einen langen Ball auf Spinner, der startete zur Grundlinie durch, umkurvte dort den Ex-Erlbacher Emanuel Spielbauer und fand den gut postierten Salzinger, der zum 1:1 traf. Das Spiel lebte fortan von der Spannung, echtes Derbyfeeling mochte nicht so recht aufkommen.  Durch viele Unterbrechungen wegen Einwürfen und kleinerer Fouls kam kein richtiger Spielfluss auf.

Erlbach mit ganzer Routine

Nach dem Seitenwechsel dominierte das Team aus dem Holzland weiterhin und drängte auf die Führung, zwingende Möglichkeiten gab es aber keine. Vehement einen Handelfmeter wurde in der 52. Minute gefordert, als einem Spieler des SVH unglücklich der Ball an die Hand gesprungen war. Haslberger entschied auf weiterspielen. Den Elfmeter gab es dann aber nach einer Stunde. Nach einem plumpen Einsteigen gegen Marc Bruche ging der Stürmer im Strafraum zu Boden, den fälligen Strafstoß zum 2:1 verwandelte Routinier Ronald Schmidt sehr souverän gegen den jungen Keeper Thomas Obermaier.

In der 66. Minute hatten die Gäste Pech als ihrerseits der Ball nur an die Latte des Erlbacher Kastens klatschte, im schnellen Konter wurde der eingewechselte Philipp Baumann bedient, der klug auf den ebenfalls eingewechselten Hannes Maier weiterleitete. Maier ging in den Strafraum und lies Obermaier mit einen platzierten Flachschuss keine Chance. Nun spielte Erlbach seine ganze Routine aus, die Viererkette um Schreiner, Bonimaier, Schwarzmeier und Penkner stand einmal mehr sicher. Ein Kopfball von Maier nach einem Freistoß in der 70. Minute war die letzte große Gelegenheit. Hebertsfelden mühte sich redlich, war aber letztendlich zu limitiert in seinen spielerischen Möglichkeiten. Am Ende stand ein 3:1, mit dem sich der SV Erlbach auf den 3. Tabellenplatz schieben konnte.

Pressemitteilung SV Erlbach

Quelle: rosenheim24.de

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