Abstiegs-Showdown am Wochenende - Nachholspiele als letzte Hoffnung?

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Letzte Chance für Amerang (blau) und Rosenheim (weiß)

Vier Nachholspiele stehen an diesem Feiertagswochenende in der bezirksliga Ost auf der Agenda. Dabei könnte für drei Abstiegskandidaten bereits eine Vorentscheidung im Kampf um den Ligaverbleib fallen.

Die Nachholspiele in der Bezirksliga Ost stehen ganz im Zeichen des Kampfes gegen den Abstieg. Mit dem VfL Waldkraiburg, dem TSV Kastl, dem TSV Ebersberg, dem Sportbund DJK Rosenheim II und dem SV Amerang sind die fünf schlechtesten Teams der Liga allesamt im Einsatz, für zwei Mannschaften könnte der Kampf umd den Klassenerhalt an diesem Wochenende bereits so gut wie verloren sein.

Die tabellarische Ausgangslage für den Vorletzten aus Rosenheim und das Schlusslicht aus Amerang spricht Bände. Der Rückstand auf den Relegationsplatz, den derzeit der TSV Kastl einnimmt, beträgt jeweils neun Punkte. Zudem hat Kastl erst 14 Spiele absolviert, der Sportbund bereits deren 16 und Amerang 15.

Sollte Kastl seine Nachholpartie am Sonntag gegen den SC Baldham-Vaterstetten gewinnen und Amerang und Rosenheim ihre Spiele gegen Waldkraiburg bzw. Dorfen verlieren, wäre der Ligaverbleib für beide Mannschaften wohl nur noch theoretisch möglich.

Dickes Fragezeichen hinter Waldkraiburg

Jedoch könnten die Schlusslichter auch die Gunst der Stunde nutzen und wieder richtig Fahrt in das untere Tabellendrittel der Bezirksliga bringen.

Wenn dem SV Amerang dies gelingen soll, muss vor allem die Leistung in der Offensive deutlich gesteigert werden. Erst sechs Saisontore hat der Aufsteiger in 15 Spielen erzielt, diese Ausbeute ist schlicht und ergreifend nicht bezirksligatauglich. Mit dem VfL Waldkraiburg gastiert am Sonntag ebenfalls ein Team aus den Niederrungen der Liga an der Frabertshamer Straße.

Zuletzt hat Waldkraiburg im Derby gegen Dorfen eine herbe 1:6-Klatsche kassiert, daraufhin nahm Spielertrainer Markus Gibis seinen Hut und steht dem VfL fortan nur noch als Spieler zur Verfügung.

Zieht sich der Sportbund aus dem Sumpf?

In weit weit sich die Mannschaft von diesem Schock erholt hat, wird sich am Sonntag zeigen. Vielleicht könnte der SVA der große Nutznießer vom Waldkraiburger Schwebezustand sein (hier gehts zum ausführlichen Vorbericht).

Da ist die Aufgabe für den Sportbund Rosenheim II am Montagabend deutlich schwieriger. Nicht nur, dass das Selbstvertrauen nach der unnötigen Derbyniederlage gegen Raubling(hier gehts zum Spielbericht)einen dicken Knacks haben dürfte, mit dem TSV Dorfen gastiert ein ganz schwerer Brocken im Josef-März-Stadion.

Dorfen hat erst 15 Spiele absolviert, aber bereits 24 Punkte auf dem Konto, drei Mal so viel wie der Sportbund. Zudem ist die Brust nach dem 6:1-Derbysieg über Waldkraiburg entsprechend breit.

"Eber" wollen Schwung mitnehmen

Der Knoten geplatzt ist am vergangenen Wochenende beim TSV Ebersberg. Mit dem 2:1 über den TSV Ottobrunn endete eine lange Serie ohne Ligaerfolg, die "Eber" haben damit wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt nur noch drei Punkte, allerdings hat Kastl zwei Spiele weniger absolviert als der TSV. Dennoch könnte Ebersberg am Freitagabend mit einem Heimsieg über den TSV Waging/See ein dickes Ausrufezeichen setzen, der Gegner allerdings wird es den Hausherren nicht leicht machen.

Denn die "Seerosen" kommen mit dem Schwung eines 3:1-Heimerfolges über den ESV Freilassing nach Ebersberg und wollen ihrerseits  dem Abstiegskamof endgültig Lebewohl sagen.

Kastl vor Woche der Wahrheit

Last but not least, der TSV Kastl. Nach dem chaotischen Spiel in Ampfing, das nach zwei Sekunden!! (alle Infos hier) abgebrochen werden musste, steht der TSV weiter bei erst 14 Spielen. Die anstehenden Tage sind für Kastl richtungsweisend. Am Sonntag geht es gegen den SC Baldham-Vaterstetten, ehe die Partie in Ampfing am Mittwoch ihren dritten Anlauf nimmt.

Mit einer entsprechenden Punktausbeute könnte Kastl nicht nur die Verfolger auf Distanz halten bzw. engültig abschütteln, auch der VfL Waldkraiburg und der TSV Ampfing könnten tiefer in den Tabellenkeller rutschen.

Quelle: rosenheim24.de

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