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Einige Meisterpokale stehen noch im Regal

Am vorletzten Spieltag im heimischen Fußball könnten viele Vorentscheidungen fallen

Der TSV Peterskirchen ist vorzeitiger Meister in der Kreisliga 2. Nachdem der Bezirksliga-Aufstieg mit dem 1:1 gegen Tüßling besiegelt wurde, feierten die Peterskirchener ordentlich.
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Der TSV Peterskirchen ist vorzeitiger Meister in der Kreisliga 2. Nachdem der Bezirksliga-Aufstieg mit dem 1:1 gegen Tüßling besiegelt wurde, feierten die Peterskirchener ordentlich.

Die Spielzeiten im heimischen Amateurfußball gehen dem Ende entgegen. Einige Meister, Aufsteiger oder Absteiger stehen schon fest, diese Entscheidungen können am vorletzten Spieltag fallen.

Rosenheim – Nur noch zwei Spieltage, und längst stehen nicht alle Meister und Aufsteiger in den heimischen Fußball-Ligen fest. In beiden Kreisligen, in der Kreisklasse 1 und in fast allen A-Klassen müssen die Spielleiter um Hans Mayer (Petting) noch warten, bis sie Pokale und Urkunden an die Meister übergeben können. Welche Entscheidungen schon an diesem Wochenende fallen können, zeigt der große Streifzug durch die einzelnen Spielklassen von der Regionalliga bis zur B-Klasse.

20 Regionalligisten in der nächsten Saison

Regionalliga: Der SV Schalding-Heining ist nun auch rechnerisch abgestiegen. Zwischen dem SC Eltersdorf (38 Punkte), der SpVgg Greuther Fürth II (37) und Regionalliga-Urgestein FC Memmingen (35) geht es nur noch darum, sich in die Relegation gegen die Vizemeister der Bayernligen zu retten. Dort wird es leichter als gedacht, die Klasse zu erhalten. Denn seit dieser Woche steht fest, dass sich zwei der vier Vereine für die Regionalliga qualifizieren. Der Grund: Verbandsspielleiter Josef Janker (Cham) will die vierte Liga nach dem Drittliga-Abstieg der Würzburger Kickers und von Türkgücü München wieder auf 20 Vereine auffüllen – sonst wäre jede Woche einer spielfrei. Dafür steigen am Saisonende 2023 vier Mannschaften direkt ab, eine mehr als in diesem Jahr.

Bayernliga: Im besten – oder schlimmsten – Fall fallen am Samstag, 14. Mai in Donaustauf zwei Entscheidungen: Wenn die Hausherren gegen Wasserburg gewinnen, kann der SVD damit in die Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga eingezogen und die „Löwen“ (34 Punkte) schon abgestiegen sein – wenn die direkten Konkurrenten aus Pullach (37), Dachau (36) und Hallbergmoos (35) gewinnen sollten. Die beiden Letzteren haben an den beiden ausstehenden Spieltagen gegen den arg schwächelnden Letzten aus Schwabmünchen eine Art „Freilos“.

Töging und Kastl müssen punkten

Landesliga: An der Tabellenspitze ist alles klar. Der SV Erlbach ist Meister und sorgt dafür, dass der Kreis Inn/Salzach 2022/23 mit mindestens drei Vereinen in der Bayernliga (neben Kirchanschöring und Absteiger 1860 Rosenheim) vertreten ist. Der FC Unterföhring geht in die Relegation um den Aufstieg. Der SB Chiemgau Traunstein kann sich mit einem Heimsieg gegen Freising vorzeitig retten – wenn Kirchheim (in Aiglsbach) und Ampfing (gegen Landshut) nicht gewinnen. Sonst droht den Chiemgauern am letzten Spieltag ein direktes Duell um den Klassenerhalt in Kirchheim. Für den FC Töging und Kastl könnte das Abenteuer Landesliga mit einer Niederlage schon am Samstag zu Ende sein.

Bezirksliga: Nach dem 2:0 im Nachholspiel in Waldperlach dürfte der Titel für den VfB Forstinning am Samstag beim abgeschlagenen Schlusslicht in Otterfing nur noch Formsache sein. Der letzte Sieg der Hausherren datiert von Mitte November, und selbst ein Punkt würde dem VfB reichen, weil der ESV Freilassing am letzten Spieltag frei hat. Unten können den SC Baldham nur noch zwei Siege über Bad Endorf und in Aschheim vor dem direkten Abstieg retten.

Realistischerweise dürften sich Buchbach II (30 Punkte), Reichertsheim und Westerndorf (je 28) um den rettenden zehnten Platz streiten. Auch wenn es dafür nicht reicht, kann jeder Punkt zählen. Denn aus den drei Bezirksligen in Oberbayern muss nur der Elfte mit den wenigsten Punkten in die Relegation. Der aus dem Norden (zurzeit Dornach mit 34 Punkten) ist kaum noch einzuholen, und auch im Süden hat Unterpfaffenhofen (31) schon mehr auf der Habenseite.

Spitzenspiele zum Saisonende

Kreisliga 1: Steht am Samstag schon der Meister fest? Die Rechnung des ASV Au sieht so aus: Ein Dreier gegen Ostermünchen und maximal ein Raublinger Unentschieden gegen Emmering – dann könnte man mit 56 Punkten am letzten Spieltag gemütlich zusehen. Andererseits hat der SV Ostermünchen alles selbst in der Hand: Zwei Siege in Au und nächsten Samstag gegen Raubling, dann ist Trainer Harald Melnik der Aufstieg zum Abschied nicht mehr zu nehmen. Gleiches gilt aber auch für den TuS Raubling: Zwei Siege bedeuten die Meisterschaft. Herbstmeister TuS Prien ist nach dem 1:1 beim VfL Waldkraiburg dagegen fast aus dem Rennen. Am Tabellenende ist es noch spannender: Amerang, Pang (je 21 Punkte), BiH Rosenheim (20) und Vogtareuth (18) können noch drinbleiben, in die Relegation gehen (zwei Plätze) oder direkt absteigen.

Kreisliga 2: Die SG Schönau kann schon mit einem Punkt in Surheim Platz zwei klarmachen, weil der Verfolger TSV Teisendorf den direkten Vergleich (2:5, 2:1) verloren hat. Der Abstiegskampf ist auch hier ein Vierkampf zwischen Waging und Töging II (je 20 Punkte), dem TuS Traunreut (19) und der SG Perach/Winhöring (18) – mit dem Unterschied, dass zwei davon in die Kreisklasse müssen und der Klassenerhalt ohne Relegation für keinen aus dem Quartett eine Option ist. Im Derby in Winhöring gegen die Töginger Noch-Landesliga-Reserve könnte am Samstag schon eine Vorentscheidung fallen.

Wer wird Meister?

Kreisklasse 1: Die einzige Kreisklasse, in der der Meister noch nicht feststeht. Schloßberg könnte es am Sonntag mit einem Sieg gegen Obing schaffen, wenn Pittenhart in Flintsbach maximal einen Punkt holt. Andererseits hat Obing selbst noch eine Mini-Chance auf Platz zwei. Und Pittenhart hätte die Nase vorn, wenn man am Saisonende punktgleich mit Schloßberg wäre. Denn die SpVgg hat beide Duelle (4:1, 1:0) gewonnen. Am Tabellenende sieht es nach einem Schneckenrennen um den Relegationsplatz aus. Ein Sieg am Sonntag, 15. Mai beim Nachbarn in Söchtenau würde schon reichen, damit die Saison für den SV Riedering auf jeden Fall in die Verlängerung geht.

Kreisklasse 2: Klar ist hier nur, dass – außer dem Meister DJK-SV Edling – nichts klar ist. Griesstätt, Tattenhausen, Schechen und Kolbermoor sind als Verfolger punktgleich. Im direkten Vierer-Vergleich führt derzeit knapp Griesstätt, muss (oder darf?) aber am Sonntag in Tattenhausen und nächsten Sonntag gegen Schechen ran. Zwei Siege, und die Relegation wäre der DJK jedenfalls nicht mehr zu nehmen. Der SV-DJK Kolbermoor hätte nur gegen Schechen im direkten Vergleich die Nase knapp vorn. Geht es noch unübersichtlicher? Ja, im Abstiegskampf. Nur der FC Maitenbeth ist als Sechster (!) gerettet, den Siebten trennt vom Letzten nur ein Sieg. Aber Croatia Rosenheim, zurzeit Vorletzter, hat am Sonntag in Eiselfing schon die letzte Chance und kann nächste Woche nur zusehen.

Neumarkt verzichtet auf Platz zwei

Kreisklasse 3: Neumarkt hat mit dem Verzicht, noch einmal gegen Meister Aschau anzutreten, den Kampf um Platz zwei praktisch aufgegeben. Das Fernduell heißt Engelsberg (38 Punkte) gegen SG Kirchweidach/Halsbach (37). Die Minimalisten aus Kirchweidach haben es übrigens mit 26:26 Toren aus 20 Spielen so weit geschafft. Die Entscheidung dürfte erst am letzten Spieltag fallen. Der einzige Direktabsteiger der einzigen Zwölfer-Liga heißt TuS Alztal Garching. Den Relegationsplatz machen der FC Mühldorf (17 Punkte) und der SV Oberbergkirchen (16) wohl untereinander aus.

Kreisklasse 4: Die DJK Otting muss auf einen Ausrutscher des TSV Bad Reichenhall hoffen, um noch auf Relegationsplatz zwei vorzurücken – zwei Siege in Tacherting und gegen Piding vorausgesetzt. Der direkte Vergleich spräche übrigens bei Punktegleichstand für Otting (0:2, 4:1). Die Kurstädter empfangen am Samstag den abstiegsgefährdeten SB Chiemgau Traunstein II. Der wiederum kann am letzten Spieltag gegen Heiligkreuz zumindest den direkten Abstieg aus eigener Kraft verhindern. Ob es noch reicht, um Oberteisendorf einzuholen, ist fraglich – zumal der direkte Vergleich wegen der Auswärtstor-Regel) knapp für den SVO ausfallen würde.

Kampf um den ersten Platz

A-Klasse 1: Das Fernduell zwischen Feldkirchen (44 Punkte) und Türkspor Rosenheim (43) um den Titel geht in die vorletzte Runde. Auch der Verlierer hat aber wenigstens die Relegation (gegen Mettenheim oder Schwindegg) sicher. Den einzigen sportlichen Absteiger machen Happing (13) und Großholzhausen II (12) unter sich aus. Gut möglich, dass am Ende vier Siege in 22 Spielen reichen, um drinzubleiben.

A-Klasse 2: Mit dem 2:1 im Nachholspiel beim aufstrebenden Verfolger Unterwössen hat der TSV Bergen einen großen Schritt zum Titel gemacht. Dabei drehten die Bergener vor fast 500 Fans in Unterzahl einen 0:1-Rückstand. Zwei Punkte aus zwei Spielen gegen Aschau und in Übersee fehlen noch zum Wiederaufstieg nach 15 Jahren. Für den SVU ist maximal Platz zwei drin, bei einem Punkt Rückstand auf die SG Chieming/Grabenstätt. In Breitbrunn kann am Samstag der zweite Absteiger neben Erlstätt feststehen. Gewinnen die Hausherren nicht gegen Übersee, wäre Grassau gerettet.

Forsting hat es in der Hand

A-Klasse 3: Ein Dreier am Sonntag in Rechtmehring, und die Meisterschaft ist dem SV Forsting-Pfaffing nicht mehr zu nehmen. Gleichzeitig kämpft Rott im Verfolgerduell in Gars um die letzte Chance, der SG Reichertsheim/Ramsau/Gars II Platz zwei noch streitig zu machen. Im Kampf um den Klassenerhalt kann den TSV Eiselfing II bei fünf Punkten Rückstand auf Emmering II nur ein kleines Wunder retten: Der Gegner SV Albaching könnte sich auch eine 0:3-Niederlage leisten und wäre trotzdem gerettet. Der SV Ostermünchen II muss zurück in die B-Klasse.

A-Klasse 4: Fällt am Sonntag eine Vorentscheidung im Titelkampf? Spitzenreiter Schwindegg hat es beim Tabellendritten SG Marktl/Stammham auf dem Papier deutlich schwerer als der punktgleiche Zweite Mettenheim in Polling. Dabei sind Marktls Chancen auf die Relegation nur noch theoretischer Natur. Der Sieger im Duell SV Weidenbach (22 Punkte) gegen Erlbach II (24) ist wohl gerettet. Dem Verlierer sitzt der TSV Obertaufkirchen (21) im Nacken, der in Neumarkt ran muss. Der SV Hirten, der schon zweimal nicht antreten konnte, ist nicht mehr zu retten.

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A-Klasse 5: Die letzte Entscheidung könnte schon am Samstag fallen. Ein Sieg beim abgeschlagenen FC Traunreut, und der TSV Palling zieht in die Relegation um den Aufstieg ein. Reine Formsache, geht es doch für den FC nur noch darum, irgendwie anzutreten und die dritte Spielwertung zu vermeiden, um nicht gleich in die C-Klasse abzurutschen. Beim 0:16 in Tittmoning war man zu acht. Derweil träumen die Pallinger von einem Relegations-Derby gegen Heiligkreuz.

A-Klasse 6: Ein Punkt gegen den bereits abgestiegenen SV Taching würde der Kirchanschöringer Bayernliga-Reserve am Sonntag schon reichen, um den Titel perfekt zu machen. Fridolfings Gegner in der Relegation wäre dann entweder der FC Mühldorf oder der SV Oberbergkirchen. Neukirchen kann mit einem Punkt gegen ESV Freilassing II das Abstiegsgespenst endgültig vertreiben.

B-Klasse: Acht von zwölf Aufsteigern in die A-Klasse stehen bereits fest. Zuletzt durften auch die SpVgg Jettenbach, der SV Höslwang (beide Gruppe 3), der VfL Waldkraiburg II (Gruppe 4) und der SVL Tacherting II (Gruppe 5) jubeln. Die FT Rosenheim (Gruppe 2) kann es ihnen am Sonntag mit einem Remis in Heufeld nachtun. Die SG Tüßling/Teising II braucht in der Gruppe 5 vier Punkte aus zwei Spielen, um den TSV Heiligkreuz II vom zweiten Platz zu verdrängen, der mit seiner Saison bereits fertig ist und tatenlos zusehen muss. In der Gruppe 6 fehlt der SG Schönau II noch ein Punkt und dem SV Surberg ein Sieg, um in die A-Klasse zurückzukehren.

Die Bruckmühler Reservemannschaften schafften den Doppel-Aufstieg: Die Zweite (Bild) klettert in die A-Klasse, die Dritte ist Meister in der C-Klasse 2.
Eine Kabinenparty gab es bei der SpVgg Jettenbach, nachdem der Wiederaufstieg in die A-Klasse feststand.

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