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Darunter ist auch der SV Wacker Burghausen

14 Vereine aus Bayern schlagen Alarm: Kopfpauschale und Öffnung der Sportstätten

Ein Bein streckt sich nach dem Ball.
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Fußball (Symbolbild)

14 Großvereine aus Bayern, darunter auch der SV Wacker Burghausen, melden sich mit einem Positionspapier zu Wort und schlagen Alarm. Die Klubs machen darauf aufmerksam, dass die bisherigen Hilfen bei ihnen keine Wirkung zeigen und schlagen dafür eine Kopfpauschale pro verlorenem und nicht dazu gewonnenem Mitglied vor. Zudem fordern sie anhand der Sportampel Bayern die schrittweise Öffnung der Sportstätten.

Die Corona-Pandemie sorgt weiter für massive Einschränkungen in Deutschland und so gilt seit Dezember ein Lockdown. Damit ruht auch der Trainings- und Spielbetrieb im bayerischen Amateur- und Breitensport. Nun machten in einem Positionspapier 14 Großvereine aus Bayern auf ihre Situation aufmerksam und fordern eine Kopfpauschale pro Mitglied und eine Öffnung der Sportstätten für den Trainingsbetrieb. Darunter ist auch der Regionalligist SV Wacker Burghausen. Das Papier wurde an Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und BLSV-Präsident Jörg Ammon übersendet.

Vereinspauschale hilft den großen Vereinen nicht

„Wir sehen die Notwendigkeit von Einschränkungen während der Pandemie“, beginnt das Schreiben der 14 Klubs. „Wir fordern jedoch, den (Breiten)-Sport stärker in den Fokus zu nehmen. Wir stellen fest, dass den Breitensportvereinen nicht die erforderliche finanzielle Hilfestellung gewährt wird, die sie dringend benötigen.“ Sie verweisen darauf, dass die Verdoppelung der Vereinspauschale keine Entlastung für die Großvereine darstellt, da beispielsweise allein die Kosten für die Gebäudeversicherung der vereinseigenen Anlagen höher seien.

Mitgliederschwund macht sich bei den Klubs bemerkbar

Der Vereine weisen in ihrem Positionspapier auf den Rückgang der Mitglieder hin, die sie vor große Probleme stellt. „Gesunkene Mitgliederzahlen und die fehlende Perspektive, diesen Rückgang zeitnah wieder aufzuholen, stellen insbesondere die Großsportvereine vor ein echtes Problem“, teilen sie mit. „Das Plus an Kündigungen in Verbindung mit fehlenden Neueintritten führt zu einem hohen Einnahmenrückgang. Insbesondere Vereine mit eigenen Sportstätten sowie hauptamtlichem Personal geraten so in immense Schwierigkeiten.“ Deshalb fordern sie in ihrem Papier: „Eine Kompensation für den Entfall von Mitgliedsbeiträgen wäre die richtige Hilfestellung für den Sport.“

Kopfpauschale pro verlorenem und nicht hinzugewonnenem Mitglied

Die Vereine haben dabei auch eine Lösung im Gepäck: Eine Kopfpauschale pro verlorenem und pro nicht gewonnenem Mitglied. Dabei sollen die Vereine eine Corona-Sonderförderung erhalten, die am 1. Februar 2021 weniger Mitglieder haben als noch im Vorjahr.

„Für die Dauer von zunächst zwölf Monaten erhält der Verein in 2021 für jedes verlorene Mitglied 240 Euro und jedes nicht hinzugewonnene Mitglied 240 Euro“, heißt es in dem Positionspapier weiter. Die Bemessung der nicht hinzugewonnener Mitglieder soll dabei über eine Betrachtung eines fünf Jahreszeitraumes vor den Einschränkungen und durch die Berechnung der durchschnittlichen Mitgliedersteigerung erfolgen.

„Sonderregelungen für Kinder und Jugendliche sind unverzichtbar“

Neben den finanziellen Hilfen fordern die 14 Großvereine, dass die Sportstätten wieder geöffnet werden. Dabei soll die Kontaktreduzierung und Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten gegeben sein und vor allem die Kinder und Jugendlichen mehr berücksichtigt werden. „Hilferufe von Jugendämtern, z.B. an die Ferienprogramme der Sportvereine, sprechen eine eindeutige Sprache“, so die Klubs. „Sonderregelungen für Kinder und Jugendliche sind daher unverzichtbar und müssen schnellstmöglich umgesetzt werden.“

Außerdem appellieren sie, dass die Öffnung der Sportstätten nicht wie noch im Frühjahr 2021 schrittweise geschieht. „Im Zweiwochenrhythmus die Trainingsorganisation zu ändern, hat sowohl die Sportlerinnen und Sportler, die Trainerinnen und Trainer als auch die Verwaltung an ihre Grenzen gebracht.“

Sportampel: Die Öffnung der Sportstätten soll schrittweise erfolgen

Die 14 Vereine haben deshalb eine Sportampel entwickelt, die zur Öffnung der Sportvereine dienen soll. So soll ab dem 1. März bei einer 7-Tages-Inzidenz von bis zu 150 eine Sonderöffnung für Outdoorsport für Kinder und Jugendliche gelten. Dabei sollen die geltenden Mindestabstände eingehalten werden.

Zu Beginn der Osterferien am 29. März soll dann eine Zulassung für Ferienbetreuung/Sportcamps unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich sein. Ab dem 21. April soll bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 keine Differenzierung zwischen Indoor- und Outdoorangeboten mehr gemacht werden. Dabei gebe es feste Trainingsgruppen und es nur kontaktloses Training (Ausnahme in dauerhafter 2er Trainingsgruppe oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes) sei möglich.

Bei einem Inzidenzwert zwischen 35 und 50 soll dann Körperkontakt wieder erlaubt sein und maximal 20 Personen pro Gruppe miteinander trainieren können. Veranstaltungen ohne Zuschauer könnten wieder möglich sein. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 sollen keine Einschränkungen für den Sport mehr gelten.

Hier findet ihr die Pressemitteilung der 14 Vereine im Wortlaut

Ob das Positionspapier der 14 bayerischen Großvereine bei den Politikern Gehör finden wird, bleibt abzuwarten. Derzeit sieht alles danach aus, als ob der Lockdown weiter verlängert wird. Im Raum steht, dass bis zum 14. März der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport anhält.

ma

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