SBR - Aufbäumen oder aufgeben?

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Angeschlagener Sportbund vor nächster Herkulesaufgabe

Die Erwartungen vor der Saison waren hoch, man liebäugelte sogar mit einem Platz im oberen Tabellendrittel der Bayernliga Süd. Nach nur zwei Monaten ist im Lager der Rosenheimer jedoch Ernüchterung eingekehrt, der SBR befindet sich mitten im Abstiegskampf und muss derzeit von Woche zu Woche neue Rückschläge wegstecken. Der unglücklichen 1:0-Niederlage gegen Bogen, folgte unter der Woche ein desolates 7:0 gegen den FC Pipinsried. „Es herrscht jetzt erst einmal Leere im Kopf. Wir hatten uns vorgenommen, dem Gegner zu zeigen, dass wir daheim spielen und unbedingt einen Dreier mitnehmen wollen. Der  Beginn war ansprechend, wir haben den Gegner früh unter Druck gesetzt und dadurch auch zu Fehlern gezwungen. Wir machen dann aber selber zu viele Fehler und werden gnadenlos dafür bestraft, so etwas habe ich auch noch nie erlebt, “ so SBR-Coach Güttler nach der Partie am Mittwochabend.

Es ist ein neuer Tiefpunkt in Rosenheim erreicht. Die Mannschaft von Trainer Günter Güttler befindet sich derzeit im freien Fall und muss sich, angesichts der Leistung gegen Pipinsried, hinterfragen, ob sie derzeit alles dafür tut, um so schnell wie möglich wieder zurück auf die Erfolgsspur zu kehren. Ausgerechnet jetzt ist mit dem TSV Rain am Lech der aktuelle Tabellenführer im Josef-März-Stadion zu Gast. Viele sind der Meinung das ist der falsche Zeitpunkt, für den Trainer und die Spieler kommt dieses Spiel jedoch genau richtig. Der Sportbund Rosenheim hat nichts mehr verlieren und kann mit einer Sensation gegen Rain den langersehnten Befreiungsschlag landen.

Rain spielt derzeit in einer anderen Liga

Die Fußballer des TSV Rain am Lech konnten sich erst nach dem Aufstieg 1997 in der Landesliga etablieren. 2008 gelang der „Blumenstadt“ dann der Sprung in die Bayernliga und mit der Liga-Reform auch die Teilnahme an der Regionalliga Bayern. Etablieren konnte man sich in der höchsten bayerischen Spielklasse jedoch nicht, in der vergangen Spielzeit stieg die Mannschaft als Tabellenletzter in die Bayernliga ab. Nach zahlreichen Trainerwechseln in den vergangenen Jahren steht seit dieser Saison mit Herbert Zanker ein sehr erfahrener Mann an der Seitenlinie.

Der 50-Jährige war lange Zeit Nachwuchstrainer in Ingolstadt und wechselte dann ins Ausland: Unter Klaus Toppmöller war er Co-Trainer der Nationalmannschaft von Georgien und gleichzeitig hauptverantwortlich für deren U21 sowie die Olympia-Mannschaft des Landes. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er für kurze Zeit in der Landesliga beim FC Gerolfing tätig, ehe er in der vergangenen Saison den SSV Ulm 1846 in der Regionalliga Südwest übernahm. Mit dem TSV Rain am Lech konnte Zanker einen sensationellen Saisonstart hinlegen. Nach 13 Spieltagen steht die Blumenstadt an der Tabellenspitze der Bayernliga Süd und gilt seither als Aufstiegsfavorit Nummer eins.

Sportbund vor Herkulesaufgabe

Nach Pipinsried, dem Tabellenzweiten der Liga, ist am kommenden Samstag der aktuelle Spitzenreiter im Josef-März-Stadion zu Gast. Für den SBR geht es somit Schlag auf Schlag. Viel Zeit um zu regenerieren, bleibt den Rosenheimer nicht, dennoch müssen die Güttler-Mannen am Samstagnachmittag topfit und hochkonzentriert sein, ansonsten droht ihnen der nächste Nackenschlag. Inwiefern sich die Sportbündler von der 7:0-Klatsche am vergangenen Mittwoch erholt haben und ob diese zu einem Hallo-Wach-Effekt geführt hat, bleibt abzuwarten.

Quelle: rosenheim24.de

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