BFV-Pokal: Buchbach und 1860 gefordert

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Christian Brucia, der zuletzt Probleme mit Asthma hatte, will heute in Bad Kötzting wieder den Turbo anwerfen.

Während der TSV Buchbach ausgeruht und als Favorit in die zweite Runde des Verbandspokals geht, sieht die Situation beim TSV 1860 Rosenheim genau gegenteilig aus.

1. FC Bad Kötzting - TSV Buchbach (Dienstag, 18:00 Uhr)

Der TSV Buchbach muss am Dienstag um 18 Uhr im Toto-Pokal beim Bayernligisten 1. FC Bad Kötzting ran und erwartet am Freitag um 19 Uhr den SV Wacker Burghausen in der SMR-Arena zum Derby in der Regionalliga.

„Wir haben das spielfreie Wochenende genutzt, konnten etwas regenerieren, was auch dringend notwendig war“, sagt Trainer Anton Bobenstetter, der erst nach dem gestrigen Abschlusstraining entscheiden wollte, wer im Pokal dabei ist: „Wir werden sicher für beide Begegnungen 15 stabile Spieler haben. Viele sind nach den Strapazen der letzten Wochen auf dem Weg der Besserung, für alle wird es bis Dienstag aber sicher nicht reichen.“ Dass Maxi Drum (Kreuzbandriss) und Moritz Löffler (doppelter Bänderriss) nicht zur Verfügung stehen, ist klar.

Fragezeichen stehen noch hinter Maxi Hain und Thomas Hamberger, Kapitän Hain könnte in Bad Kötzting zu einem Teileinsatz kommen, wenn er den Belastungstest übersteht, Hamberger hat erst wieder mit dem Lauftraining begonnen. Stefan Alschinger, der ja schon in Haarbach einen Teileinsatz hatte, wird auf jeden Fall Spielpraxis bekommen, Keeper Daniel Maus hat hingegen noch Probleme mit den ausgekugelten Fingern. Maxi Knauer (Grippe) muss unter Umständen heute auch noch geschont werden, doch Bobenstetter weiß: „Wenn wir da nicht mit einer guten Aufstellung antreten, scheiden wir aus.“

Böse Erinnerungen werden wach

Vor drei Jahren mussten die Buchbacher in Kötzting auch mit 2:3 die Segel streichen, obwohl auch damals galt: „Wenn wir schon diesen Aufwand betreiben, wollen wir auch weiterkommen. Für die meisten Spieler werden es von der Abreise daheim bis zur Rückkehr schließlich rund zwölf Stunden sein.“ Insofern nimmt Bobenstetter die ungeliebte Pokal-Zusatz-Belastung schon ernst - vielleicht klappt es ja in dieser Saison besser als in den letzten Jahren. Was dann in der ersten Runde im DFB-Pokal möglich ist, haben ja Illertissen und Würzburg gezeigt. Bobenstetter: „Wenn man sieht, dass Illertissen unglücklich in der Verlängerung gegen Bremen ausgeschieden ist und dass Würzburg Fortuna Düsseldorf rausgeworfen hat, weiß man, auf welchem Niveau wir uns hier in der Regionalliga bewegen.“

Fürs Derby am Freitag gegen Burghausen gibt es übrigens noch ausreichend Karten, aller Voraussicht nach wird die Partie wohl nicht ausverkauft sein, so dass auch am Freitag noch ausreichend Tickets an der Tageskasse zur Verfügung stehen.  Bobenstetter: „Wir bereiten uns sozusagen zweigleisig vor. Erst auf den Pokal, aber natürlich unter Berücksichtigung auf das Derby gegen Burghausen.“

TSV 1860 Rosenheim - SV Heimstetten (Dienstag, 19:30 Uhr)

Für den TSV 1860 Rosenheim ist die Zweitrundenpartie gegen den Regionalligisten vom SV Heimstetten Fluch und Segen zugleich. Zum einen können sich die Rosenheimer endlich wieder mit einer spielerisch starken Mannschaft messen, was in der Vergangenheit nicht selten zu einem guten Ergebnis geführt hat. Zudem können die Mannen von Thomas Siegmund und Patrik Peltram befreit aufspielen, gegen den viertklassigen SV hängen die Erwartungen doch auf überschaubarer Höhe.

"Wir haben gegen Heimstetten nichts zu verlieren. Vielleicht gelingt uns ja der große Coup und wir können Selbstvertrauen für die Bayernliga tanken", sagte Peltram nach dem Samstagsspiel gegen die SpVgg Landshut, welches die Sechziger einmal mehr nicht gewinnen konnten und nach nur sechs Punkten aus neun Spielen im Tabellenkeller der Bayernliga Süd angekommen sind.

1860 kommt nicht zur Ruhe

Gegen Landshut war dem TSV eine physische und mentale Müdigkeit anzumerken, die man dem Team angesichts des straffen Programms der vergangenen Wochen auch nicht verdenken kann. 1860 hatte elf Tage Sommerpause, seit dem Saisonstart Mitte Juli nur englische Wochen absolviert und die Personaldecke der Innstädter ist auch nicht wirklich dick.

Neben dem langzeitverletzten Charly Kunze schleppen sich einige Spieler mit kleinen Wehwehchen von Spiel zu Spiel, eine mehrtägige Pause würde dem ganzen Team gut tun. Dennoch will man auf Seiten der Sechziger das Spiel gegen Heimstetten nicht abschenken, etwas Kleingeld würde ein Weiterkommen ja auch in die klamme Vereinskasse spülen.

Große Freude herrscht bei Spielern und Verantwortlichen angesichts des Wiedersehns mit einem alten Bekannten. Danijel Majdancevic, der jahrelang für die Sechziger aktiv war, wechselte vor der Saison von 1860 zum SV und trifft am Dienstagabend auf seine alten Kollegen. Die wollen es ihm und seinen Teamkameraden trotz aller Müdigkeit so unangenehm wie möglich machen.

Quelle: rosenheim24.de

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