Buchbach gerät in Würzburg unter die Räder

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Die ersatzgeschwächte Mannschaft vom TSV Buchbach ist beim Titelfavoriten aus Würzburg mit einer hohen Niederlage abgewatscht worden.

Mund abwischen, Knochen sortieren und möglichst viel Schlaf nachholen, alles andere ist erst einmal nachrangig. Nach der 0:5-Niederlage am Dienstagabend bei Titelaspirant Kickers Würzburg hingen die Fahnen beim TSV Buchbach am nächsten Tag sozusagen auf Halbmast. „So eine Niederlage tut einfach weh, jeder Treffer des Gegners ist wie ein Messerstich“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter.

Und nicht nur das: Schon nach dem fünften Spiel in der Regionalliga Bayern hinkt, hatscht und humpelt die halbe Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit hatten wir ja kaum einmal elf Mann auf dem Platz“, so Bobenstetter. Nur eine Minute nach dem der Trainer den nach seiner schweren Grippe völlig ausgepumpten Christian Brucia vom Feld geholt hatte, verletzte sich der stark spielende Moritz Löffler bei einem Zweikampf am Fußgelenk (63.). Löffler wurde gute zehn Minuten behandelt, das Gelenk mit einem Tape stabilisiert, ehe es zurück aufs Feld ging. „Wir hatten ja schon drei Mal gewechselt, da hat Moritz auf die Zähne gebissen und fertig gespielt“, lobt Bobenstetter die tolle Einstellung des Neuzugangs. Wie schwer die Bänderverletzung ist und wann Löffler wieder spielen kann, muss die Kernspintomografie am heutigen Donnerstag ans Licht bringen.

Während Löffler noch draußen war, erzielte Nico Gutjahr den vierten Treffer mit einem brutalen Flatterball, bei dem sich Keeper Daniel Maus verletzte (71.) . „Zwei Finger standen in komplett falsche Richtungen“, berichtetet Bobenstetter, der einen Bruch der Finger befürchtete. Nach der Rückkehr in den frühen Morgenstunden  wurden Maus die Finger im Krankenhaus wieder eingerichtet. Diagnose: Kein Bruch, aber die Kapseln sind kaputt, 14 Tage Pause. Maus will aber bereits am heutigen Donnerstag schon wieder ins Training kommen, dass am Freitag in Schalding Dominik Süßmaier seinen Platz einnimmt, steht aber fest.

Und es kam noch schlimmer: Der ohnehin angeschlagene Aleksandro Petrovic wurde in der 77. Minute von Gutjahr am lädierten Fußgelenk böse erwischt, so dass der Mittelfeldlenker nicht mehr weitermachen konnte. „Es gab zwar Gelb für das Foul, aber davon können wir nicht abbeißen“, so Bobenstetter, der hofft, dass Petrovic am Freitag eventuell doch dabei sein kann: „Das Gelenk wurde während der vierstündigen Heimfahrt gut gekühlt, so dass die Schwellung im Rahmen geblieben ist.“

Schon nach zwölf Minuten und Toren von Marco Haller (9.) und „Leuchtturm“ Christopher Bieber, 90 Kilo schwer und 1,96 Meter groß, war die Buchbacher Mission in Würzburg zum Scheitern verurteilt. Bobenstetter: „Wir haben viele Fehler gemacht, aber immer alles versucht. Phasenweise haben wir wirklich ordentlich Fußball gespielt.“ Maus parierte zwischenzeitlich noch einen Foulelfmeter (38.) - schon der zweite in dieser Saison. Genützt hat’s wenig, weil die anschließende Ecke das 3:0 durch den aufgerückten Clemens Schoppenhauer brachte. Dass Haller für den hoch aufgerüsteten Profiliga-Aspiranten, der in drei Jahren über drei Millionen für seine Ambitionen investiert, in der 87. Minute noch den fünften Treffer nachlegte, war am Ende marginal.

FC Kickers Würzburg: Wulnikowski - Nothnagel, Demirtas (57. Schmitt), Schoppenhauer, Weißenberger (45. Velkov) - Haller, Vocaj - Billick, Duhnke, Lewerenz - Bieber. Trainer: Hollerbach.

TSV Buchbach: Maus - Brucia (62. Breu), Hingerl, Knauer, Löffler - Maxi Hain, Hannes Hain (46. Bauer) - Hamberger (46. Hellinger), Petrovic, Denk - Stijepic. Trainer: Bobenstetter/Werner

Tore: 1:0 Haller (9.), 2:0 Bieber (12.), 3:0 Schoppenhauer (38.), 4:0 Gutjahr (71.), 5:0 Haller (87.)

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich)

Zuschauer: 1725

Gelb: Petrovic - Lewerenz, Gutjahr, Velkov

Besonderheit: Buchbachs Keeper Maus pariert Foulelfmeter von Lewerenz (38.)

MB.  

 

Quelle: rosenheim24.de

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