"Natürlich nehmen wir das Thema ernst"

So reagieren die Vereine aus der Region auf das Coronavirus

Region Südostbayern - Am Montag veröffentlichte der Bayerische Fußball-Verband für die Vereine Informationen zum Coronavirus. Beinschuss.de hat mit den Clubs gesprochen, wie sie mit der aktuellen Lage umgehen.

Am kommenden Wochenende stehen wieder Begegnungen in der Regionalliga, Bayernliga Süd und Landesliga Südost an. Dabei sind auch einige Vereine aus der Region im Einsatz. Die aktuelle Coronavirus-Welle geht auch an ihnen nicht spurlos vorbei. Bei allen Clubs ist das Thema präsent. "Natürlich nehmen wir das ernst", sagt Hans Kroneck, Sportlicher Leiter des TSV 1860 Rosenheim. "Wir haben alle im Verein informiert, dass der obligatorische Handschlag derzeit keine Pflicht ist und haben auf die Hygienevorschriften hingewiesen." Die Rosenheimer treffen am Samstag um 14 Uhr auf den SV Heimstetten, erst eine Woche später haben sie wieder ein Heimspiel. "Bislang haben wir von der Stadt noch nichts gehört, aber wir warten natürlich die Entwicklung ab und halten uns an die Vorschriften", so Kroneck weiter.


Laut Gesundheitsminister Jens Spahn sollen Großveranstaltungen über 1.000 Personen abgesagt werden. Da im Amateurbereich solche Zuschauerzahlen selten vorkommen, wird stets im Einzelfall entschieden. Beim SV Wacker Burghausen, der am Freitagabend um 20 Uhr den VfR Garching empfängt, geht man nicht von solch einer Kulisse aus. "Wir werden trotzdem pro aktiv auf den Verband zugehen und uns mit dem Ordnungsamt austauschen", sagt Geschäftsführer Huber Andreas. "Wir haben genug Platz im Stadion, sodass die Zuschauer ausweichen können."

SV Erlbach untersagt wegen Coronavirus den Handschlag

Weitere Informationen:

- Coronavirus in der Region: Alle aktuellen Informationen.

- So reagiert der Bayerische Fußball-Verband auf das Coronavius.

Einige Vereine haben bislang noch keine weiteren Maßnahmen ergriffen. "Wenn ein Spieler von uns von der Schule oder Arbeit daheim bleibt, darf er logischerweise nicht mittrainieren oder wird bei Spielen nicht eingesetzt" so Wasserburgs Pressesprecher Simon Stürmlinger. "Natürlich machen wir uns Gedanken und die Spieler sprechen darüber in der Kabine", sagt Ampfings stellvertretender Abteilungsleiter Erni Kühnstetter. Die Ampfinger treffen am Freitagabend im Derby auf den TSV Kastl. Thomas Genz, Abteilungsleiter des TSV Kastl: "Ich wüsste nicht, wie wir großartig reagieren sollten. Ich glaube das würde auch grundsätzlich nicht viel ändern können." In die gleiche Kerbe schlägt auch Peter Mallmann von der SB Chiemgau Traunstein: "Aktuell machen wir gar nichts. Den Handschlag macht man ja oft instinktiv." Beim SV Erlbach ist man dagegen einen Schritt weiter gegangen. "Wir haben die Handshakes komplett untersagt", sagt Abteilungsleiter Rudi Meier.


"Wenn ein Fall auftritt herrscht Alarmstufe rot"

Eine Sorge treibt aber viele Vereinsfunktionäre um. Was passiert wenn sich ein Kind oder ein Erwachsener aus dem Verein mit dem Coronavirus ansteckt. "Wenn ein Fall bei uns auftritt, dann ist, glaube ich, Alarmstufe rot angesagt", sagt Wasserburgs Stürmlinger. "Und was ist dann? Wird der Spielbetrieb eingestellt?" Fabian Frühwirth, Pressesprecher des BFV, bezieht Stellung: "Wir bewerten die Lage täglich. Für uns sind die Vorgaben des Gesundheitsamtes binden, auch für den Sportbetrieb. Sollte es zu einem solchen Krankheitsfall kommen, wird das Gesundheitsamt reagieren und wir auch. Wir hoffen, dass wir dann diese Spiele nachholen können."

Mittlerweile wurde ganz Italien zum Risikogebiet erklärt. Einige Vereine waren beispielsweise im Trainingslager am Gardasee und befanden sich damit in der betreffenden Region. Das Thema wird also voraussichtlich noch einige Wochen den BFV beschäftigten.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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