Debakel in Schweinfurt! 1860 abgestiegen

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Der TSV 1860 Rosenheim hat es nicht geschafft. Nach einer verdienten Niederlage beim FC Schweinfurt 05 sind die Innstädter in die Bayernliga abgestiegen.

Aus Schweinfurt berichtet Tobias Ruf

Der TSV 1860 Rosenheim hat es nicht geschafft. Nach einer verdienten Niederlage beim FC  Schweinfurt 05 sind die Innstädter abgestiegen und müssen den bitteren Gang in die Bayernliga antreten.

Hängende Köpfe bei den Sechzigern nach dem entscheidenden Relegationsrückspiel im Willy-Sachs-Stadion in Schweinfurt. Vor gut 3.500 Zuschauern unterlag der TSV mit 1:5 (0:2) und spielt damit in der kommenden Saison in der Bayernliga Süd.

Den Gästen war die mühsame Busanfahrt in den ersten Minuten deutlich anzumerken. Rosenheim agierte unsicher, leistete sich zu viele Fehlpässe und wäre nach sechs Minuten beinahe kalt erwischt worden.

Spiel hätte andere Entwicklung nehmen können

Marion Müller prüfte TSV-Keeper Mariusz Trochanowski mit einem Distanzschuss aus zentraler Position von der Strafraumgrenze. Der Vertreter des im Urlaub weilenden Robert Mayer reagierte glänzend und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Querlatte.

Fortan fand die Mannschaft von Trainergespann Thomas Siegmund und Patrik Peltram besser ins Spiel und wäre nach 17 Minuten um ein Haar in Führung gegangen. Doch der Kopfball von Verteidiger Georg Lenz aus wenigen Metern in zentraler Position ging nur hauchdünn über die Latte.

Wenige Minuten später wurden die Gäste nach einem Freistoß für Schweinfurt kalt erwischt. Die Sechziger waren noch nicht sortiert, da lief Müller (24.) frei auf Trochanowski zu und schob abgeklärt ins rechte Eck mit einem Flachschuss ein.

Nächste Unachtsamkeit, nächstes Gegentor

Im direkten Gegenzug wäre Danijel Majdancevic beinahe die direkte Antwort gelungen. Doch der Schweinfurter Keeper Christopher Pfeiffer verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich.

Nach einer halben Stunde ließen sich die Sechziger erneut überrumpeln. Einem unnötigem Rosenheimer Ballverlust im Mittelfeld folgte ein Steilpass von Fery auf Steffen Krautschneider, der frei auf das Rosenheimer Tor zulief um zum vorentscheidenden 2:0 traf.

1860 erhöhte nun den Druck auf das Tor der Hausherren, doch der Anschlusstreffer wollte einfach nicht fallen.

Indisponiert nach Wiederanpfiff

Die zweite Hälfte war noch keine Minute alt, da wurden die Gäste eiskalt erwischt. Krautschneider schickte Müller auf halblinks auf die Reise, der überragende Schweinfurter Angreifer blieb eiskalt und zerstörte mit dem 3:0 endgültig die Rosenheimer Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

Die desolate Abstimmung zwischen Angriff und Abwehr manifestierte sich nur zwei Minuten später, als auch Krautschneider zum zweiten Mal jubeln durfte.

Wieder verloren die Sechziger den Ball im Mittelfeld, wieder lief der Schweinfurter frei auf Trochanowski zu. Der kam zwar noch mit den Fingerspitzen an den Ball, doch die Kugel trudelte ins Tor und sorgte für Fassungslosigkeit bei den mitgereisten Rosenheimer Fans.

Ehrentreffer sorgt für keine Freude

Mit dem Rücken zur Wand warf Rosenheim noch einmal alles nach vorne, drückte auf das Tor der Unterfranken, doch es war den Gästen auch von der Körpersprache her anzumerken, dass dies einem unmöglichen Unterfangen gleichkam.

Lenz (88.) war es vergönnt, den Anschluss für 1860 zu markieren, ehe Häcker mit dem fünften Tor für den FC den Schlusspunkt setzte.

Der Jubel bei den Unterfranken kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen, während der TSV geknickt das Willy-Sachs-Stadion verließ.

Quelle: rosenheim24.de

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