Ein Jahr Haft wegen Hausfriedensbruch

Dortmund-Ultras protestieren wegen Urteil gegen Wacker-Fan

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Burghausen/ Berlin - Weil ein junger Burghausen-Fan trotz bundesweitem Stadionverbots mehrere Spiele seines Herzenvereins besucht hatte, wurde er vom Altöttinger Amtsgericht wegen Hausfriedensbruch zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt. Am Freitagabend solidarisierte die Fangemeinschaft "Unity Ultras Dortmund" mit dem treuen Anhänger. 

"Hausfriedensbruch = 1 Jahr Knast? Freiheit für Ultras, auch beim SV Wacker", war groß auf einem riesigen Transparent im Gästeblock der Schwarzgelben beim Auswärtsspiel im Berliner Olympiastadion zu lesen. Sie protestierten damit gegen die vermeintliche Unterdrückung von Ultras und solidarisierten sich mit einem jungen Burghauser.

Ursache und Auslöser für dieses Banner, war ein Urteil des Altöttinger Amtsgericht, welches einen jungen Anhänger des SV Wacker Burghausen zu einem Jahr Haft wegen Hausfriedensbruch verurteilte. Im Frühjahr des vergangen Jahres soll jener trotz Stadionverbots insgesamt drei Spiele seiner Elf live im Stadion verfolgt haben. 

Als ihn Szenenbeamte der Polizei bei einem Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München II sahen, erklärte der mittlerweile Verurteilte, dass er nichts von einem Besuchsverbot gewusst hätte. Erst eine Woche später nachdem er seine Mutter nach einem Brief der Staatsanwaltschaft fragte, fanden die beiden den besagten Brief im Stapel der vermeintlich unwichtigen Post. 

Obwohl die Geschichte der beiden vor Gericht durchaus glaubhaft klang und sogar die Staatsanwältin einen Freispruch forderte, verurteilte Richter Gregor Stallinger den Angeklagten zu einem Jahr Haft ohne Bewährung. Seiner Meinung nach hätten beide Zeugen sich abgesprochen und absichtlich gelogen. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Thissen

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